
•i
(
•: Í
-U, i .
570 Quellenschriften und Erläuterungen.
53. Boissier, Voyage en Espagne, p, 113. Auf Willkomm's Vegetationskiirte
von Spanien umfasst die Kulturgrenze der Citrus-Arten nur
die drei Küsten von Siidgalicien bis Catalonien, aber Boissier bemerkt,
auf die Angaben von Gay sich stützend, dass sie auch an der Nordküste
(in Asturien) fortkommen.
54. Vertikale Verbreitung der Agrumen (vergl. Note 6 u. 7) :
Granada — 2000' (Boissier a. a. 0.).
Nizza — 12—1300' (Daum, Bemerkungen S. 103).
Aetna — 1900' (Philippi a. a. 0., jedoch nach Gemellaro hier ebenso
hoch ansteigend, wie der Oelbaum).
Cypern — 1500' (Unger, Cypern, S. 355).
55. Un g e r , daselbst S. 459.
56. Gr i sebach, Eeise durch Rumelien, 1. S. 282.
57. Durch Nichtbeachtung des Variationskreises ist Qiiercus Aegilops
als Art sehr verdunkelt worden. Wiewohl Linné sie irrthümlich
nach Spanien versetzte, ist sein Name doch nur auf die durch ihre grossen
Eicheln ausgezeichnete Velani-Eiche zu beziehen, da er auf den Handel
mit diesen Früchten ausdrücklich Bezug nimmt. Erneute Untersuchungen
führten mich zu demselben Ergebniss, wie Hooker [Linn, Transad. 23.
p. 384). Ich berichtige daher, nun auf ein weit grösseres Material mich
stützend, meine frühere Auffassung, indem ich die vier genannten Arten
auf folgende Weise unterscheide: Q. Aegilops X., Hook, Blätter
eiförmig-oblong, selten schmaler (Q. trojana J. Sp,, Q. Aegilops Oliv,),
unterwärts meist grau-behaart : Lappen gewöhnlich abgerundet oder mit
kurzer Spitze ; Becher gross mit schmalen, langen, zurückgeschlagenen
Schuppen. Syrien u. Kleinasien bis zu den jonischen Inseln (Olivier).
— 2ö. Q. Libani Oliv. Blätter oblong-lanzettförmig, glänzend, glatt :
Lappen mit nadeiförmiger Spitze ; Becher gross : Schuppen grösstentheils
deltaförmig und mit kurzer Spitze. Libanon u. Kleinasien. — 3^. Q. castaneifolia
<7. A. M, (Q. Aegilops Spicil. rnm., Q. macedónica A. OL),
Blätter der vorigen Art, zuweilen unterwärts schwach behaart ; Schuppen
des Bechers grossentheils schmal und zurückgeschlagen : «Mazenderan,
Talüsch«, Georgien, Kleinasien, Macédonien, Albanien. — 40. Q, pseiidosuber
Sa7it. (Q. Sziber Gr, Reise durch Rumelien, 2. S. 354). Blätter
oblong, schwach sinuirt, unterwärts behaart; Stamm mit Korkrinde;
Becher klein: Schuppen grösstentheils deltaförmig. Albanien, Italien,
Algerien (Q. castaneifolia Coss, in pl, Kralik 143!). — Früher hatte ich
die drei ersten Arten als Formen einer einzigen betrachtet, und ich muss
auch jetzt noch gestehen, dass die Grenzen schwer festzuhalten sind,
Qiiercus trojana sich Q. castaneifolia beträchtlich nähert und nachHooker's
Abbildungen die Eicheln an demselben Baum in sehr verschiedener Grösse
vorkommen, auch die Form der Becherschuppen höchst veränderlich ist.
Ich halte es daher für recht wohl möglich, dass künftig meine frühere
Ansicht sich doch noch bestätigt. Wenn ich dagegen nach Visiani's
Auffassung die Korkeiche als Spielart von Q. Hex aufführte, so war dies
III. Mittelmeergebiet. 571
auch in sofern unrichtig, als ich in der albanischen die italienische Eiche
Santi's noch nicht erkannt hatte.
58. Gr i s eba ch. Reise durch Rumelien, 1. S. 200.
59. Das. 1. S. 246.
60. W i l l k o m m in Bot. Zeit. 1846, vergL Jahresb. f. 1845. S. 25.
61. Die beiden seltensten Eriken des Dép. Gironde [E, medüerranea
u. lusitanica) blühen daselbst erst im Januar [Grenier, FL de France, 2.
p. 429. 433).
62. Der Granatbaum belaubte sich in Marseille erst m der Mitte des
April, später als die Linden, Eichen und Ulmen (Vaupell, Nizzas Vinterflora,
p. 16: den Î4. April begannen Punica und Vitex agnus castus auszusch6l3a.
g eCn)o .s s o n beobachtete Wälder von Mandelbäumen zu hc ai.ü 1a •i n
Algerien [Ann. sc, nat, I. 19. p. 429, vergl. A. de Candolle, Geogr. bot.
p. 889). .
64. A. de Cundolle, Geogr, hol. p. 856.
65 Metzger, landwirthschaftliche Pflanzenkunde, S. 398. 404.
66^ Gr i s eba ch, Reise durch Rumelien, 2. S. 149. Die Region der
Silberlinde in Macédonien ist auf das Niveau von 1200-1500' eingeschränkt.
.
67. Das. 1. S. 340. Tchihatcheff, Asie mineure. Botanique, I. p. 4bi.
68 Belaubung des Feigenbaums in Nizza am 30. März (Vaupell,
Nizzas Vinterflora, S. 15), in Hyères am 5. April (das. S. 16), Am Bos-^
porus belaubt sich die Ulme zu Ende April, der Feigenbaum im Marz
[Tchihatcheff, le Bosphore et Constantinople, p. 216).
69. Gr i sebach, Reise durch Rumelien, 1. S. 171.
70. Unger u. K o t s c h y , Cypern, S. 144.
71. Bertoloni, Flora italica, 10. p. 266..
72. Tenor e, viaggio per diverse parti d!Italia, 4. p. 140.
73. Die Systematik der europäischen Pinus-Arten scheint besonders
dadurch verdunkelt zu sein, dass die klassischen Abbildungen Lambert's
nur wenigen Botanikern zugänglich waren. So muss ich der übrigens
sorgfältigen Arbeit Chr i s t ' s (Verh. der natiirf. Gesellsch. in Basel f.
1863) gegenüber das Ergebniss meiner eigenen Untersuchung festhalten.
Seine P. hrutia ist nichts anders, wie meine und Lambert's P. maritima,
die er irrig zu P. halepensis zieht. Dass P. hrutia Tenore's dagegen die
P halepensis selbst sei, ergiebt sich aus einem von mir aufbewahrten
Zapfen, den Blasius aus dem im botanischen Garten zu Neapel von der
durch Tenore bezeichneten P. hrutia mir überbrachte. Diese ist demnach
auch P. pyrenaica Parlatore's [FL italiana 4. p. 43. exclus, syn.
Lapeyr.),
74. Die in Griechenland unterschiedenen Edeltannen [Pmus cephalonica
u. a.) sind nur Variationen derselben Art (vergl. Unger, Reise in
Griechenland, S. 93). Dasselbe gilt nach Pariatore [DC, prodr, 16. p. 421)
von P. Nordmanniana Stev.
l
*
é >j' '