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576 Quellenschriften und Erläuterungen.
S. 13); E n g e l h a r d t u, P a r r o t {Mem, deiacad. dePétersh. 1841,p. 383:
Jahresb. f. 1841. S. 420).
133. Allgemein verbreitete Monotypen : eine Leguminose : SimrUuni;
2Cruciferen: Carrichtera, Calepiiia; 1 Primulacee : Coris; 1 Convolvulacee:
Cressa: 1 Labiate: Rosmarinus; 6 Synanthereen : Gatyona, Zazmtka,^
Geropogon, Notobasis, Tyrimnus, Diotis.
134. Monotypen, die einzelne Abschnitte des G-ebiets verknüpfen:
Pentapera (Ericee in Sicilien und Cypern) , Apteranthes (Asclepiadee an
vier Standorten beobachtet, auf den beiden kleinen Inseln Lampedusa
und Linosa zwischen Sicilien und Tunis, sodann bei Oran in Algerien und
an der gegenüberliegenden spanischen Küste bei Almeria), Fontanesia
(Oleinee in Syrien, Cilicien, Pamphylien und Sicilien), Callipeltis (Rubiacee
im Orient und in Spanien und Nordafrika), Lonas (Synantheree in der
süditalienischen Provinz Terra d'Otranto, in Sicilien und Marokko).
135. Die Verhältnisszalüen zwischen der Anzahl der endemischen
Pflanzenarten eines Landes und der in Quadratmeilen ausgedrückten
Grösse desselben bieten das einfachste Mittel, die Anordnung-und Ergiebigkeit
der Vegetationscentren zu vergleichen. Ich schätze den
zum Mittelmeergebiet gehörenden Eaum (meist nach den in Behm's geographischem
Jahrbuch Bd. 1 enthaltenen Angaben) auf etwa 33500 d. Quadratmeilen
und theile denselben in folgende Hauptabschnitte : 1, Spanien,
Portugal und 8 Departements von Frankreich; 2. Nordafrika bis zur
Grenze der Sahara; 3. Sardinien und Korsika; 4. Italien und Sicilien;
5. von der griechischen Halbinsel die Küstenlandschaften von Illyrien
und Dalmatien, Albanien, Macédonien, Thracien, Thessalien, Griechenland
und den Archipel nebst den jonischen Inseln und Kreta; 6. von
Kleinasien die Hälfte, von Syrien Vt und dazu noch Cypern. Der Katalog
meiner Sammlung enthält aus den einzelnen Abschnitten die in der folgenden
Uebersicht zusammengestellten Summen von Arten, die dieselben
entweder ausschliesslich bewohnen oder ihre Grenzen nur wenig überschreiten
:
1. Spanien (Portugal bis Nizza) 11000 DMeilen. 782 Arten (V13).
2. Atlasküste. 6000 DM. 335 A, (i/ig).
3. Sardinien und Korsika. 600 DM. 72 A. (Vs).
Sardinien allein. 440 DM. 9 A. (V50; mit Berücksichtigung von
mir unbekannten 12 Moris'schen Arten ^720)-
Korsika allein. 160 DM. 32A. (Vs).
Beiden*[nseln gemeinsam : 32 A.
4. Italien von den Alpen bis Sicilien. 4930 DM. 207 A. (V25).
Sicilien allein. 530 DM. 87A. (Ve)-
Festland von Italien (mit Einschluss der bis Sicilien verbreiteten
Arten). 4400 DM. 120 A. (Vse).
5. Griechische Halbinsel. 4740 DM. 479 A. (Vio).
Illyrisch-dalmatische Küste. 390DM. 45 A. (V«).
Türkischer Antheil (unvollständig erforscht) 3120 dM. 160A. (i/oe)-
III. Mittelmeergebiet- 577
0.
1075 DM. 191 A. (Ve).
Griechenland : Festland und Inseln.
Kreta- 155 DM, S3 A. (V^).
Anatolisch-syrischer Antheil. 6220 DM.
Anatolien. , ^^ \ ^ t ,,,
5000 DM. l 651 A. [ (V7
831 A. (Vt-V«)-
Pon tus.
Syrien. 950 dM. 109 A. (V9)-
Cypern. 170 DM. 10 A . (V17).
Die Summe sämmtlicher endemischen Pflanzen des Katalogs (etwa 2700)
verhält sich demnach zu der Oberfläche des Mittelmeergebiets so, dass
auf etwa 23 Quadratmeilen eine Art kommt (V13), wogegen die Gesammtflora
(7000) der Proportion von 5 Quadratmeilen auf eine Art entsprechen
würde (V5).
136. Ueber das Verhältniss von Kreta zu Cypern vergi, meinen Bericht
im geogr. Jahrb. 2. S. 203.
137. Endemi smus in Spanien. Von den 782 endemischen Arten
des Katalogs gehören 577 zu 11 Familien, die im Verhältniss zu ihrer
Gesammtzahl folgende Reihe bilden: Synanthereen (16 Procent), Legumiùosen
(12 Pr.), Cruciferen (8 Pr,), Scrophularineen (7 Pr.), Caryophylleen
(7Pr.), Labiaten (5Pr.), Umbelliferen (fast 5Pr.), Gramineen (4Pr.),
Cistineen (fast 4 Pr.), Liliaceen (über 3 Pr.), Plumbagineen (3 Pr.). Die
grössten Gattungen, nach der Zahl der endemischen Arten geordnet, sind
folgende: Xmana (33) ; Centaurea {2'0) ; Helianthemum \ Ononis, Silene,
Thymus, Armeria (13); Saxífraga, Statice (11); Genista, Astragalus,
Dianthus, Arenaria, T.eiccrimn, Senecio, Narcissus (10); TJlex, Cistus, Sisymhrium
(9). Die 18 monotypischen Gattungen sind im l^exte erwähnt :
Prolongoa, deren Verhältniss zu anderen Chrysanthemeen mir nicht klar
ist, wurde ausgeschlossen.
138. Burieu^ excursions in the mountains of Asturias [in Hooker-'s
Companion to the Bot. mag^ 1. p. 213).
139. Endemi smus im medi ter ranen Nordafrika. Von den
335 endemischen Arten des Katalogs gehören 244 zu 10 Familien, die folgende
Reihe bilden: Synanthereen (20Procent;, Leguminosen (13 Pr.),
Cruciferen (8 Pr.); Labiaten (7 Pr.), Umbelliferen (5 Pr.), Caryophylleen,
Gramineen und Liliaceen (4Pr.), Scrophularineen (3 Pr.), Cistineen (über
2 Pr.). Zu den grössten Gattungen gehören folgende : Ononis (10), Centaurea,
Silene (9), Sinapis [1], Erodimn, Galium-, Carduncellus (6), Astragalus,
Linum, Linaria, Thymus, Camjmnula, Atractylis, Pyrethrum, Scilla
(5). Von den monotypischen Gattungen wurden Kremeria und Ludovicia
ausgeschlossen, weil erstere auf Muricaria, letztere auf Hammatolobium
von Bentham und Hooker zurückgeführt worden sind, aber als charakteristische,
meist auf den klimatischen Zusammenhang mit dem Orient hinweisende
Gattungen können noch folgende bezeichnet werden : die Leguminosen
Hammatolobium, Ebenus, die Cruciferen Velia, Savignya, Zilla,
Muricaria, die Synanthereen Zollikoferia, Kaibfussia, Spitzelia, Cata-
Griseliaclx-Vegetation der Erde. 1. 37
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