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588 Quellenschriften und Erläuterungen.
1812, S. 104). Noch günstiger, als Moorcroft, stellt Strachey (a. a. 0.)
den Verlauf der Jahrszeiten zu Leh dar: nach ihm fehlen daselbst die
Nachtfröste von Mitte April bis Mitte September, der beständige Frost
dauere nur von Anfang November bis Ende Februar.
71. Moorcrpft [Quarterhj revieio, 1838. 1. p.l69) : die Gerste wurde
in Leh den 18. Mai gesäet, den 12. September geerntet.
72. Hook er [Flora indicch 1- p. 215. 227) schloss aus der Feuchtigkeit
des Klimas am Brahmaputra, dass das westliche Tibet beträchtlich
dürrer sei,, als das östliche. Diese Meinung schien dadurch unterstützt
zu werden, dass nach Turner zu Schigatse am Yaru im Sommer häufige
Eegenschauer vorkommen, eine Nachricht, die seitdem durch die Reise
der beiden Punditen bestätigt worden ist. Allein, was sie übrigens berichten,
beweist, dass das Thal des Yaru noch dürrer ist, als das des
Indus. Es ist daher eine bemerkenswerthe Thatsache, dass Klimate, die
zu den trockensten und feuchtesten der Erde gehören (Tibet und Assam),
hier geographisch so nahe zusammengerückt sind.
73. Montgomer i e (Peterm. Mitth. 1868. S. 290).
74. Schlagintwei t (Peterm. Mitth. 1865. S. 365. 371).
75- Die Nachricht, dass am Yaru der Damastrauch [Caragana versicolor)
vorkommt und daselbst das einzige Brennholz liefert [Hooker, FL
indica, 1. p. 227), beweist in Verbindung mit einigen anderen spärlichen
Angaben, die man bis jetzt über die Vegetation von Gross-Tibet besitzt,
die Uebereinstimmung mit dem Indus-Thal in Ladak.
76. Von kultivirtem Obst in KleinTibet werden von Moorcroft und
Royle erwähnt: Aepfel, Wallnüsse, Pfirsiche, Aprikosen tind Sarsin
[Elaeaf/nus Moorcroftiana].
77. Johnson [Joiirn, fjeogr, soc, 1867. p. 30) erwähnt Pappeln am
Künlün, aber scheint keinen zusammenhängenden Waldgürtel berührt zu
haben, als er die Pässe nach Ilchi zweimal überstieg. Nach Schlagintweit
(Note 71) reichen daselbst Wälder aufwärts bis 8500'.
78. Jacque7nont, Voijage dans VInde, 2, p. 298: Jahrcsb, f. 1844.
S,49.
79. Schlagintweit (Münchener Sitzungsber. 1861. S. 26).
SO. Gr i s eba ch, Gramineen Hochasiens (Nachrichten der Göttinger
Ges. der Wissensch, f. 1868. S. 65—67). Beispiele der Verbindung mit
der kaspischen Steppe sind: Elyymis dasystachys, ScMsmiis mimitm, Lasiagrostis
splendensj Stiim Szovitsiana; von diesen wurde Lasiagrostis spiendens
von Thomson noch im Niveau von 15000' gesammelt, während dieses
Gras zugleich am kaspischen Meer, vorkommt, ohne in seiner Gestaltung
geändert zu sein. Das höchste Niveau, aus welchem eine tibetanische
Graminee vorliegt, ist 16900' [Poa altaica, von Thomson gesammelt) :
ebenso hoch steigt am indischen Himalaja Festuca ovina var. alpina Gaiid.
(von Hooker in Sikkim gesammelt).
81. Niveau der Gobi. Die mittlere Plateauhöhe (Note 2) wurde auf
dem Durchschnitt von Kiachta nach Peking von Fuss und Bunge zu 4000'
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IV. Steppengebiet. 589
bestimmt, aber in der Mitte senkt sich hier die Hochebene bis 2400'
(Humboldt, Centraiasien, 1. S, 32). Die Hochsteppen von Daurien haben
nur ein Niveau von 2000—2800' (Eadde, Reisen im Süden von Ostsibirien,
in den Beiträgen zur Kenntniss des russischen Reichs, 23. S. 354). Johnson's
Höhenmessungen in Khotan [Jotirn. geograph. soc. 1867. p. 31) umfassen
9 Orte in der weiten Ebene zwischen Yarkand und Kiria (78—80 0
0. L.): als Mittel ergab sich für die Lage der Hauptstadt Ilchi ein
Niveau von 4250', die äussersten Werthe waren 3870 ' und 4460 '.
82. Humboldt , CentralasiQn, 1.S.393. Wie Humboldt selbst über
die hier begründete Niveauschätzung von Thianschannanlu in Zweifel
blieb, ergiebt sich daraus, dass er Kaschgar im Texte eine Höhe
von 2640', auf seiner Karte von Centraiasien dagegen von 3600' zuschreibt.
83. Humboldt , das. 1. S. 605; Johnson (a. a. 0.) p. 6.
84. Wal ichanow (Erman's Archiv für Kunde von Russland, 21,
S. 605—636). Dieser russische Officier kam in der Mitte des September
1858 über den Thianschan nach Kaschgar und verweilte daselbst bis Anfang
März 1859. Seine Daten beziehen sich ohne Zweifel auf den Julianischen
Styl und sind hiernach im Texte um 12 Tage zurückverlegt.
85. Johnson (a, a. 0. p. 5); Walichanow (a. a. 0. S. 606.
616. 620).
86. Turczaninow, Flora der Baikalgegenden [Bullet des naturalistes
des Moscou: Jahresb. f. 1842. S. 398).
87. Timkowski (Reise nach China) erwähnt im Sommer meist
nördlicher Winde, im Winter Schnee bei westlicher Luftströmung.
88. Radde, Reise im Süden von Ostsibirien (a.a.O. S. 348--438).
In den Thälern der daurischen Plateau's fehlt nach diesem Reisenden der
Humus fast gänzlich, der Boden ist mit Gerollen bedeckt. Das Niveau
wechselt daselbst zwischen 2000' und nicht völlig 3000'.
89. Baer , kaspische Studien, S. 123.
90. Wi l lkomm, Strand- und Steppengebiete der iberischen Halbinsel
(Jahresbericht f. 1852. S. 14, wo die sinnreiche Idee des Verfassers
noch nicht gewürdigt wurde ; später habe ich mich durch Beobachtungen
der Formenreihe von Atriplex hastatum an der Nordseeküste von deren
Annehmbarkeit überzeugt].
91. B a s i n e r [Bullet, detacad, dePetersh, 2. p. 199: Jahresb.f. 1843.
S. 43 ; dessen Reise nach Chiwa in den Beiträgen zur Kenntniss des russ,
Reichs, 15. S. 93: Jahresb. f. 1848. S. 373 u. 434).
92. Meine Sammlung enthält gegen 100 Arten von Traganthsträuchern:
unter diesen sind 47 aus Persien und Afghanistan, 16 aus Armenien
und Kurdistan, 15 aus Anatolien, 5 aus Transkaukasien, 3 aus
Syrien, laus der Krim, und 10 aus dem übrigen Südeuropa. Die persischen
Arten sind indessen durch die reichen Gaben Bunge's, des Monographen
der Gattung ^«¿/T/i/ate, besser vertreten, als die aus den übrigen
Gegenden des Orients, Nach einer mündlichen Mittheilung schätzt