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564 Quellenschriften nnd Erläuterungen.
bei Teramo (42^40'; Schouw, die Erde, die Pflanzen und der Mensch,
S. 93); genauere Nachrichten besitzt man von der immergrünen Vegetation
in den Maremmen von Toskana, wo wenigstens einzelne Küstenpunkte,
wie die Halbinsel des Argentario bei Orbetello (420 20') eine
grosse Anzahl ligurischer Pflanzen und sogar die Zwergpahne besitzen
{Suiiti, viaggio per la Toscanüy 2. p. 172).
25. In Rom fallt im Sommer 3 " Eegen, in Genua 6 " [Schouw, climatj
p. 150), aber die drei Zoll in Rom vertheilen sich auf 15 Regentage (das.
p. 196: vergl. oben Note 17). Die Januarwärme beträgt in Rom 5^,7 R.
(etwa 10 weniger, als in Nizza), die des Juli 19^,1, also die Differenz
des wärmsten und kältesten Monats 130^4 (1^/2^ mehr, als in Nizza : das.
p. 95). Bei Dove sind die Angaben über die Unterschiede des Regenfalls
in Rom und Genua noch grösser (klimat. Beitr. S. 120), die über die
Temperatui'diiferenz der extremen Monate etwas geringer (Temperaturtafeln,
S. 25).
26. Wie wenig die Regenmenge auf die A^egetation wirke, zeigt die
Erfahrung, dass, während nach Marceide Serres der durchschnittliche
Regenfall in Montpellier 28—29 Zoll beträgt, im J. 1807 nur 17" 3"^
fielen und dieses Jahr doch die reichste Ernte an Weizen, Wein und Oel
gab (Daum, Bemerkungen, S. 33).
27. Schouw { climat, p. 195). Die Menge der Niederschläge beträgt
in Venedig 3 2 i n Mailand 35 in Brescia 47 und inTolmezzo 90 "
(das. p. 139), die Vertheilung derselben nach den Jahrszeiten verhält sich
in Mailand so, dass im Winter 21, im Erühling 24, im Sommer 24 und im
Herbst 31 Procent der Gesammtmenge fallen (das. p. 148).
28. Die mittlere Januarwärme? des Pogebiets beträgt in Mailand
+ 00,5 R. , in Bologna + lo,7, dagegen in Triest + 20,8. Vergleicht
man damit die Mittelwärme des Juli (Mailand 19 0^ Bologna 20 oj^ Triest
180)^ so ergeben sich als Temperaturunterschiede des kältesten und
wärmsten Monats die Werthe 18^,5 und 19 0 für die beiden ausserhalb der
immergrünen Region gelegenen Orte und nur 150,2 für die illyrische
Küste, die innerhalb derselben liegt (Schouw, p. 95).
29. In Triest ergaben die Messungen des jährlichen Niederschlags
41 in Venedig 32" (Schouw, p. 140). Im Sommer fallen in Triest 9",4;
in Venedig S ; Winter und Frühling weichen an beiden Orten nur wenig
vom Sommer ab (das. p. 148). Venedig hat im Sommer 19^ Mailand
18 Regentage (das. p. 195).
30. 31. Bartling, de litoribus maris lihurnici, p. 29; Lorenz,
physikalische Verhältnisse im quarnerischen Golfe, Karte; Grisebach,
Reise durch Rumelien, 2. S. 370.
32. In Janina (1280' hoch) beträgt der Unterschied der Mittelwärme
des kältesten und wärmsten Monats 170^6 R. (Jan. + 10,7; Aug. 190,3;
Schläfli, Klimatologie von Janina in den Schweizer Denkschr. f. 1862),
in Athen 170^7 (s. Note 4), in Konstantinopel 150^4 (Jan. -¡- 30^8; Juli
190,2: Tchihatcheffy Aste mineiire, 2. p. 15, nach 10jährigen Messungen.
III. Mittelmeergebiet. 565
Nach seinen späteren 16jährigen Messungen, wovon die Monatsmittel
nicht angegeben sind, beträgt daselbst die mittlere Wintertemperatur
40^2 R., die des Sommers 17 0^7 : le Bosphore, p. 251).
33. Unger , Ergebnisse einer Reise in Griechenland, S. 203.
34. Gr isebach, a. a. 0. 2. S. 372. Hier ist eine Uebersicht der
Grenzen der immergrünen Region nach Leake [Northern Greece) und
Pouqueville [Voyage en Grèce) zusammengestellt.
35. Unger , a. a. 0. S. 192. 'Wenn er unter den Fällen, die für die
von ihm widerlegten Ansichten sprechen, auch die Insel Tassos erwähnt,
so ist zu bemerken, dass hier noch jetzt die Wälder bis an die Küste
reichen.
36. Die jährliche Regenmenge betrug in Athen 9",2 (J. Schmidt
a. a. O.), in Janina fielen die 48'^ so unregelmässig, dass die Zahl eigentlicher
Regentage im Jahre nur auf 52 geschätzt wurde (Schläfli, a. a. 0.).
Selbst auf der südlichen und westlichen Abdachung des Peloponnes soll
die jährliche Regenmenge nach Boblaye mehr als einen Meter, also nicht
viel weniger als in Janina, betragen (Dove, klimatol. Beiträge, S. 115).
37. Die Depression des Landes in der Gegend des Amselfeldes ergiebt
sich aus folgenden, angenäherten Niveaubestimmungen : Ebene des
weissen Drin bei Ipek 1100', bei Prisdren 700'; Tettovo im Quellgebiet
des Vardar 850', Ueskueb 560' (Grisebach, a. a. 0, 2. S. 112, 127, 320).
38. Der Unterschied der Mittelwärme des kältesten und wärmsten
Monats beträgt in Smyrna 18o,l R. (Januar 50,2; Juli 230^3), in Tarsus
140,1 (Jan, 90,3; Juli 23«,4: Tchihatcheff, Asie mineure, 2. p. 369). Ungeachtet
der hohen Januarwärme ist indessen die Küstenebene von Cilicien
«in manchen Jahren zwei bis drei Tage lang von Schnee bedeckfci
(Kotschy, Reise in den cilicischen Taurus, S. 340) : das Temperatur-
Minimum liegt nämlich unter dein Gefrierpunkt (— 00,4 R. : Tchihatcheff
a. a. 0. p. 203). In Chios vertheilen sich die 62 Regentage so, dass in
den drei Sommermonaten nur ein einziger vorkam (10. Juni), die meisten
in den Januar undMärz fallen (24 : das. p. 251); in Tarsus hat der Sommer
5 Regentage und in dieser Jahrszeit ist leichte Bewölkung, ohne dass es
zu Niederschlägen kommt, häufiger, als im Winter und Herbst, weil hier
der Sommerpassat wegen der Nähe des Taurus die Küste nicht berührt,
im Sommer südliche Seewinde, im Winter nordöstliche Landwinde überwiegen,
aber diese lokalen Abweichungen haben auf die Vertheilung der
Niederschläge keinen merklichen Einfluss : der Herbst hat 12, der Winter
13 und der Frühling 16 Regentage (das. p. 223, 225). In dem Taurus
selbst traf nämlich Kotschy den über ganz Anatolien wehenden Passat,
der als Nordnordost während der drei Sommermonate daselbst vorherrschte
und sich zuweilen zu heftigem Sturmwind steigerte (a. a. 0.
S. 355), gerade wie Mistral und Bora bei der so ähnlichen Bildung des
Küstengebirgs.
39. Tchihatcheff a. a. 0. p. 373. Die für die Vegetation bezeichnenden
Werthe des Klimas von Trapezunt und Konstantinopel sind
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