
4. Genus- 3®M©C1EBjÏ jAMSA® Lin.
Die Pr. eapensis Lin-, ein Bewohner des hohen Meeres, nistet
an der südlichen peruanischen Küste auf den nackten Felseninseln, die
in geringer Entfernung vom Ufer stehen. An ähnlichen Localitäten
wird wahrscheinlich auch die P. glaciatoides Smith gefunden. W ir
haben sie nie selbst beobachtet, aber Exemplare gesehen, die von
Schiffscapitänen aus Peru mitgebracht wurden.
5. Genus. 0A L Ä D B O I1A . Illig.
1. H. BERARDI. Quoy.
W ir haben diesen Vogel in der Bai yon Callao erlegt. Er
lammt dort, wie überhaupt an der intertropis.chen Westküste Ton
Südamerika, nur sehr selten Yor. Sehr häufig fanden wir diese Spe-
cies an der Küste Yon Chile und in der schönen Bai Yon San Carlos,
auf der Insel Chiloë.
Zweite Familie. ANATIDÆ.
Gänse.
6. Genus. Lin.
1. A. MELANOPTERUS. Eyton.
Der ganze Körper dieser Gans ist rein weiss. Die Fittig- und
Sckwnngfedern sind mattschwarz; die Eckflügel schwarzgrün, mit
Metallglanz. Die kleinen und grossen Oberflugdecken sind weiss, die
mittleren, welche den Spiegel bilden, lebhaft Yiolet glänzend. Die
Schwanzfedern schwarz.
Schnabel roth, Firste schwarz; Tarsen lebhaft rotbgelb; Nägel
schwarz; Iris braunschwarz.
Ganze Länge 2 ' 8 ", Schnabel 2", Tarse 2« 8 '", Schwanz 8 ".
In Wiegmann’s ArchiY 1843 I. pag. 390. 21 haben wir diese
schöne Gans als neue Species mit dem Namen A. montanus belegt
und ihn, da schon y o u Linné eine A. montanus beschrieben wurde,
in A. anticola im Conspectus Armin Nro. 342 umgeändert. Damals
War uns die treffliche Monographie der Enten yon Eyton noch nicht
bekannt, wo diese Species dem Genus Chloephaga eingereiht ist. In
der Zoolog, of the Beagle Ornitb. pag. 134. pl. 30 ist sie ebenfalls
als A. melanopterus Eyt. genau beschrieben und abgebildet. Die von
uns vorgeschlagenen Namen sind daher zu streichen.
Die Indianer nennen diese Gans »Huachua«. Sie lebt in Peru
paarweise auf dem Hochgebirge, besonders in den sumpfigen Gegenden
der Punaregion, wo sie das kurze Rietgras abweidet. Jung eingefangen
lässt sie sich sehr leicht zähmen, pflanzt sich in der Gefangenschaft
aber nicht fort.
Im Zustande der Freiheit legt das Weibchen vier Eier und
macht sein Nest auf steilen Felsen, gewöhnlich in der Nähe eines
Flüsschens. Sobald die Jungen flügge sind, wirft sie das Weibchen
aus dem Neste. Diejenigen, welche nicht stark genug sind, um zu
fliegen, werden gewöhnlich an den Felsen zerschellt. Das Fleisch der
Huachua ist dunkelroth, hart und zähe. Nur wenn es einige Tage
in der Erde eingegraben ist, wird es weich und beim Kochen
schmackhaft.
7. Genus. ANAS® Lin.
An der peruanischen Küste wird die A. bahamcnsis Lin. häufig
gefunden. In den Lagunas von "Villa, zwischen Lurin und Cliorillos,
sieht man sehr grosse Züge davon. Auch kommen dort die A. mo-
schata Lin. und die A. viduata Lin. vor. Die beiden letzteren leben
auch in den Lagunas der Hochebenen. In den Flüssen der Cordilleras,
besonders in der kältern Sierraregion, findet sich die A. oxyptera
Meyen, die nur paarweise lebt.
Eine nur in den Hochebenen vorkommende Species wird im Museum
zu Berlin aufbewahrt, es ist die
5. A. PUNA. Mus. Berol.
Die Haube, die Seiten des Kopfes bis unter die Augen und der
Nacken sind schwarz, mit einem dunkelgrünen, schwachen Glanze.
Diese Färbung erstreckt sich über die Mittellinie des Halses beinahe