
Sie lassen sich sehr leicht zähmen. W ir hielten mehrere Monate
einen R. Cuvieri, der ganz zutraulich mit den Hühnern im Hofe
lebte und mit ihnen die nämliche Rost frass.
Zweiundzwanzigste Familie. PICIDiE.
Spechte.
94. Genus. IPICUMNfJS© Temm.
1. P. ALBOSQUAMATUS. Orb.
Männchen. Die Federn der Haube sind an ihrer Basalhälfte schwarz,
an der Spitze safranroth; die übrigen Federn des Kopfes sind schwarz,
mit einem feinen, weissen, runden Fleckchen in der Mitte der Spitze.
Der Rücken ist graubraun, die Oberflugdecken und die Eckflügel gelb-
lichweiss gesäumt. Die Fittig- und Schwungfedern dunkelbraun, die
Schwanzfedern schwarz, das mittelste Paar am innern Fahnenbarte
weiss, die beiden äussern Paare haben eine weisse Binde, die schief von
aussen und unten nach innen und oben nach der Federspitze verläuft.
An Kehle und Brust haben die Federspitzen einen schwarzen, centralen
Flecken und einen weissen Rand, wodurch sie ein schuppenartiges Aussehen
erhalten; der Bauch und die Unterflug- und Schwanzdecken sind
gelblich weiss.
Schnabel an der Basis gelblichgrün, an der Spitze schwarz; Füsse
bleifarben; Nägel schwarzbraun; Iris milchweiss.
Ganze Länge 4 " S"', Schnabel 6//y, Tarse 5 /;/. Verkältniss der
Tarse zum Flügel 1 : 5,2.
Weibchen. Haube nicht roth, sondern wie auf dem Hinterhaupte
haben auch hier die Federn einen weissen, schuppenartigen,, runden
Punkt. Die Rückenfarbe ist mehr grau, die Kehle weisslich, ohne
Flecken, und der Unterleib und die Unterschwanzdecken an der Brust
gefleckt.
Virkommen. W ir haben diese Species häufig in den Montanas
des Ghanchamayo - Gebietes beobachtet. Im Juli 1859 fanden wir in
einem hohlen Baumstamme ein Nest mit vier kaum flügge gewordenen
Jungen.
92. Genus. iPICUS© Lin.
P. albirostris Vieill. und P. lineatus| die in Brasilien häufig Vorkommen,
werden auch in den Urwäldern von Peru gefunden; wir haben
bei ihnen keine klimatischen Abweichungen bemerkt. Eine ausgezeichnete
Species ist der
5. P. ELEMATOGASTER. Tsch. Taf. XXY.
P. pileo, nucha, colli lateribus et uropygio coccineis, tergo fasciis
transversalibus nigris, notoso stramincofronte et regione parotica atris
fascia ab oculi angulo posteriore et altera a rostri basi ad auriculas porri-
gentibus; alis caudaque nigerrimis gastreeo cocciheo.
Haube, Nacken,- Seiten des Halses und Bürzel brennend roth;
Stirn und Ohrgegend schwarz. Vom hintern Augenwinkel zu den Ohren
und von der Schnabelwurzel längs den Seiten des Halses erstreckt
sich jederseits eine breite, gelblichweisse Binde. Der Rücken ist
strohgelb, in seinem hintern Theile schwarz gewellt; Flügel- und
Schwanzfedern schwarz, die erstem auf dem innern Fahnenbarte mit
zwei weissen Flecken. Kinn, Kehle, Hals und Yorderbrust sind sammt-
schwarz, Bauch und Weichen blutroth, Steiss purpurroth.
Schnabel schwärzlich, mit hornfarbener Spitze; Tarsen graublau-
Iris roth.
Ganze Länge 1' 2,5", Schnabel 2" 1,5"', Flügel 7" 3'", Tarse 1".
Verhältniss der Tarse znm Flügel 1 : 7,2.
4. P. PASSERINUS. Lin.
Haube hochroth, die Basis der Federn grau; Nachen und Rüchen
röthlich branngelb; Fittig- und Schwungfedern schwarzbraun, am äussern
Fahnenbarte von der Rüchenfarbe, am Rande des innern mit gelb-
lichwcisscn, runden Pnnhten, die auf der untern Seite der Flügel Querbinden
bilden. Die Oberflugdechen sind an der Basis granbraun, an
der Spitze blutroth, mit einem länglichen, blass röthlichweissen Streifen
längs des Schaftes. Die beiden mittelsten Schwanzfedern sind dunhel
schwarzbraun, die übrigen haben abwechselnd schmale weisslichgelbe
und breite dnnhelbraune Querbinden. Das Gesicht ist falb, die Ohr-
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