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566 Quellenschriften und Erlauterungèn.
folgende : Unterschied der Mittelwärme des kältesten und wärrasten Monats
in Trapezunt 140,5 JR,. (J9,uuar 50,9; August 19»,4 das. p. 119;
vergi, die entsprechenden Werthe für Konstantinopel in Note 32). Temperaturminiinum
in Trapexunt — 4 6 (das. p. 121), in Konstantinopcl
— 90,4 (p. 40). Regentage in Tra|iez,unt 96, in Konstantinopel 66, aber
während des Sommers dort 28,5, liier nur 6 (p. 124) : dort ist der Juni der
feuchteste Monat mit "18,5 Regentagen, hier Januar und December mit 30.
In Trapezunt vertheilen sich die Niederschläge so über das Jahr, dass auf
den Winter 21, den Frühling 19,5, den Sommer 28,5, den Herbst 20,5 Regentage
kommen (p. 135) .
40. Die immergrüne Region der pontischen Flora ist namentlich
durch Rhododendron ponticicm, Prumis Laurocerasus, sowie durch Azalea
poìitiea und Vaccinium Arctostaplnjlos bezeichnet, deiren mitteleuropäische
Sträucher mit abfiillendem Laube und einzelne Baunigruppen derselben
Heimath beigemischt sind (K. Koch, Wanderungen im Orient, Bd. 2,
vergi. Jahresb. f. 1848. S. 363).
41. Abich (Bullet. Pétersh. phys. math. 9. p. 1 — 48; Journ. geogr.
soc. 21, p. 7 : Jahresb. f. 1851. S. 33).
42. Die bezeichnenden klimatischen Werthe von Beirut, Jerusalem
und Algier sind : Unterschied der Mittelwärme des kältesten und wärmsten
Monats in Beirut 120,4 (Januar 90,8 R. ; August 220,2 : Dove, Temperaturtafeln),
in Jerusalem im Niveau von 2500' : 140 (Jan. 7 0, August
200; Dove, Monatsberichte der Beri. Ak. 1867, S. 772), in Algier 10o,5
(Jan. 9 0,3; Aug. 190,8 ; das.). Regentage in Beirut 81 (Juni--September
nur 2), in Jerusalem 69 (Juni—October nur 1 : Dove, klimatol. Untersuch.
S. 115), in Algier 72 (Juni—August 5, April u. Mai 11, September etwa 4 .
das. S. 106).
43. Hardy in Comptes rendus, 1847, vergi. Jahresb. f. 1847. S. 40.
44. Wi ldenbruc h bei Dove, klimatol. Untersuch. S. 115; Nardi
in Peterm. Mitth. f. 1858, S. 38.
45. Im J. 1841—42 wurde der Winterweizen diu'chschnittlich an folgenden
Tagen gesäet und geerntet, in Rom 1. Nov. und 2. Jiüi, in Neapel
16. Nov. und 2. Juni, in Palermo 1. Dec. und 20. Mai, in Malta 1. Dec.
\mä 13. Mai (Daum, Bemerkungen, S. 348, Jahresb. f. 1845. S. 39).
46. Dove, klimatolog. Untersuchungen, 1. S. 110.
47. Bei der Vergleichung der Mitteltemperatur der Vegetationszeit
von Malaga und Nizza ergeben sich die Werthe 13 0,8 und 110,8 R., also
gegen die für Nordeuropa zu 13 OR. bestimmte Phytoisotherme für Malaga
eine geringe Zunahme, für Nizza eine Minderung. Der Werth für
Malaga (13 0,8) ist die Mitteltemperatur der 8 Monate October—Mai
{Boiss, Voy. en Espagne, p. 188), der für Nizza (1H,8) bezieht sich auf
die 9 Monate Septeniber—Mai (Dove, Temperaturtaf. S. 52). In dem
letzteren Falle sind nur die Sommermonate ausgeschlossen, in denen am
wepigsten Regen fällt. Bei Malaga zeigt sich, wie diese Bestimmungen
insofern willkührlich sind, als die Vegetationszeiten verschiedener
III. Mittelmeergebiet. 567
Pflanzenformen sich sehr ungleich verhalten; nach Boissier (a. a. 0.,
Jahresb. f. 1845. S. 27) entwickeln sich daselbst die Liliaceen mit den
ereten Herbstregen, hierauf folgen die annuellen Pflanzen, die den Winter
hindurch blühen und im Juni sämmtlich verdorrt sind; von den Stauden
hingegen kommen einzelne erst in der regenlosen Zeit des Juni und Juli
zur Blüthe und, wenn man auf diese Gewächse die Dauer der Vegetationszeit
gründen wollte, so würden nur August und September für den
völligen Stillstand des Pflanzenlebens übrig bleiben und jener Werth von
130 8 auf 150 R. steigen. Die Bestimmung einer Phytoisotherme hat um
so weniger Bedeutung, je verschiedener die klimatischen Bedingungen
der in einer Flora vereinigten Pflanzenformen sind.
48 Vaupeil, Nizza's Vinterflora, S. 35: »im November haben sehr
wenige Pflanzen ihre Blüthezeit, im December so gut wie gar keine.«
Ausnahmen, Avelche die Milde des Winters zulässt, bilden theils solche
Gewächse, deren Blüthezeit in den Herbst fällt, aber sich in den folgenden
Monaten fortsetzt, theils klimatisch indifferente Begleiter der Kulturgewächse
wie sie auch im nördlichen Europa, wenn Schnee und Kälte
ausbleiben, mitten im Winter fortwachsen und blühen können (S. 41).
Zu den ersteren gehört Cneorum tricoceon, ein kleiner Strauch, der vom
September bis zum März in allen Monaten bei Nizza blühend angetroffen
wird (S. 34).
49. Die Abhängigkeit der Belaubung und des Laubabfalls der Baume
von gleichen Temperaturen soll nach L i n s s e r ' s Untersuchung nur in
Mitteleuropa stattfinden, dagegen weder in Petersburg, noch in Venedig
(die periodischen Erscheinungen des Pflanzenlcbens in 3Iem. de l'acad.
de St. Fetersh. VIL Vol. 11. nr. 7. p. 36). Seine Angaben beziehen sidi
auf Durchschnittswerthe von verschiedenen Bäumen, während der mi
Texte angeführte Satz nur auf gewisse Arten passt, welche in Mitteleuropa
einheimisch sind, nicht auf solche, welche von dem Klima ihres
Vegetationscentrums, von ihrem natürlichen Klima entfernt wachsen und
sich neuen Lebensbedingungen akkomodirt haben. Richtiger ist es, wie in
dem Abschnitt über die nordeuropäisch-sibirische Flora gezeigt wurde, bei
der Frage, ob dieOrdinaten der Temperaturkurve zu Anfang und Ende der
Entwickelungsperiode gleich oder ungleich sind, die verschiedenen Bäume
zu unterscheiden, als, wie es bei Linsser der Fall ist, hier den Einfluss
abweichender Klimate auf denselben Baum allein in Betracht zu ziehen.
- Bei diesem Anlass schliesse ich die Beurtheilung der Ergebnisse von
Linsser's auf die Wahrscheinlichkeitsrechnung gegründeter Untersuchung
über die Beziehungen zwischen Wärme und Vegetation an. Er glaubt
ein neues Gesetz ermittelt zu haben, welches das Verhältniss der Temperatur
zu den Vegetationsphasen ausdrücke, aber er hat nur das Verdienst,
die Sätze, welche ich schon im J. 1838 [Linnaea, 12. S. 188) aus
Boussingault's Theorie ableitete, durch die jetzt vorhandene, weit umfassendere
Zahl von Beobachtungen bestätigt und mathematisch schärfer
begründet zu haben. Diese Sätze sind im Texte dahin zusammengefasst,
r.
4
. f.