
6. C. ATROCAPILLUS. Tsch.
C. supra ex olivaceo-fuscus , permultis fasciolis nigris et rufo-fuscis in
auchenio obsoletis vario § pileo atro, fronte fusca, macula rufa postorbi-
cularis ad auriculas porrigente, alis nigricantibus, parapterio, dorso dilu-
tiore pogoniis externis maculis sulphureis signatis; subtus ex rufo flavescens,
qula fulva, gutture et epigastrio ferrugineo-rufis crissb dilutiore ; pectore et
hypochondriis ex fusco plumbeis innumerabilibus lineolis transversis, nigris,
vermiculatis tectricibus alarum inferioribus candidis.
Die Haube ist schwarz, nach der Stirn und den Augen etwas
heller; hinter jedem Auge ist ein grosser, rothbrauner Flecken; auch
die vordere Augen- und die Ohrgegend sind heller als das scliwarz-
hraune Gesicht. Der Nacken und der Vorderrücken sind tief schwarzbraun;
der Hinterrücken, Bürzel und Schwanz mit unzähligen abwechselnden,
zickzackförmigen, schwarzen und olivenbraunen Querstreifchen,
die nach hinten breiter und dadurch deutlicher werden. Aehnlich sind
die Oberflugdecken, bei denen aber das Braune vorherrscht; sie haben
am Saume des äussern Fahnenbartes einzelne hell braungelbe Fleckchen.
Die Kehle ist rothbraun; die Brust mit abwechselnden, sehr
feinen schwarzen und grauen Querstreifen gewellt. Aehnlich wie der
Rücken sind die Weichen, aber mit einem hell blaugrauen Anfluge.
Der Bauch ist rothbraun, nach hinten mehr ins Weissliche übergehend;
auf den Schienen sind ziemlich breite schwarze und hell gelblichbraune
Querbinden. Die Unterflugdecken sind weiss; der Flügelbug schwarz-
grau.
Schnabel schwarzblau, an den Tomicnrändern de» Oberkiefers
und in der Mitte des Unterkiefers gelb, die Tomienränder des letztem
und die Spitze sind braunschwarz; Tarsen gelb; Iris braun.
Ganze Länge 1' 1", Schnabel 1" 6'", Flügel 6 " 9 '", Tarse 1"9 '" .
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 5,9.
7. C. KLEEI. Tsch. Taf. XXXII.
Kopf und Nacken sind schwarz, am Hinterhaupte besonders fein
weiss gesprenkelt. Gesicht und Hals sind braun, ebenfalls mit feinen,
weissen Punkten untermischt; Kehle weiss. Die Federn des Unterhalses
und Vorderrückens sind weitfaserig, der Schaft einer jeden Faser
ist abwechselnd weiss und schwarz, jeder einzelne Fahnenbart aber
schwarz, wodurch die Federn ein grau melirtes Aussehen erhalten.
Auf dem Rücken und dem Bürzel stehen die Fasern dichter; jeder
der Schäfte ist abwechselnd olivengrün oder gelbbraun und schwarz
gefleckt, die Faserbärte aber immer schwarz; durch diese dichter stehenden
Fasern bilden sich auf dem Rücken abwechselnd schmutzig olivengrüne
und schwarze Querbinden, von denen letztere etwas breiter sind,
an den obern langen Schwanzdecken sind sie aber etwas schmaler.
Die Schulterfittige und die Oberflugdecken haben die nämliche Farben-
vertheilung wie der Rücken, ausserdem aber einzelne zerstreute Meine,
runde, ganz weisse Flecken. Der Flügelrand ist dunkel schiefergrau,
die Unterflugdecken etwas heller. Die Fittigfedern sind schwarzgrau,
der äussere Fahnenbart etwas dunkler als der innere. Die Schwungfedern
sind schwarz, am äussern Fahnenbarte mit halb verwischten
hellen Querbinden und zerstreuten weissen Fleckchen. An Brust und
Bauch hat das nämliche Verhältniss wie auf dem Vorderrücken statt,
nur ist das Grau durch die längern weissen und kürzern schwarzen
Faserschaftringe viel heller; am Hinterbauche treten sie als breite gelb-
lichweisse und schmale schwärzliche Binden zusammen; an den Weichen
und Hosen sind die dunkeln Binden etwas breiter. Die Unterschwanzdecken
sind in der Mitte hell rostbraun, die Schäfte von eben
derselben Farbe, die Ränder aber schwärzlich quer gestreift. Die ganz
verdeckten Schwanzfedern sind schwarzbraun, mit halb verwischten
orangegelben Querbinden.
Schnabel tief schwarzbraun, am Unterkiefer braungelb; Tarsen
braunschwarz; Iris kaffeebraun.
Ganze Länge 14'*, Schnabel 1" (bis zur Stirn), Tarse 2'". Verhältniss
der Tarse zum Flügel 1 : 4.
Diese Species gehört zu der Abtheilung der Crypturen, deren
Tarsen auf der hintern Seite mit starken Schuppen besetzt sind, welche
nach oben einen etwas umgeschlagenen, abstehenden, freien Rand
haben, und stimmt mit dem Tinamus Tao Temm. Pig. et Gail. II.
pag. 569 auf den ersten Anblick sehr überein. Im Museo in Berlin
werden mehrere Exemplare dieser letztem Species aufbewahrt, worun