
dessen Aussage ich grosses Gewicht lege, ein salamanderähnlichcs Thier
mit schwarzem Rüchen und gelblichem Bauche, als es eben über eine
Klippe unter Wasser kroch, harpunirt. Es stehen mir keine genaueren
Angaben darüber zu Gebote. Doch halte ich es nicht für überflüssig,
diese Bemerkung hier mitzutheilen, wenn gleich bis jetzt noch kein in
dem Meere lebender Batrachier gekannt ist.
Ueber die geographische Verbreitung der Reptilien in Peru werde
ich nähere Beobachtungen bei den einzelnen Ordnungen mittheilen. Leider
sehe ich mich wegen Mangel an Platz genöthigt, bei der Ausarbeitung
des vorliegenden Theiles der Fauna mich noch mehr zu beschränken,
als es bei dem vorhergehenden der Fall war. Ich kann hier nur die Beschreibungen
der neuen Species geben und muss die schon bekannten mit
Stillschweigen übergehen. Um diese Beschränkung, die mir selbst das
grösste Bedauern verursacht, weniger fühlbar zu machen, habe ich die
allgemeine Uebersicht der peruanischen Reptilien mit der grössten Sorgfalt
bearbeitet und die Synonymik der einzelnen Species dem genauesten
kritischen Examen unterworfen. Es sind viele Ansichten darin in wenigen
Worten ausgedrückt, deren weitere Auseinandersetzung mir aus
angeführtem Grunde nicht erlaubt ist.
Ich habe bei dem Conspectus der Reptilien *) mit geringer Abänderung
das neue System von Hrn. Dr. L. Fitzinger zu Grunde gelegt (Sy-
stema Reptilinm. Vindobona; 1845. Fascic. I.), das ich als die gediegenste
herpetologisch-systematische Arbeit der neuem Zeit betrachte, wenn ich
ihm gleich nicht im Einzelnen meine volle Billigung geben kann.
Die voluminöse Erpetologie generale der Herren Dumeril und Bihron
habe ich häufig benutzt und sie immer ohne Entstellung genau und redlich
citlrt. Ich fühle mich daher auch frei von einem Vorwurfe, der jene
Herren, meinem Systeme der Batrachier gegenüber, trifft.
'.) Zuerst abgedruckt in Wiegmaue’s Archiv für Naturgeschichte 1845. pag. 150 seq.
SYSTEMATISCHE
SÜSABSMEMSTELLUK®
der aus Peru bekannten Reptilien.
E R S T E S E R IE .
TESTUBSHWATA Oppel. Schildkröten.
Chelonii Auctor.
Erste Ordnung. TYLOPODA Wagl. 1830.
Testudinata hedrteglossa tylopoda Wagl.
Farn. I. TESTUDINES Fitz. 1840.
1. Gen. TESTUDO Lin. 1746.
1. Subgen. C h e lo n o id is Fitz. Ann. Wien. Mus. 1836.
Testudo Wagl. part. Geoehelone Fitz. part. Chelonoidis Fitz. part.
1. T. Boiei. Fitz. Ann. Wien. Mus. Tom. 1. pag. 122.
Testudo earhonaria Spix. Rept. Bras. Tab. XVI.
Testudo cagada Spix. 1. c. Tab. XVII.
Testudo Boiei Wagl. Syst. Amph. p. 158. Tab. 6. Fig. 7. 8.
Icon, fascic. n . Tab. XIII.
Testudo truneata Bel. var. B. Monogr. Test. 1854.
Testudo hereules Gray Syn. Rept. part. I. p. 9. 2. ß.
Testudo pardalis Gray 1. c. p. 12. 8. part.
Testudo earhonaria Dum. Bibr. Erpet. gen. Tom. H. p. 99. 11.
2. Subgen. G e o e h e lo n e Fitz. Ann. Wien. Mus. 1836.
2. T. Schweigeri Gray Syn. Rept. Part. I. pag. 10. 4.
Testudo indiea Daud. Hist. nat. Rept. H. p. 284. part.
Testudo nigra Quoy et Gaim. Voy. autour du Monde (Cpt. Frey-
cinet) Zool. p. 172. Tab. XL.