
ist bräunlich gelb, nach hinten zu etwas dunliler. Der Bauch und'die
Innenseite der Schenkel sind gelblich grau. Der Schwanz hat sieben
gelbbraune und eben so viele schwarze Ringe; seine Spitze ist schwarz;
die Länge des Schwanzes ist bedeutend kürzer als die des Körpers
(mehr als 2 Zoll) und also auch relativ kürzer als bei N. socialis.
Die specifische Verschiedenheit dieser Art von der vorhergehenden
wird immer noch sehr in Zweifel gezogen. Es ist immerhin sehr auffallend,
dass es nur von denjenigen Naturforschern geschieht, welche
diese Species entweder nur aus Beschreibungen oder nach Bälgen
kennen, dass aber sowohl die Eingebornen des östlichen Südamerika
als auch diejenigen Reisenden, welche diese Thiere selbst zu beobachten
Gelegenheit hatten, sich bestimmt für die Verschiedenheit dieser
beiden Spiecies erklären. Die gedrängteren Formen, die Länge des
Schwanzes, die Kürze der Schnauze und das Färbungssystem recht-
fertigen hinlänglich diese Ansicht. W ir wissen , dass die N. solitaria
entweder einsam oder paarweise lebt, wodurch Azara Apuntam. *) I.
p. 300 verleitet wurde, das Cuati monde oder mundeo (der Brasilianer)
nur für ein sich isolirendes Männchen zu halten. Rengger 1. c. p. 98
hat schon nach gründlichen Beobachtungen sich gegen diese Ansicht
ausgesprochen.
3. W LEUCORHYNCHOS. Tsch.
N. rostro albo, cauda corporis longitudinc, concolore in adultis.
Die Schnauze ist seitlich bis zum obern Eckzahne weiss; auf dem
Schnauzenrücken verlängert sich diese Färbung unter einem spitzen
Winkel etwas weiter nach hinten. Das Gesicht ist braunschwarz und
hat vier weisse Flecken, die folg^ndermassen vertheilt sind: einer steht
über dem hintern Augenwinkel, ein zweiter unter dem Auge in der
Mitte, wie bei N. socialis; der dritte steht von dem untern schief nach
unten und hinten ungefähr einen halben Zoll weit entfernt (nicht wie
bei N. socialis auf der nämlichen Linie mit ihm); der vierte ist ungefähr
einen halben Zoll vom Mundwinkel nach hinten gerückt. Der Ober*)
Wir citiren immer folgende Ausgabe: Apuntamientos para la historia natural de los Quad-
rupedos del Paraguay y Rio de la Plata, escritos por D. Felix de Azara. Madrid 1802. 4°,
( Spanisch Format.)
kiefer ist weiss gesäumt; der Unterkiefer und die Kehle sind weisslich,
ebenso die Brust, déren hellere Färbung sich bis auf die innere Seite
der vordem Gliedmassen erstreckt. Die innere Seite des Ohres ist ganz
weiss. Die Extremitäten sind schwärzlich; der Schwanz so lang als
der Körper und nur bei jungen Thieren geringelt, bei ausgewachsenen
-aber einfarbig. Dieses sind die constanten Kennzeichen. Dié Färbung
des Körpers variirt eben so Sehr wie bei N. socialis. Die Wollhaare
sind schwarzbraun und die Steifhaare schwärzlich mit weissen Spitzen,
oder die Wollhaare sind falh, die Basis der Steifhaare weisslich, der
Mitteltheil schwarzbraun und die Spitze weiss.
Das Innere von Bräsilien nährt dieSé dritte Species von Nasua,
von wo sie von mehreren Reisenden nach Europa znrückgebracht
worden ist.
W ir glauben, die von uns angegebenen Merkmale werden hinlänglich
die, Gründung dieser Species rechtfertigen; besondere Beachtung
Verdient die Gänge des Schwanzes, welche der des Körpers gleich
ist, was hei keiner der übrigen Arten vorkömmt. Nur bei den jungen
Individuen zeigt er deutliche Ringe, welche in vorgerückterem Alter
verschwinden, am spätesten an der unteren Seite der Schwanzwurzel.
Hierher gehört wahrscheinlich das von F. Cuvier Dict. Scienc.
-Alt. IX. p. 464 als vierte Varietät beschriebene Thier. -
Wenn man freilich einmal Von dem Grundsätze ausgehen will,
nur eine Species von Nasua anzuerkennen, so wird man sowohl die
vorhergehende als auch diese und die beiden folgenden Arten als blossë
Varietäten von N. socialis ansehen wollen; nur möge uns dann die
Frage erlaubt sein, welches denn eigentlich in der Zoologie die Gränzen
von Varietät und Species seien und warum bei einigen Gattungen
die Zersplitterung bis ins Unglaubliche getrieben werde und bei andern
ein ■ höchst unkritisches. und willkürliches Zusammenziehen stattfinde ?
4. N. VITT ATA. Tsch.
-V- fusca facie capiteque nigerrimis, vitta nigra a cervice ad dorsi
medium porrigente; cauda fasciata.
Die Schnauze, der Kopf und der Nacken sind ganz schwarz; von
letzteren verläuft zwischen den beiden Schultern eine breite schwarze
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