
nicht bis zur Basis der Hinterschenkel, die hinteren überreichen die
Schnauzenspitze vor der Mitte des Metatarsus.
Männchen. Oberkörper dnnkel olivenfarben, mit wenigen sehr undeutlichen
dunkleren Flecken. Die Parotide in der Mitte durch einen
weissen Streifen in zwei Hälften getheilt, welcher nach vorn und hinten
von einem schwarzbraunen Flecken begränzt wird, der sich bis
zur hintern Seite des Trommelfelles erstreckt, dessen vorderer Rand
schwarz ist. Auf der Schnauzenspitze sitzt ein dunkler, fast herzförmiger
Flecken. Der obere Theil der obern Seite der vordem Extremitäten
ist heller, der untere viel dunkler. Der Bauch ist schmutzig
hellgelb, mit wenigen dunkleren Flecken marmorirt; die untere Seite
der Extremitäten fast einfarbig.
W ir haben ein Männchen znrückgebracht, welches auf der linken
hintern Seite einen grossen lebhaften rothgelben Flecken hatte. (Siehe
Taf. XII. Fig. I.)
Weibchen. Die Färbung des Weibchens unterscheidet sich bedeutend
von der des Männchens, sowohl durch die Lebhaftigkeit der Grundfärbung
als durch die deutlichem Zeichnungen. Der Rücken ist hell-
röthlich braun, auf dem hintern Tbeile und dem Ropfe etwas heller.
Zwei grosse unregelmässige Flecken sind jederseits in den Weichen;
eben so zwei constante runde Flecken an jeder Seite der Mittellinie
des Rückens, der Basis der Hinterschenkel gegenüber; auf dem Rük-
ken sind ausserdem noch unregelmässige kleine Fleckchen zerstreut.
Die Färbung der Parotiden und des Tympanum wie beim Männchen,
nur etwas heller. Die Seiten des Bauches und die obere der Extremitäten
ungefleckt, Kehle und Bmst einförmig mattbraun. Bauch und
untere Seite der Extremitäten schmutzig weiss, fleckenlos.
Ganze Länge 9 -">'' 10
9 4 " 9'".
Länge des Kopfes 11'“.
9 1" 4'".
Breite des Kopfes 9 1" 5 "'.
9 K' 5 '“. ■
Länge der vordem Extremitäten ,p 2 “ S “'.
9 2 “ 6 '".
Länge der hintern Extremitäten 9 4 " 9 '".
9 5 " 8 " '.
Diese Species darf nicht mit Bufo Agua Daud. verwechselt werden,
sie unterscheidet sich von ihr durch die Färbung, besonders aber
durch die relativen Grössenverhältnisse, ein Punkt, auf den bis jetzt
die Herpetologen immer noch einen viel zu geringen Werth gelegt
haben, der aber gerade bei den Batrachiern von sehr grosser Wichtigkeit
ist und zur sichern Artenunterscheidung wesentlich beiträgt.
Weder mit B. melanotis Dum. Bibr. noch mit B. chilensis Dum. Bibr.
kann eine Verwechslung des B. molitor statthaben.
Vbekommen. Die drei ersten Species kommen häufig an der Küste
und in der westlichen Sierraregion vor; der B. thaul besonders am
Meeresstrande. B. Poeppigii ist ein Bewohner der heissen Waldregion;
wir haben ihn in den Montanas von Monobamba gefunden, nach Sonnenuntergang
lässt er bis Mitternacht ein monotones Geschrei ertönen,
welches am besten durch die Silben Pö Pö ausgedrückt wird.
B. trifolium lebt mehr in der Ceja- als in der Waldregion; wir haben
ihn bei Mareynioc nnd auch in der Sierra bei Palca beobachtet; sein
Geschrei besteht in einförmigen, kurz abgebrochenen dumpfen Tönen.
B. molitor vertritt in den peruanischen Wäldern den B. Agua Brasiliens;
er lebt sowohl in feuchtem, dichtem Urwalde, der nie von Sonnenstrahlen
durchdrangen wird, als auch in den Vorwäldern unter niedrigem
Gesträuche. Die Begattungszeit fällt in den Monat August, während
welcher Zeit der Körper des Männchens mit vielen kleinen Stacheln
besetzt ist. Die Quappen verlieren schon drei Wochen später die
Schwänze. Sein Geschrei ist ein einförmiges Knarren und gleicht ganz
dem unangenehmen Aechzen der Zuckermühle (Trapiche), wesshalb
die Indianer diese Kröte den Trapichero »Walzentreiber« nennen.
In der Sierra haben wir noch zwei neue Species von Kröten beobachtet,
wir können aber leider die Beschreibung nicht mittheilen,
da die Exemplare uns während der Reise zn Grunde gingen.
Vierte Familie. CEPHALOPHB YNAE Tsch.
Dentes nulli. Caput permagnum porcis elevatis einctum. Cutis
fronte fortiter adnata. Scelides palmaUe.