
Vierzehnte Familie. CERTHIADÆ.
Baumläufer.
70. Genus. ©PETaOBäHlWCHUS® Temm.
1. O. RUFICAUDUS. Pr. Max. •)
Die Haube ist röthlicbbrann ; der Nacken, der Rücken nnd die
obern Flugdecken gelblichbraun, ins Röthliche spielend; über dem Ange
zieht sich nach dem Hinterkopfe eine etwas hellere Rinde, die besonders
bei alten Männchen deutlich ausgeprägt ist. Die Fittigfedern sind
dunkel graubraun, am äusscrn Fahnenbarte bräunlichroth, am innern
gegen die Rasis zu ein hellrostrother Flecken. Die Schwungfedern
röthlichbraun ; die Schwanzfedern rostroth, die beiden mittlern Paare
etwas blasser. Die Kehle ist weisslich, die Rrust falb, ins Rötblich-
braune übergehend; Rauch und Weichen heller, fast weisslichgelb ;
untere Schwanzdecken weisslich.
Schnabel braun, an der Spitze und Firste dunkler; Tarsen dunkel
fleischfarben; Iris hellbraun.
Ganze Länge 7" 8 "', Schnabel 9,5"', Flügel 5 " 4 "', Schwanz 2",
2 '" Tarse d" d'". Vcrhältniss der Tarse zum Flügel d :3,1.
Vorkommen. In den lichten Stellen der feuchten Urwälder, wo
er sich künstliche Nester aus Erde auf dem Roden oder an faulen
Baumwurzeln bant. Das Weibchen legt vier gelblichweisse, etwas
dunkler punktirte Eier, die es im Februar ausbrütet.
den Nacken von der nämlichen intensiv blauen Farbe ist wie die Stirn und nur noch unmittelbar
hinter den, weniger als bei der peruanischen Art aufgerichteten und entwickelten Stirnfedern ein
schmaler, gelblichweisser Saum übrig bleibt. Auch ist das Grün der Oberseite lebhafter und
ohne den hellbläulichen Anflug, welcher der peruanischen Species eigen ist. Die Unterseite ist
stark hellgrün angeflogen. Das Berliner Museum besitzt mehrere vollkommen übereinstimmende
Exemplare aus Xalapa. Ein Exemplar aus Guayra stimmt mit den so eben beschriebenen überein,
nur ist die Unterseite hellgelblich, wie bei C. peruviänus, also ohne den grünlichen Anflug.
Ganze Länge 11,5", Flügel k n & " , Schwanz 5 " 4 '" , Lauf 1" 5 '" .
Die zahlreichen, immer mit einander übereinstimmenden Exemplare, die sich constant von der
peruanischen Art, von der sie bisher nur als Varietät betrachtet wurden, unterscheiden, rechtfertigen
es hinlänglich, sie zu einer eigenen Species zu erheben. C.
i) Nur der grossen Flüchtigkeit, mit der die Synopsis Avium von d’Orbigny in Guérin Mag.
Zool. 1838 ausgearbeitet ist, kann man es zuschreiben, dass Ochethiorhynchus ruficaudus Meyen
Reise III. pag. 205 zu einem Opethiorhynchus ruficaudus umgeslempelt wurde.
71. Genus. CIXJLUmJSe Cab. >)
1. C. NIGROFUMOSUS. Orb.
Kopf und Rücken sind schwärzlich rauchbraun; die Schwanzfedern
schwarz, die beiden äussersten Paare an der Spitze und einem
Theile des äussern Fahnenbartes ochergelb. Die Fittig- und Schwungfedern
sind schwarzbraun in der Mitte, aber nach der Rasis zu schwach
rostfarben, so dass eine schiefe Rinde von dieser Färbung über den
Flügel verläuft. Die dem Flügelbuge am nächsten gelegenen mittlern
Deckfedern sind ebenfalls blass rostroth. Ueber dem Auge verläuft
eine weisse Binde nach dem Hinterhaupte. Das Gesicht ist hellbraun,
die Kehle weiss, Brust und Bauch braun, erstere mit weissen, letzterer
mit ocherfarhenen Längsstreifen (Flammen). Steiss und untere
Schwanzdecken olivenhraun.
Schnabel ganz schwarz; Tarsen schwarzbraun; Iris dunkelbraun.
Ganze Länge 9 " 9'", Schnabel 1" 3"', Flügel 4 " 3"', Tarse 1"
Mp Verliältniss der Tarse zum Flügel 1 : 3,8.
2. C. MONTANUS. Cab.
Uppucerthiee rupestri afJinis, sed dijfert rostro paulo minus areuulo,
cauda non rufa, concolore sed nigro-rufa$ rectricibus, pogonio interno api-
ceque nigris, superciliis non ochraceo-albidis sed pure albis plumisque pecto-
ralibus et abdominalibus non ochraceo- albis, fusco marginatis, sed sordide
rufescentibus in medio longitudinaliter albis, ungulisque prtesertim postico
brevioribus acutioribus. Longit. 19 Cm. Palca. (Orbigny.)
3. C. PALLIATÜS. Tsch. Taf. XVI. Fig. 2.
Haube und Nacken hell hraungrau; Mantel, obere Flug- und
Schwanzdecken rothbraun; Fittigfedern schwarz; Schwanzfedern an der
Basalhälfte rein weiss, im übrigen Verlaufe schwarz; Schwanz schwarz.
Der ganze untere Theil des Körpers ist rein weiss.
Schnabel ebenholzschwarz; Tarsen schwarzbraun; Nägel etwas
dunkler.
0 Namen wie Uppucerlhia und Cinelodes sind gegen alle Regeln. Der Typus generis ist C.
Forsteri Cab. Motacilla gracula Forst, patagonica Gmel. Opethiorhynchus rupestris Killl. C.
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