
etwas gelb untermischt, da die Basis jeder Feder von dieser Farbe ist. Die
Fittigfedern sind dunkelbraun, die Schwungfedern etwas heller, am äus-
sern Fahnenbarte zeisiggrün gesäumt, der innere ist an seiner Basalhälfte
falb. Die Schwanzfedern sind braun, die beiden mittelsten etwas heller.
Die Ohrgegend ist etwas dunkler; der ganze Unterkörper schwefelgelb,
nur an den Seiten der Brust mit einem etwas dunklern Anfluge.
Die untern Flugdecken sind ebenfalls gelb.
Schnabel und Füsse schwarz. Iris?
Ganze Länge ß 1^", Schnabel 101/*"', Tarse 71/*'". Verhältniss
der Tarse zum Flügel 1 : 5,2.
Lebensweise. Die Tyrannen stimmen in ihrer Lebensweise mit den
Scaphorhynchen ganz überein; sie sind eben so lebhaft und raubgierig
wie diese und bewohnen die nämlichen Gegenden, also die tiefem
Waldrcgionen. Den T. cinchoneti hat der oben erwähnte Herr Phi-
lippi dem Museo in Berlin aus Peru zugesandt.
17. Gen. IfWIAMCMUS® Cab.
»Da der von Swainson gegebene Namen Tyrannula schon früher
anderweitig vergeben wurde und die Gattung in dem Umfange, wie
sie Swainson aufgestellt hat, einer fernem Theilung unterliegen muss,
so habe ich aus dem grossem Theile derselben ein Genus mit dem
Namen Myiarchus gebildet und begreife hierunter diejenigen amerikanischen
Fliegenschnäpper, welche sich von Tyrannus hauptsächlich
durch folgende Kennzeichen unterscheiden:
»Der Schnabel ist platter gedrückt als bei Tyrannus und mit mehr
oder weniger deutlich abgesetzter Firste; die Flügel sind ähnlich wie
bei Tyrannus, aber nicht (oder kaum merklich) ausgerandet und mit
abgerundeten Spitzen. Der Schwanz ist mehr oder weniger ganz-
randig. G. R. Gray (List of Genera of Birds) hat den Namen Myio-
bius vorgeschlagen, diesem aber keine Diagnose beigegeben, sondern
nur Muscicapa barbata Lin. Gmel. (eine gleichfalls zu Tyrannula gestellte,
aber von Myiarchus auszuSchliessende Art) als Typus genannt.
Da diese Art in vielfacher Beziehung von den Tyranninen abweicht
und weit fuglicher in die Abtheilung der Muscicapinen zu stellen sein
möchte, so sind Myiarchus und Myiobius als ganz von einander verschiedene
Gattungen zu betrachten.« Cabanis.
1. M. FEROX. Cab.
Scheitel, Rücken und obere Schwanzdecken sind braungrau, ins
Olivenbraune übergehend, ersterer etwas dunkler. Die obern Flugdecken
und die Schwungfedern sind schwarzbraun, mit einem weiss-
lichen Saume eingefasst. Die Fittig- und Schwanzfedern einförmig
schwärzlich. Die Kehle und die Brust sind weisslichgrau; der Bauch
und die untern Flugdecken schwach strohgelb.
Schnabel, Füsse und Nägel ganz schwarz. Iris dunkelbraun.
2. M. RUFIVENTRIS. Cab.
Oberkörper braun, auf dem Kopfe etwas dunkler, die Stirne und
das Gesicht gehen etwas mehr ins Graue über. Die obern Flugdecken
sind schwärzlich; die Eckflügel an der Spitze und dem äussern Fahnenbarte
weisslich gesäumt; der äussere Fahnenbart der Fittig- und
Schwungfedern in seinem grössten Verlaufe, so wie die Spitze des
innem Fahnenbartes sind schwärzlich, im Uebrigen sind sie lebhaft
rostroth. Ein ähnliches Verhältniss findet bei den Schwanzfedern statt,
nur mit der Ausnahme, dass die beiden mittelsten ganz schwarz und
die äusserste jederseits auch am äussern Fahnenbarte (also nur die
Spitze des innern ist schwarz) rostroth sind. Bei allen ist die Basalhälfte
des Schaftes rostfarben, die Spitze weisslich eingefasst. Kehle
und Vorderbrust sind weiss, jede Feder mit einem schwärzlichen
Schaftstriche. Der übrige Unterleib und die untern Flugdecken sind
weisslich rostfarben.
Schnabel und Füsse schwarz. Iris hellbraun.
Ganze Länge IO", Schnabel 1" 1 Tarse Verhältniss
der Tarse zum Flügel 1 : 5,8.
5. M. NIGRICANS. Cab.
Der ganze Oberkörper ist schwarzgrau; der Kopf, die Kehle und
der Hals etwas dunkler. Die obern Flugdecken, die erste Fittig- und
die Schwungfedern sind an ihrem äussern Fahnenbarte weiss eingefasst,
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