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52. Genus. TACHYPHONUS® Vieill.
i . T. FLAVINUCHA. Orb.
Stirn, Gesicht, Seiten des Scheitels, Mantel, Eckflügel und die
grossen Oberflugdecken sind sammtschwarz. Die Mitte des Scheitels,
der Nacken und der ganze Unterkörper sind lebhaft citrongelb. Die
kleinen und mittlern Oberflugdecken sind schön dunkelblau, ins Violette
spielend. Die Fittig- und Schwungfedern sind schwarz, am äus-
sern Fahnenbarte mit einem schmalen, blauen Saume; ähnlich die
Schwanzfedern, bei denen aber der Saum etwas matter ist. Der Bürzel
und die Oberschwanzdecken sind dunkel olivengrün.
Oberschnabel ganz schwarz; Unterschnabel blau; Füsse schwarz-
braun; Iris rothbraun.
Ganze Länge 7" 5 '", Schnabel IS - ', Flügel 3 " 6"', Tarse 9'",
Schwanz 3". Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 4,5.
D’Orbigny Voy. Ois. pag. 279 (Taf. 21. Fig. 1) stellt eine Spe-
cies von Tachyphonus auf, die der unsrigen sehr nahe verwandt ist
und sich von derselben nur durch den blauen Bürzel und die obern
Schwanzdecken unterscheidet. Da die Grössenverhältnisse und die übrigen
Farbenvertheilungen bei beiden Arten durchaus die nämlichen sind,
so stehen wir nicht an, heide zusammen zu bringen und entweder als
Geschlechts- oder Altersverschiedenheiten anzusehen. Der einzige Zweifel
gegen die specifische Identität dieser beiden Vögel scheint uns darin
zu liegen, dass bei unserm Exemplar der olivengrüne Hinterrücken mit
dem Alter in Gelb und nicht in Blau umzuändern scheint. W ir haben
jedoch nicht hinlängliche Beweise dafür.
D’Orbigny nennt diesen Vogel sehr selten und gibt sein Vaterland
in den Felsenklüften der höhern Gebirge der Ostabdachung der bolivianischen
Anden an, bei La Paz und vorzüglich um die Dörfer Chupe,
Irupaue und Suri; er bemerkt dabei, dass er nicht in die wärmern
Regionen hinimtersteige. W ir können die Seltenheit dieses Vogels
bestätigen; denn wir haben, trotz des eifrigsten Nachstellens, nur das
einzige oben beschriebene Individuum erhalten, aber gerade in den
heissesten Waldthälern Peru’s, zwischen 9 und 1 0 ° S. B.
■......... ..... mm 55. Genus. SALTATOIt® Vieill.
1. S. COERULESCENS. Vieill.
Scheitel, Mantel, obere Flug- und Schwanzdecken sind dunkel
blaugrau, der Kopf gewöhnlich etwas heller. Die Fittig - und Schwungfedern
sind schwarz, am äussern Fahnenbarte mit einem hellgrauen
Saume. Der Schwanz ist etwas stufig und mattschwarz. Die Augenbraunen
sind weiss, das Gesicht grau, die Kehle weiss, jederseits von
einem schwarzen Streifen begränzt. Brust und Weichen sind hell
graubraun, der Bauch weisslich, der Steiss und die Unterschwanzdecken
weisslich rostroth, Unterflugdecken bläulichweiss.
Schnabel ganz schwarz, stark und dick; Tarsen dunkelbraun;
Nägel schwarzbraun.
Ganze Länge 8 " 4 "', Schnabel 10,5"', Flügel 4 " 1'", Tarse 11'".
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 :4,4.
2. S. OLIVACEUS. Vieill.
Haube, Rücken, obere Flug- und Schwanzdecken und Schwanz
lebhaft olivengrün. Stirn, Gesicht und Ohrgegend grau. Von den
Nasenlöchern verläuft über das Auge bis zum hintern Augenwinkel
eine weisse Binde. Die Fittig- und Schwungfedern sind schwarzbraun,
letztere am ganzen äussern Fahnenbarte von der Färbung des Rückens,
erstere haben nur einen solchen Saum, alle an der Basalhälfte des
innern Fahnenbartes einen weissen Rand. Der Flügelbug ist weiss,
die Kehle falb, jederseits von einer schwarzen Binde begränzt. Brust
und Weichen sind hell graubraun, der Bauch, besonders an der Mittellinie,
weiss, die Unterschwanzdecken ocherfarben.
Schnabel blauschwarz, Unterkiefer etwas heller; Füsse bleifarben;
Nägel braun; Iris braun.
Ganze Länge 9 ", Schnabel 10,5'", Flügel 3 " 9 '", Tarse 11'",
Schwanz 3 " 11'". Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 :4,1.
3. S. SIMILIS. Orb.
Kopf grünlichgrau; Mantel graubraun; Fittig- und Schwungfedern
dunkel graubraun, am äussern Fahnenbarte hell olivengrün, an der
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