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586 Quellenschriften und Erlituterungen.
dass Kämpter's Beschreibung und seine Exemplare zu Scorodosma ge -
hören , während die Nachrichten über die Gewinnung des Gummiharzes
sich auf die Pflanze von Laristan beziehen. — Von den übrigen persischen
Umbelliferen, welche Gummiharze liefern, sind sicher ermittelt JFVt/ì/ìì
eruhescens JBoiss. für das Galbanum und Dorema ammoniacimi für das
Gummi Ammoniacum: ob das Sagapenum von Fenda Szovitsiana 1)0.
stamme, ist noch bestimmter nachzuweisen.
5'1. Behm, geographisches Jahrbuch, 1. S. Ol.
55. Die Zahl der Frucht tragenden Dattelpalmen soll in der Oase
Chabbis über 100000 betragen (Bunge a. a. 0. und in Peterm. Mitth. f.
1800. S. 214. 223). Diese Oase, so wie die von Tebes besuchte Bunge
selbst: auch in der letzteren zählen die Dattelpalmen nach Tausenden
und sind, wie dort, von Orangen begleitet.
5(). Niveaubestimmungen aus Afghanistan [Hooker n, Thomson, Flora
ìndica y 1. p. 253) : längs der centralen Gebirgskette, von welcher die
Solimanberge der Karten nur die Ausläufer der östlichen Contreforts am
Indus sind, liegen Kabul (34o N. B.) 0000 ^ Ghazin (3372^^) ^^250', Quetta
(30'Ì) 5200', Kelat (29o) 7800 ' (s. Note 1) ; die Gebirgskette selbst erreicht
Höhen von 9000-13000 ', der Gipfel Koh-i-Baba im Hindukusch 15640'
Bamian am Fusse desselben unter 35o 7900') ; in der westlichen Hälfte
von Afghanistan wurde das Niveau von Kandahar zu 3200' bestimmt.
57. I rwine [Jotirn. of Asiat, soc, of Bengal: Jahresb. f. 1814. S.40),
58. Hooker u. Thomson, Flora indica, 1. p. 254.
59. Gr i f f i t h (bei Martins in den Münchener gelehrten Anzeigen :
Jahresb. f. 1842. S. 405).
00. Stocks [Hooker^ Journ. of Botany, Vol. 4: Jahresb. f. 1852.
S. 02).
01. Das. (Vol. 2: Jahresb. f. 1850. S. 55).
02. Eigenthümliche Obstbäume in Kabul sind der Sinjet [Elaefuinns
orientalis) und eine Theophrastee [Fd(jeiooYthia haxifolia: Irwine a. a. 0.) .
Von südeuropäischen Früchten worden daselbst namentlich Pfirsiche,
Aprikosen, Mandeln, Feigen und Granatäpfel erwähnt (Stocks a. a. 0.). —
Uebev die Zwergpalme von Attok und Beludschistan [Chamaerops Ritchieana
Griff\] sagt Hooker [FL indica, 1. p. 250), dass sie mit der südeuropäischen
vielleicht identisch sei, was wegen der unterbrochenen Verbreitung
höchst auffallend sein würde. Auch bestätigt sich diese Vermuthung
nicht, indem nach Wendland's Untersuchung dieselbe sogar
generisch von Chamaerops zu trennen ist {Nannorops WendL ined.),
03. Humboldt, dem hierin die Engländer folgen, unterschied vom
Himalaja, als der indisch-tibetanischen Kette, den Künlün: zwischen
beiden schalten als besondere Hauptkette die Gebrüder Schlagintweit den
Karakorum ein, dessen Pässe Thomson als Botaniker erreicht hat. Von
der Flora des Künlün, den nur A. Schlagintweit und Johnson bis jetzt
überschritten haben, besitzen wir nur erst dürftige Nachrichten.
04. Die höchsten Gipfel sind der Gaurisankar (Everest/ in Nepal
IV. Steppengebiet, 587
27200' und der Da-psang im Karakorum 20430 ' hoch ; der Künlün erhebt
sich bis 20040' (Schlagintweit in Münchener Sitzungsber. f. 1801. S. 19).
05. Thomson [Hooker, London Journal of Botany ^ 7. xmii Journal
of Botany, 1.: Jahresb. f. 1848. S. 385—389).
00. Gerard (bei Royle, Illustrations of the Botany of the Himalayan
numntains).
07. Niveau der beiden Hauptthäler dos Indus und Yarn: Wasserscheide
in der Nähe des Mansarawur-Sees 14450' (Schlagintweit a. a. 0.
S. 14: ; Leh 10800' (Ders. in Peterm. Mitth. 1805. S. 235); Hlassa 10950 '
(Montgomerie nach der Messimg der beiden Punditen, Peterm. Mitth.
1808. S. 289). Am Indus nimmt Hooker [Flora indica, J. p. 210) als Westgrenze
der tibetanischen Flora die Gegend von Rondu, etwas unterhalb
Iskardo (0750 ') an, wo der Coniferenwald beginnt, allein er bemerkt, dass
unterhalb Leli der Charakter der Vegetation dem von Sind ähnlicher
wird, Aveshalb ich das Niveau von 10000' als Scheidepunkt bezeichnet
habe. Die Mittelhölie der ganzen tibetanischen Bodenanscliwcllung bestimmt
Strachey auf 14000' [Journ. of yeoyr. soc. 1853); das mittlere
Niveau der Hochebenen im Karakorum und Künlün beträgt (nach 5 Angaben
bei Schlagintweit) etwa 15000'; als mittlere Höhen der Pässe über
die Hauptketten rechnet dieser Keisende im indisclien Himalaja 10700',
im Karakorum 17500', im Künlün 10000'. Die obere Grenze des Getraidebaus
in Klein-Tibet fand derselbe bei 13800' (Münchener Sitzungsberichte,
1801, S- 25) ; in Gross-Tibet reicht das Getraide nach der Messung
der Punditen (a. a. 0. S. 230) nur bis J3100'. Kübon und Rettige,
die letzten Produkte des Ackerbaus, werden nach Hooker in Tibet sogar
bis zum Niveau von 14100' gepflanzt {Jomn, of Botany, 2.: Jahresb. i\
1850. S. 50). Das höchste Niveau, wo Bäume fortkamen, wurde zu
12030' bestimmt [Po^ndus etiphralica im Klostergarten von Mangnang;
Schlagintweit, Miinchener Sitzungsber. f. 1805. S. 258), allein Thomson
hatte eine Myricarie von baumartigen Wuchs noch bei 13380' Avachsen
sehen (s. u. Text), luul er beobachtete Ju)ii2jci'us foeiidissuna sogar bis
14075' (nach der seinen Exemplaren beigelegten Etikette 5000—15000'
engl.). Das höchste, permanent bewohnte Dorf in Tibet, Chushul, liegt
13400', das Kloster Ilanle in Ladak 14184' hoch (Schlagintweit das.
S. 250).
08. In Leh beträgt die Jahreswärme + l; die des Sommers 12",7 ;
des Winters — (io,8 (Schlagintweit, Sitzungsber. a. a. 0. S. 235;. Die
Sommerwärme in Stockholm ist J2(\8; in Alten 1)0,5 (Dove's Temperaturtafeln)
.
09. Nach den Untersuchungen Schlagintweit's (a. a. 0. S. 240) nimmt
die mittlere Temperatur in llochasien bei einem Niveauunterschied von
350' (300'engl.) um I o F. ab. Hiernach würde an der Getraidegrenzo
in Tibet (13800') eine Sommertemperatur von etwa R. anzunehmen
sein.
70. Jloorcroft, travels in the Himalayan provinces (Jahresb. f,
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