
Nägel weit überreichen. Der ganze obere Theil des Körpers ist glänzend
röthlich graubraun, mit dunkleren Schattirungen. Die Haare sind
in ihrem grössten Verläufe dunkel schiefer grau 5 einzelne längere Haare
sind einfarbig silbergrau. Die. Seiten des Körpers sind gelblichbraun.
Das Gesicht ist mehr röthlich als der Körper, der Schwanz dunkelbraun.
Die nackten grossen Obren sind einfarbig schwärzlichbraun.
Der Pelz ist sehr lang und weich.
Länge von der Schnauzenspitze zur Schwanzwurzel 2 /y 1 des
Schwanzes 2 " .ö '" , von der Schnauzenspitze zürn vordem Ohrwinkel
71/2'". Höhe des Ohres 6 "'* Vorderfass zur Zehenspitze 4 " ', Hinter-
fuss 8 '".
Lebensweise und geographische Virbreitung. W ir haben dieses Thier
nur *in zwei Exemplaren in den dichten, ewig feuchten Urwäldern des
mittlern Peru in kleinen Löchern unter den Wurzeln grosser Bäume
gefunden. Es scheint selten zu sein, da wir es später'nie wieder getroffen
haben.
9. Genus. JH E S P pB O llffV ^ Waterh.
Die äussere Form ist der* der Mäuse sehr ähnlich. Die Schnauze
ist zugespitzt, die Lippen gespalten, die Ohren mittelmässig gross und
rund; der Körper ist etwas untersetzt, der Schwanz gewöhnlich eben
so lang als der Körper, schuppig und nur spärlich mit Haaren biesetzt.
Die Vorderfüsse haben vier vollständige Zehen und einen rudimentären
Daumen, der aber einen* kleinen Nagel trägt; die Hinterfiisse haben
fünf Zehen. Die Nägel sind schwach gebogen und ziemlich kurz, der
des Daumens meistens platt.
Die Schneidezähne sind an der vordem Fläche glatt, schwach
gebogen und ziemlich kurz. Der erste Backenzahn wird durch zwei
Querfurchen in drei Portionen getheilt, von denen jede durch «ine
Längsfurche in zwei Höcker geschieden ist, deren also sechs vorhanden
sind. Der zweite hat eine Längs- und eine Querfurche und also
vier Höcker. Bei beiden Zähnen ist das äussere Paar immer conisch
und spitzig, das innere mehr in die Quere gezogen und dreieckig. Der
hinterste kleinste Backenzahn hat einen äussern, einen hintern und einen
innern Höcker, Seitenpfeiler sind nicht vorhanden.
Im Unterkiefer wiederholt sich. die nämliche Bildung, nur geht
beim ersten Backenzahne die Längsfurche blös durch die beiden hintern
Portionen, so dass die erste einen einfachen Pfeiler bildet. —
Durch die Abnützung entstehen abwechselnd geschlängelte Schmelzleisten.
In der Form, wiie wir hier diese Gattung gebrauchen? ist sie von
Waterhouse Zoolog, of the Beagle Main. p. 75 aufgestellt worden.
Es würde uns zu weit führen, wenn w'ir hier eine genauere Auseinandersetzung
der Genera geben wollten, welche von Waterhouse in
verschiedenen Arbeiten für die amerikanischen Murinen vorgeschlägen
wurden | auch dürfen wir um so weniger grosses Gewicht darauf legen,
da sie der Verfasser selbst zu wiederholten Malen kassirt und- umgeändert
hat, was eine natürliche Folge der unzuverlässigen Merkmale
ist, die er zu seinen Bestimmungen wählte.-.
W ir theilen dieses Genus in zwei Subgenera, welche zwar im
Zabnbau völlig mit einander übereinstimmen, in der Behaarung und
Länge des Schwanzes, aber wesentlich abweichen.
1. Subgenus. HESPEBOMYS.
Cauda fere corporis longitudine squamata, raripilosa.
I. H. DABWINII. Waterh.
Der obere Theil des Körpers ist hell rostroth, ins Gelbliche übergehend,
auf der Mittellinie und dem H in te rk ö rp e r,etwas dunkler,/ Die
Wollhaare sind grau bis zwei Drittel ihrer Länge, dann folgt ein roth-
brauner Bing und diesem die, braune Spitzei Die Steifhaare sind
dunkelbraun. Die Seiten des Körpers sind mehr gelb als der Rücken
und scharf von dem ganz weissen Unterleibe geschieden. Die Füsse
sind dunkelbraun, die Sohlen und die Zehen schwarz. Die Ohren
sind gross, 'rundlich und, dünn mit bräunlichen Häärchen besetzt. Der
Schwanz ist ebenfalls spärlich behaart und dunkelbraun.
Länge von der Schnauzenspitzc zur Schwanzwurzel 7", des
Schwanzes 4 /y 1 0 /yk.
Nachdem Waterhouse in den Proceed. Z. S. V. p. 28 eine kurze
Diagnose dieses Tliieres gegeben hatte, bildete er es in der Voy. of
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