
mentär; die Füsse sind ziemlich hoch, die vordem haben vier, die
hintern drei Zehen. Am Anfang* des Hinterrückens auf der Mittellinie ist
eine, in der Gegend des letzten Rückenwirbels gelegene, ziemlich runde
Drüsenöffnung, durch welche eine penetrant riechende Schmiere hervortritt.
Der Pelz besteht aus starken dichten Borsten.
Die beiden mittlern Schneidezähne des Oberkiefers sind an den beiden
Seiten schwach gekerbt und laufen in eine Spitze aus ; die beiden
äussern sind ihnen ähnlich, aber kleiner. Die untern Schneidezähne sind
stark nach vorn gerichtet; die beiden mittlern Paare sind nach vorn
etwas breiter, das äussere sehr klein und besteht aus einem vordem
etwas grossem und einem hintern Meinem Höcker. Die Eckzähne des
Oberkiefers sind stark comprimirt, fast gerade und spitzig, und haben
eine scharfe hintere Schneide; die des Unterkiefers sind stark nach hinten
gekrümmt und auf ihrer vordem Fläche comprimirt und scharf. Im
Oberkiefer haben die drei ersten Backenzähne vier Höcker, von denen
die drei ersten im Dreieck stehen, der letzte nach hinten und innen liegt;
die beiden folgenden sind paarig vierhöckerig, der letzte paarig sechshöckerig
(D. torquatus) oder paarig vierhöckerig, mit einem hintern unpaarigen
Höcker (D. labiatus). Die Backenzähne des Unterkiefers bestehen
ebenfalls aus zwei paarigen Höckern, nur hat der erste einen
vordem grossem und einen hintern kleinem Höcker, und der letzte entweder
einen hintern einfachen (D. torquatus) oder einen hintern paarigen
Höckeransatz (D. labiatus).
G. Cuvier trennte im Regn. Anim. 1817. I. p. 237, auf die Anwesenheit
der Rückendrüse und die gerade stehenden Eckzähne gestützt,
diese Gattung von dem Genus Sus, mit dem sie bisher vereinigt war.
Es sind erst zwei Species davon bekannt, die auch beide in Peru Vorkommen.
1. D. TORQUATUS. Cuv.
Der Rücken ist schwärzlich, die Seiten des Körpers sind gelblichbraun,
mit weiss untermischt; der Bauch ist braun; die Vorderbrust
weiss; eine weisse Binde verläuft jederseits von dem weissen Brustflecken
nach vorn und unten und über die Schultern nach hinten und
oben. Die Basis der Haare ist dunkelbraun schwarz, ihr folgt ein falber
Ring, diesem ein schwärzlicher, dann wieder ein falber und endlich die
schwarzbraune Spitze. Am untern Theile des Körpers werden die falben
Ringe breiter als die dunkeln. Die Extremitäten, besonders ihre äussere
Seite, ist einförmig dunkel schwarzbraun. Der Pelz ist kurz und
borstig, auf der Mittellinie länger und steifer.
Länge von der Schnauzenspitze zum After 3 ', des Kopfes 9". Höhe
bis zum Widerrist 1' 10" 2'".
Auch diese Species gehört zu den am frühsten bekannten der südamerikanischen
Fauna und wurde schon von Oviedo Hist. Nat. Ind.
cap. XX. fol. 21 und von dem Mönch Acosta Hist. Nat. Moraliz. de las
Indias p. 287 aufgefiihrt. Marcgrave verdanken wir die erste, wenn auch
etwas abenteuerliche. Abbildung. Azara Apunt. Quadrup. p. 25 lieferte
von T. torquatus eine sehr brauchbare Beschreibung, indem er es unter
dem Namen Tayetu von der folgenden Species, welche er Tanicati 1. e.
p. 18 nennt, unterschied. Durch den Prinzen Maximilian zu Neuwied
Beitr. II. p. 557 und Rengger Parag. p. 328 ist die Kenntniss dieser
Species sehr bereichert worden. Eine ganz genaue Abbildung gehört
bis jetzt noch zu den Desiderata. Es ist sehr bemerkenswerth, dass
auch bei D. torquatus die helle Färbung bedeutend von der der brasilianischen
Exemplare abweicht, indem sie nicht weiss, sondern falb ist;
also eine Wiederholung einer Erscheinung, auf die wir schon mehrmals
aufmerksam gemacht haben.
2. D. LABIATUS.
Die Färbung ist der von der vorhergehenden Art sehr ähnlich, besonders
in der Vertheilung auf den einzelnen Haaren, nur fehlen hier die
weisse Vorderbrust und Schulterbinden; dagegen sind der vordere Tlicil
des Oberkiefers und der grösste Theil des untern falb. Der Pelz ist wie
bei D. torquatus.
Länge des ganzen Thieres 3 ' 4 " , des Kopfes 11". Höhe bis zum
Widerrist 1 ' 1 1 ".
Das von Cuvier 1. c. als D. labiatus bezeichnete Nabelschwein wurde
im Doubletten-Verzeichniss des Mus. Berol. 1825 als D. albirostris 111.
aufgefiihrt. Wenn auch der von Illiger gegebene Name als Sammlungsname
die Priorität hat, so muss doch der von Cuvier angenommen