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546 Qiiellenschriften und Erläuterungen.
Pimis Larix L., Cemhra L. ii. Picea L. (s. o. im Texte).
OrcJiis glohosa L. Pyrenäen—Kaukasus. Volhynien, rodolion.
Yeratrum nignim L. Alpen—Ostsibirien. Volliynien, Kursk.
Einige Arten vermitteln diese Reihe mit den unter gleichem Meridian im
Norden wiederkehrenden Alpenpflanzen, indem sie, in Norwegen und
Lappland auf die Gebirgsregionen beschränkt, im russischen Tieflande
gleichfalls vorkommen. Dahin gehören :
Miäffedium alpinnm Less. Lappland.
Kasan.
Betula nana L. Norwegische Fjelde.
Lithaiien, Moskau.
Nigritella angnstifoUa Rieh, ,,
Livland, Lithaiien.
Xeratnvm albtim L. Lappland.
Litliauen.
119. Chr ist , die Verbreititng der Pflanzen in der alpinen Eegion
der europäischen Alpcnkette (vergl. Jahresb. in Behm' s geogr. Jahrbuch,
2. S. 198).
120. Den bekannten Beobachtungen Da rwin' s an Sumpfvögeln, die
keimfähige Samen selbst im Schmutz ihrer Extremitäten beherbergen,
füge ich hier noch ein Paar neue Thatsachen dieser Art bei: Rad de
fand in den daurischen Steppen im Magen von Anas hoschas Samen von
Lepidiiim, bei Sijn'haptes paradoxiis von Thermopsis (Eeise in Ostsibirien,
S. 392); M. Wa g n e r erwähnt die Erfahrung eines Pflanzers aus Mittelamerika,
dass einer der häufigsten Bäume der dortigen Savanengehölze
[Daranta] nur dann keimen soll, Avenn die Samen durch den- Darmkanal
der Tauben gegangen sind und also durch deren Exkremente gleichsam
gedüngt werden (Sitzungsberichte der bairischen Akad. 1866, vergl.
Jahresb. in B e hm' s geogr. Jahrb. 2. S. 216).
121. Martins in Ann, sc. nat, 18. p. 193, vergL Jahresb. f. 1842.
S. 373. Ich vermuthete früher, dass die Ursache der abweichenden
Höhen- und Polargrenzen nur darin liege, dass die verglichenen Arten
nicht identisch seien, dass namentlich die Wintereiche (Q. Robiir), die
auch in Skandinavien weit hinter der Sommereiche (Q. pedunmlata) zurückbleibt,
an der Grimsel die Buchengrenze nicht erreiche. Seitdem hat
Sendtner (Vegetationsverhältnisse Südbayerns, S. 502) indessen gezeigt,
dass auch die Sommereiche, die im Norden so weit jenseits der Buchengrenze
verbreitet ist, in den Alpen sehr beträchtlich unterhalb der Buche
zurückbleibt, wenn auch nicht so weit als die Wintereiche {Quercus Rohm-
— 1800', Q. peduneidata — 2925'; Fagus - 4369', lokal — 4555', in
Strauchform — 4815'). Durch diese Beobachtungen ist also die Richtigkeit
von Wahlenberg's Ansicht in Bezug auf die Eichen und Buchen
festgestellt.
122. Martinis (a. a. 0.). An der Nordseite der Grimsel im Berner
Oberland ist die Reihe der Höhengrenzen von den wichtigeren, auch im
nördlichen Europa einheimischen Bäumen nach den Beobachtungen dieses
Naturforschers folgende: Eiche - 2460', Buche - 3030', Fichte (P. AUes)
— 4760 ', Birke — 6080Cembra-Kiefer (P. Cemhra) — 6465'. Weder die
Buclie, noch die Fichte erreichen hier, nach Massgabe ihres Vorkommens
in den Alpen überhaupt, ein Niveau, bei dem sie noch gedeihen könnten.
II. Waldgebiet des östlichen Kontinents. 547
123. Heer , die obersten Grenzen des thierischen und pflanzlichen
Lebens in den Alpen der Schweiz, vergl. Jahresb. f. 1845. S. 20.
124. Martins, du Spitzherg au Sahara, vergl. Jahresb. in Behm's
geogr. Jahrb. 2. S. 195.
125. Gr i sebach, Vegetationscharakter von Hardanger, S. 10.
126. Schlagintwei t , physikalische Geographie der Alpen, S. 584
bis 596, vergl. Jahresb. f. 1850. S. 33 : hier beide aus den Alpen angeführte
Werthe.
127. S chübe i e r , die Kulturpflanzen Norwegens, S.57. 61; Berghaus
in Behm's geogr. Jahrb. 1. S. 258. Die Angaben bei Schübeier und
anderen skandinavischen Beobachtern in norwegischen Fussen (1' =
0'/)66 Par.) sind im Texte auf Pariser Mass reducirt und abgerundet.
128. Gr i sebach, ilardanger, S. 9. 18. 20. 21; B e r g h a u s a a. 0.
129. Das klimatische Verhältniss der westlichen Fjorde zu dem östlichen
von Christiania ergiebt sich aus folgenden Messungen unter 60 o
N. B. (Dove's Temperaturtafeln, S. 35) :
Bergen. Winter + 10,0; Sommer IJO 8; Unterschieddes Januaru. Juli 12o,2.
Ulbensvang ,, OO; ,, 1L>0^5; ,, ,, „ ,, 140.
(im Innern des
Hardanger Fjord).
Christiania. „ --30,5; „ 120,2; „ ,, ,, ,, ,, 170,5.
130. An dem westlichen Abhang des Folgefond finde ich die lokale
Depression der Höhengrenzen 790 an dem östlichen 390'; die Elevation
am Filefjeld (610) beträgt 870', amHorteigen fOOO), der demFjeldplateau
aufgesetzt ist, aber der Küste näher liegt 510' (vergl. Grisebach, Hardanger
a. a. 0.).
131. Lund, zweite Reise in Finmarken (Botaniska Notiser f. 1840,
vergl. Jahresb. f. 1846. S. 12).
132. Wa t son, geogr. Vertheilung der Gewächse Grossbritanniens :
deutsche Ausgabe von Beilschmied, S. 58. 228. 232; desselben riants of
the Grampians in Journ. of Bot, 1842, p. 50. 241, vergl. Jahresb. f. 1842.
S. 380 : engl. Fuss auf Pariser Mass reducirt und abgerundet. Ueber die
Birkengrenze sind hier die beiden Werthe J900' und 2500' neben einander
gestellt, von denen der letztere schon deshalb den Vorzug verdient,
Aveil die Kiefer nachWatson bis 2100' ansteigt und doch unter der Birke,
wie in Norwegen, zurückbleibt.
133. Kowa l ski in dem Werke der von der Petersburger geogr.
Gesellsch. ausgerüsteten Expedition »der nördliche Ural« (Jahresb. f. 1853.
S. 5 : engl. Fuss reducirt).
134. Les s ing (Linnaea, 9. S. 149). Die Fichte, welche die Baumgrenze
am Iremel bildet, wird hier als Ahies (Tanne) mit der Bemerkung
bezeichnet, dass die genauere Artbestimmung noch zu erwarten sei; indessen
kann dabei nur an die Frage gedacht werden, ob dieselbe Phms
Ahies selbst oder deren sibirische Varietät sei.
135. Die imtere Grenze der alpinen Eegion dos Ural (unter (MO) nach
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