
seits von einer schwarzen, von braunen Fleckchen unterbrochenen Binde
hegränzt, die nach aussen von einem weissen Striche eingefasst ist, der
vom hintern Augenwinkel, allmäklig dunkler werdend, nach dem
Schwänze verläuft; neben ihm folgt eine Binde wie die, welche jeder-
seits die Mittellinie bcgränzt; sie ist ebenfalls schwarz, mit hellbraunen
Flecken untermischt; sie wird am Halse von einem gelblichweissen
Strich eingefasst, der vom untern Augenliede bis etwas über die Schulter
hinausreicht und dort allmählig verwischt. Auf der Schulter sitzt
jederseits ein schwarzer Flecken, mit einem weissen Punkte in der
Mitte. Die Seiten sind weisslichbraun, mit zahlreichen schwärzlichen
Punkten. Die obere Seite des Schwanzes ist in der Mitte hellbraun und
hat seitlich regelmässige schiefe, schwarze Flecken. Die Kehle ist glänzend
röthlichweiss, mit blaugrauen, unterbrochenen Längsstreifen. Brust,
Bauch, untere Seite der Extremitäten und des Schwanzes sind glänzend
gelblichweiss.
Ganze Länge 4 ", Länge des Kopfes 4 //y, Breite des Kopfes 2,8
Länge der vordem Extremitäten 4 ,7 /;/, der hintern 7,5y//, Länge des
Schwanzes l y/ 5 /y/.
Vorkommen. W ir haben diese Species in Chancay an der Küste
gefunden.
Ausser diesen drei angeführten Subgenera haben wir noch ein viertes
gefunden, das sich von den übrigen durch den vollkommenen Mangel
an Gaumenzähnen unterscheidet.
1. Subgenus. Sauridis. Tsch.
Dentes palatini nulli. Collum ad latera longitudinaliter plicatum.
Scutella pilei leevia. Truncus sublongus. Cauda longa, teres.
1. L. MODESTUS. Tsch.
L. supra griseus, concolor; suktus albescens; gula einereo maculata.
Der ganze Oberkörper ist hell blaugrau, mit wenigen dunkleren,
unbestimmten Nuancen, am Kopfe etwas mehr ins Braune übergehend.
Die Kehle ist schmutzigweiss, mit einigen dunkelgrauen Fleckchen, die
gegen den Hals zu vier unterbrochene Längsstreifen bilden. Brust,
Unterleib, untere Seiten der Extremitäten und des Schwanzes gelblichweiss
und gefleckt, nur letztere mit kaum erkennbaren dunkleren
Binden.
Ganze Länge 10", Länge des Kopfes 6"', Breite des Kopfes 3,8'",
Länge der vordem Extremitäten 10,8'", der hintern 1" 8,8"', Länge des
Schwanzes 5 " 5'".
Vorkommen. In der Umgegend von Miraflores, scheint aber sehr
selten zu sein.
Wie aus der Beschreibung zu sehen ist, stimmt diese Species ziemlich
mit dem Tropidurm oxycephalm Wiegm. Nov. Act. I. c. pag. 232
überein; vielleicht ist sie mit ihr identisch. Da bei den Genera Tropi-
durus und Liohemus, zu denen Gravenhorst und Wiegmann den T. oxy-
cephalus stellen, Gaumenzähne vorhanden sind, und wir bis jetzt noch
keine Gewissheit erhalten konnten, ob sie bei dieser Species nicht etwa
fehlen, so ist die Trennung des L. modestus von ihr hinlänglich gerechtfertigt.
e
Dritte Familie. DOB.YPHORI.
6. Genus. O äW C EA T IlO N . Kaup.
1. U. PALLUMA. Tsch.
Diese Species wurde zuerst von Molina in seiner Naturgeschichte
von Chile unter dem Namen Lacerta Palluma bekannt gemacht. Dau-
din Hist. Nat. Rept. IV. pag. 46 beschrieb sie als Stellio Palluma; eine
zweite Species I. c. pag. 56 als Stellio azureus, die er auch 1. c. pag. 40.
tah. 47 als Stellio brevicaudatus beschreibt und abbildet. Dumeril und
Bibron 1. c. IV. pag. 571 führen nur diese letztere Art auf, haben aber,
wie es scheint, die Molina’sche Species ganz übersehen; denn unter den
reichhaltigen Synonymen werden die der L. Palluma von Molina und
Daudiu vermisst. Fitzinger Syst Rept. pag. 77 führt zwei Species von
Urocentron auf, nämlich V. Daudini Fitz, und ü. azureum Wagl. Zu
ersterer bringt er als Synonym L. Palluma, was uns unrichtig scheint;
denn die im Mus. Vindob. aufbewahrten Exemplare von U. Daudini, die
dem U. cceruleus Merr. (Doryphorus azureus Gray) entsprechen, ’sind
von den unsrigen, welche mit L. Palluma vollkommen übereinstimmen,
verschieden. W ir hätten von diesem Genus also drei Arten, nämlich