
matter als der Rücken, mit einem wcissen Saume am innern Fahnenbarte;
Kehle, Brust und Bauch schiefergrau, der letztere etwas heller;
Steiss und untere Schwanzdecken orangegelb, eben so der Flügelbug
und die untern Flugdecken.
Schnabel schwarz, an der Basis des Unterkiefers weisslichblau.
Ganze Länge 7", Schnabel 7'", Tarse 10'", Flügel 3 " 9'".
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 4,3.
Forkommen. Die beiden ersten der hier beschriebenen Arten kommen
nur östlich yon den Anden in der Waldregion Yor, die folgenden
(T. frugilegus und analis) und die T. cyanocephala trifft man häufig
in den Fruchtgärten um Lima; wir haben sie weiter nördlich nicht
mehr getroffen, eben so wenig nach Osten über die Binnenregion der
Küste. Die T. igniventris ist ein Bewohner der Cordilleras; wir haben
sie nur in der Cejaregion ungefähr 10,000' ü. M. in Marainioc
getroffen. D’Orbigny fand diese Species ebenfalls in den böhern Gebirgsgegenden
Yon Bolivia.
30. Genus. 9&AMDPI90C2IRLIJS« Desm.
1. R. ATROSERICEUS. Orb.
Haube und Scheitel sind dunkel purpurroth; der Oberkörper, die
Flügel und der Schwanz einfarbig sammtschwarz; die Kehle und die
Brust intensiv dunkel blutroth. Diese Färbung erstreckt sich auch mehr
oder weniger deutlich über den schwarzen Unterleib.
Schnabel glänzend schwarz, an der Basis des Unterkiefers weiss-
lichbraun; Iris tief braun.
Ganze Länge 6" 6 '", Schnabel 9 '", Flügel 3 " 1'", Tarse 9'".
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 4.
Forkommen. Dieser Vogel lebt in grosser Menge auf den niedrigen
Gebüschen der Vorwälder der Anden und erstreckt sich daselbst
durch ganz Peru bis nach Bolivia, wo ihn auch d’Orbigny fand.
31. Genus. Swains.
1. PH. AZAR/E. Cab.
Haube, Nacken, Rücken, die obern Schulter- und Schwanzdecken
sind mennigroth; die Fittig-, Schwung- und Schwanzfedern
dunkelbraun, am äussern Fahnenbarte mit einem hellrothen Saume.
Die Augenbraunen und der ganze untere Theil des Körpers sind sehr
lebhaft scharlachroth.
Schnabel bläulich hornfarben; Füsse schieferblau; Iris braunroth.
Ganze Länge 7" 6'", Schnabel 7'", Flügel 3 " 3 '" , Tarse 12'",
Schwanz 3 " 2'". Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 3,2.
Das Weibchen ist auf dem Rücken grünlich, am Bauche gelb.
2. PH. BIVITTATA. Tsch.
Der Kopf und der ganze Ober- und Unterkörper sind brennend
roth, nur auf der Mitte des Rückens sind einige schwärzliche Federn.
Die Flügel sind ganz schwarz, mit zwei schiefen, schwarzen Querbinden.
Schwanz schwarzbraun.
Schnabel blauschwarz, an der Basis des Unterkiefers bläulich-
weiss; Füsse bläulich bleifarben; Iris braun.
Ganze Länge 6", Schnabel 7,3"', Flügel 2 " 9 '", Tarse 7'". .
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 :4,6.
IVir haben diese Species im Gonsp. Av. Nro. 143 irriger Weise
als neu beschrieben, da sie Lafresnay in der Revue Zoologique 1842
pag. 70 schon unter dem Namen Pyranga bivittata bekannt gemacht
hat. Ihre Stellung ist bei Phoenisoma aber richtiger als bei Pyranga.
Forkommen. Beide Species gehören den Wäldern des östlichen
Südamerika an. Ph. Azarse wurde vom unermüdlichen Azara in Paraguay
gefunden. Sie ist überall ziemlich selten. D’Orbigny sagt Voy.
Ois. pag. 264: »Nach Azara ist sie ziemlich gemein in Paraguay.«
Azara sagt das aber nicht; denn in den Apuntamientos T. I. pag. 339
bemerkt er, dass er zu Ende August mit Noseda einen dieser Vögel
getödtet habe, dass wenige Tage nachher dieser Letztere ein zweites
Exemplar erlegte und dass er erst nach drei Jahren wieder eines getroffen
habe. Von dem Weibchen, welches er als Habia amarilla beschreibt,
hat er nur zwei Exemplare, die er den wilden Indianern
abkaufte, gesehen. Die Ph. bivittata erstreckt sich nicht über 10 0 S.
B. nach Süden, wird aber in Venezuela auch nördlich vom Aequator
getroffen.