
gebend ochergelb. Der Unterleib ist mit zahlreichen gelblichweissen,
dunkelbraunen und griinlichbraunen Querbinden besetzt, die an der
Brust schmaler und an der Kehle nur undeutlich ausgeprägt sind.
Schnabel schwärzlich hornfarben, am Unterkiefer etwas heller;
Füssc grünlichgrau; Nägel dunkelbraun; Iris braunroth.
Ganze Länge 6,5", Schnabel 11"', Tarse 3>5'". Yerhältniss der
Tarse zum Flügel 1 : 7,7.
Das Weibchen unterscheidet sich vom Männchen durch eine dunkel
olivengrüne Haube, blässere Rückenfarhe und mattrothe Flecken auf
den Oberflugdecken.
»Dieser schon von Brisson ganz gut beschriebene und ahgebildete
Vogel hat später mehrere Namen erhalten. Swainson bildet in Zool.
Bl. Yol. II. pl. 78 als Picus affinis ein Männchen gut und unverkennbar
ab und beschreibt einen jungen Yogel als Weibchen; er bemerkt,
während ihm selbst der Linne’sche Namen entging: »dass die Ornithologen
diesen Yogel entweder übersehen oder ihn oberflächlich für
eine Varietät des Picus icterocephalus gehalten haben.« Spix trennte
nach Altersverschiedenheiten den P. passerinus L. in zwei Arten, P.
ruficeps und P. maculifrons, welcher letztere ein junges Männchen ist.
Wagler, der in der Annahme der grossen Mannigfaltigkeit der Arten
südamerikanischer Vogelgruppen und der grossen Aehnlichkeit der Arten
unter einander öfters viel zu weit ging, hat auch hier sich bemüht^
statt des P. passerinus L. drei Arten aufzuzählen, indem er aus P. passerinus
L. noch den P. afQnis Sws. (hier irrthümlich nicht als P. icterocephalus,
sondern P. passerino affinis gedeutet!) beibehält und aus
einigen ähnlichen Jugendzuständen, mit Beziehung auf Azara’s Carpin-
tero Nro. 2 5 8 , eine dritte Art, P. spilogaster Wagl., bildet, welche
hieher zu gehören scheint. — Ein in allen Alters- und Geschlechtsverschiedenheiten
constantes Kennzeichen bilden die hellen Flecken,
deren sich auf den Flügeldeckfedern nach der Spitze zu an jeder Feder
einer befindet. Die Flecken sind bei jungen Vögeln am grössten, nehmen
mit zunehmendem Alter an Grösse ab und erscheinen bei ganz
alten Vögeln, deren Flügeldeckfedern einen röthlichen Anflug von der
Farhe der Haube haben, nur noch als schmaler Schaftstrich (Picus hse-
matostigma Natt.).« Cabanis.
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5. P. PUNCTICEPS. Orb.
Die Haube ist schwarzbraun, die Stirn etwas heller; vom hintern
Augenwinkel zum Ohre erstreckt sich ein dunkelbrauner Streifen, der
in der Ohrgegend breiter wird, über den ganzen Bücken und die Eckflügel
zieht und abwechselnd breite dunkel schwarzbraune und schmale
weisse Querstreifen bildet. Die Oberschwanzdecken sind weitfaserig,
und die weissen Binden sind eben so breit als die schwarzen. Die
Fittig- und Schwungfedern sind schwarzbraun, mit schmalen, weissen
Binden. Das nämliche Yerhältniss findet auf den Schwanzfedern
statt, nur sind die Binden etwas mehr gelblich. Ueber jedem Auge
verläuft ein breiter, weisser Streifen nach dem Nacken. Der Unterleib
ist schmutzigweiss, mit grossen Längsflecken auf der Brust und am
Vorderbauche und schwärzlichen Querbinden am Hinterhauche.
Schnabel schwarzgrau; Tarsen blaugrau; Nägel schwärzlich; Iris
hochroth.
Ganze Länge 7,5", Schnabel 10,5"', Tarse 6" 7"y. Yerhältniss
der Tarse zum Flügel 1 : 6,2.
6. P. FUMIGATUS. Orb.
Der Scheitel des Männchens ist hochroth, der des Weibchens
olivenfarben; der Rücken gelbbraun, die einzelnen Federn mit etwas
helleren Spitzen. Die Flügel sind braun, der innere Fahnenbart der
Fittigfedern dunkler, der Schwungfedern und Eckflügel mit weissen
Flecken. Die Schwanzfedern sind schwarzhraun, die beiden äussersten
Paare ein wenig heller. Die vordere Augengegend, das Ohr und die
Kehle sind bräunlichweiss; Brust und Bauch olivengrün, ins Gelblichbraune
übergehend; der Steiss ist heller; die Unterflugdecken weiss.
Schnahelbasis und Unterkiefer hornfarben, die Firste schwarz;
Tarsen bleifarben; Nägel braun; Iris roth.
Ganze Länge 7", Schnabel I" , Tarse 7,5y". Yerhältniss der
Tarse zum Flügel 1 : 6,1.
7. P. CACTORUM. Orb.
Diese Species wurde von d’Orbigny Voy. dans l’Amer. merid. Ois.
tab. 62. fig. 2 abgebildet, aber keine Beschreibung davon gegeben.
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