
Ganze Länge 1', Schnabel 10,5'", Flügel 5 ", Tarse 1“ 5 '" . Ver-
hältniss der Tarse zum Flügel 1 : 4.
Beide Species haben 'wir in den Älontanas des mittlero Peru gefunden,
erstere viel seltener als letztere, welche sich in einzelnen Gegenden
bis zu 5 0 00' ü. M. in vertikaler Richtung verbreitet.
17. Genus. f iA l l iM K lA s Bnss.
Die GaUinula galeata Pr. Max. wird in allen Regionen, die kalte
Puna ausgenommen, gefunden; G. pileata Pr. Max. und G. plumbea
Vieill. hingegen nur auf der Ostabdachung der Anden. Alle drei Species
kommen häufig vor, besonders die G. galeata.
18. Genus. FBLICA# Lin.
1. F. GIGANTEA. Sonl.
Kopf, Hals und Rücken sind schwarz, ins Rraune spielend; die
Flügelfedern schwarz, mit grünlichem Schiller; Gesicht und Kehle ganz
schwarz; Brust und Bauch bläulichgrau. Die äussersten Schwanzfedern
sind am äussern Fahnenbarte weiss.
Der Höcker auf der Stirn und die obere Seite des Oberschnabels
bis zum vordem Rande der Nasenlöcher sind hellgelb, Schnabelspitze
hornfarben, Laden purpurroth; Füsse dunkelroth; Nägel schwärzlichgrau.
Ganze Länge 1' 8 ", Schnabel 2 " 3 "', Flügel 1 0" 6"'. Verhält-
niss der Tarse zum Flügel 1 : 2,8.
Die Naturforscher der Bonite (Voy. de la Bonite p. 102. tab. 8 )
beschrieben zuerst diese sehr grosse und interessante Species von Fu-
lica. Die Abbildung, die sie davon geben, ist schlecht, da der Vogel
viel zu dick gezeichnet und zu grau colorirt ist.
W ir beobachteten zum erstenmal die F. gigantea im Juni 1840 im
kleinen See »Aseacocha« (die stinkende Laguna), in den Altos von
Huaikuai. Der uns begleitende Indianer bemerkte, dass diese Vögel
nicht fliegen können, und in der That haben wir sie, trotz des anhaltenden
Scbiessens, nie sich ihrer Flügel bedienen gesehen. Dem sie
verfolgenden Hunde entzogen sie sich durch sehr behendes Untertauchen.
Nach Angabe der Indianer soll das Weibchen die Jungen in der ersten
Zeit auf dem Rücken herumtragen; es legt auf den Felsen in den
Lagunen drei Eier. Diese Species ist in Peru sehr selten; während
unserer vielen Reisen haben wir sie nur zweimal gesehen. Die Indianer
nennen sie (wie auch die übrigen Arten von Fulica) »Auash sin-
qui«, was »Bohnennase« heisst.
2. F. ARDESIACA. Tsch.
Kopf und Hals sind schwärzlich; der Rücken und die obern
Schwanzdecken grau, besonders auf dem hintern Theile stark ins
Olivengrüne spielend. Die Brust ist schiefergrau, mit undeutlichen
hellem Querstreifen überzogen. Die‘ Flügelfedern sind mattschwarz,
mit weissem Saume am äussern Fahnenbarte. Die obern Flugdecken
sind theilweise weiss, die untern schmutzigweiss. Bauch, Hinterbrust,
Weichen und Schienen braungrau, mit helleren Nuancen. Die untere
Seite des Schwanzes ist blendend weiss.
Stirnhöcker hellgelb; Schnabel röthlichgelb, an der Spitze hornfarben;
Tarsen schwarz; Nägel schwarzbraun; Iris gelblichbraun.
Ganze Länge 1' 1" 6"', Schnabel 2 ", Flügel 8 " 6% Tarse 2"
7 , 5 Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 3,1.
Eine ähnliche, aber kleinere Species von Fulica wurde von Wag-
ler aus Mexico beschrieben. Die F. ardesiaca findet sich fast an der
ganzen Westküste von Südamerika und zwar in allen Klima von der
Küste des stillen Oceans bis zu 14,000' ü. M. Besonders häufig ist
sie an der Lagune von Junin. Die Indianer schlagen sie dort mit
Stöcken todt und trocknen ihr wohlschmeckendes Fleisch als Mund-
vorrath für ihre Reisen.
Sechste Familie. REClJRVIROSTRIDiE.
Krummschnäbel.
19. Genus. MIMAHTOFUS» Briss.
1. II. MEXICANUS. Wils.
Diese, vorzüglich in Mittelamerika häufig vorkommende, Species
wird in Peru in den sumpfigen Küstenregionen getroffen, gewöhnlich in
kleinen Schaaren von 8 bis 12 Stück. In die kalten Zonen dieses Landes
verirrt sie sich selten; doch haben wir ein Exemplar 14,200'ü.M. erlegt.