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572 Quellenschriften und Erläuterungen.
75. Meine Untersuchungen über die Bäume der Gattung Jimiperus
ergeben Folgendes:
J. J. thiirif er a L, Beeren langgestielt; Blätter völlig angedrückt,
V2'" l^Tig; oberhalb des convexenEückens zur Spitze abgeflacht.— Sierra
de Segura (Bourgeau), Sardinien, Atlas (Balansa), cilicischer Taurus
2—6400 ^ [J. excelsa Kotschy, Balansa).
2. J. aegaea [J, excelsa Spicil. mm,, EndL). Beeren sitzend; Blätter
von J. thiirifera, — Küstenregion von Tassos, wo der Baum 30' hoch
wird und in Gesellschaft von zwei Pinus-Arten den Wald bildet.
3. J. foetidissima W, (/. excelsa M. B.]. Beeren auf sehr kurzem
Stiel; Blätter zuletzt ein wenig abstehend, 1 lang, oberhalb des stark
convexen Rückens an der ebenfalls convexen Spitze meist eingebogen. —
Karabagh (Hohenacker), Krim (Steven: Form mit fast drüsenlosem
Rücken), cilicischer Taurus 5—6500 ' (Kotschy, Balansa), Tibet 5—15000'
(Thomson). Standorte, von denen ich keine Exemplare vergleichen
konnte, sind: Abchasien (Nordmann); Turcomanien (Karatin nach Ledebour),
Fontau (Lehmann).
76. Gr isebach, Reise durch Rumelien, 1. S. 278.
77. An dem zwischen Cilicien und Syrien gelegenen Golf von Skanderun
(Alexandria) sind die Dattelpalmen noch häufig, erreichen hier also
37 ON. B. (Aucher-Eloy^ relations de voyages en Orient, vergl. Jahresb. f.
1843.. S. 37).
78. Höhengrenze von Chamaerops am Aetna 1000 von Phoenix 1680 '
(Philippi a. a. 0.). In Granada ward die Zwergpalme von Boissier bis
1500 von Willkomm bis 2000 ' angetroffen.
79. Santi, viaggio secondo, p, 172. Dass die Zwergpalme weder an
der französischen Südküste noch in Korsika bekannt sei, geht daraus
hervor, dass sie in Grenier's und Godron's Flora nicht erwähnt wird. An
der Riviera wurde sie zwischen Monaco und Villefranche von Gay beobachtet
{A. de Candolle, geogr, bot. p. 152). Die östlichsten Standorte bei
Brindisi xmd Durazzo sind von Weiden angegeben [Martins, histor.
palmarum, 3. p. 249).
80. Schouw (die Erde, die Pflanzen und der Mensch, S. 42) : in
Pompeji sind weder Cacteen noch Agaven dargestellt- Die historischen
Nachrichten über die Einführung der Opuntien sind von Steinheil
{Boissier's Voyage en JEspagne, 1. p. 25) zusammengestellt.
81. Nach B o i s s i e r ' s Untersuchung (Voy. euEspagne, J. p. 192) erreicht
die Zahl der einjährigen Gewächse in der Küstenregion von Granada
ihr Maximum. Von 1070 Arten sind daselbst 542 ein-, 46 zweijährig und
482 perennirend, unter den letzteren 19 Bäume und 126 Sträucher oder
Halbsträucher.
82. Liebi g hat die Meinung geäussert, dass gewisse Gegenden der
Lombardei von einer Erschöpfung des Bodens bedroht seien, aber von
unrichtigen Wirthschaftssystemen abgesehen, die überall auch unter den
günstigsten Naturverhältnissen nachtheilig wirken können, sind die
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I I I Mittelmeer^ebiet. 573
Gesammterträge der Poebene gewiss gegenwärtig so hoch wie jemals.
Die Erneuerungen der Erdkrume, welche vom fliessenden Wasser imd der
Neigung des Bodens abhängig sind, kommen dem Ackerbau in hülierom
Grade zu Gute, als irgend welche künstliche Hülfsmittel : wäre dies nicht
der Fall, wie sollten sich die wildwachsenden Pflanzen auf die Dauer erhalten,
da Verwitterung und Verwesung doch zuletzt zur Ernährung ungeeignete
Schlussprodukte liefern? Ebenen, die wie Virginien den Gebirgen
fern liegen, sind daher viel ungünstiger gestellt, als diejenigen,
deren Boden, wie der der Lombardei, von Hochgebirgen, die sie umkränzen,
rascher und stetiger erneuert werden.
83. Die griechische Bezeichnung der Tomillares ist von Unger mitgetheilt
(Cypern, S. 104). Derselbe bemerkt, dass ein anderer Name für
diese Formation in Cypern gebraucht wird, nämlich Trachiotis, was
dürres Land bedeutet und daher ebenso, wie Xerovuni, sich auf die
Trockenheit des Bodens bezieht, die im Sommer die Matten so steril
erscheinen lässt.
84. Schreiner , Steiermarks Waldstand (Berghaus Annalen, 1837.
4. S. 45y schätzte den bewaldeten Raum in ganz Europa auf 20 Procent
der Oberfläche. Er nimmt an, dass dieses Verhältniss in Griechenland
auf 15, in Italien und Spanien auf 8 Procent sinke, aber ich bezweifele,
dass diesem Schriftsteller ausserhalb des österreichischen Gebiets genügende
Grundlagen bei seinen Schätzungen zu Gebote standen. Nach
Mansolas' 1867 erschienener semiofficieller Statistik .von Griechenland
beträgt daselbst der von Wäldern bedeckte Eaum 11 Procent der
Gesammtoberfläche des Königreichs (Gött. gel. Anz. f. 1868. S. 1115,
1117), ist also viel grösser, als man dies gewöhnlich darstellt.
85. Wi l lkomm, botanische Berichte und Vegetationsskizzen aus
Spanien und Portugal (Botan. Zeitung, Bd. 4. Bd. 8: vergl. Jahresb. f.
1845 u. 1851).
86. E e ut e r , essai sur la végétation de la noitv. Castille, vergl. Jahresb.
f. 1843. S. 28.
87. Gr i sebach, Reise durch Eumelien, 1. S. 245.
88. Unger u. K o t s c h y , Cypern, S. 109. Die Maquis von Cypern
bestehen Sim PistaciaLentisaisnndJuni^jerusphoenicea, die der Landzunge
des Athos aus Arhutus ünedo^ Qiiercus llex, Cistus sahifolius u. villosits,
Erica arhorea, Spartium junceum, Calycotome villosa u. Anthyllis liermanniae.
89. Gr i sebach, Eeise durch Eumelien, 1. S. 35.
90. Unger u. K o t s c h y , Cypern, S. 371.
91. Gr i sebach, a, a. 0., 1. S. 166.
92. Das. 2. S. 59.
93. Wi l lkomm, die Strand- und Steppengebiete der iberischen
Halbinsel, vergl. Jahresb. f. 1852. S. 9. .
94. Gr isebach, a. a. 0., 1. S. 354 u. folg.
95. Massot [Comptes rendus, Vol. 17, Jahresb. f. 1853. S. 26).