
XII Inhalts-Verzeichniss.
V. rhinesisch-japaiiisches Oebiet.
Klima. Periodicität der Niederschläge S. 489. — Stärke der Niederschläge
492. — Verhältniss zum indischen Monsunklima 494. —
Wärme des Klimas 495.
V e g e t a t i o n s f o r m e n . Menge der Holzgewächse S. 496. — Coniferen
498. — Lorbeerform 499. — Laubhölzer mit periodischer Belaubung
500. — Oleander- und Myrtenform 501, — Bedingungen der
Theekultur 502. Tropische Vegetationsformen 507.
V e g e t a t i o n s f o r m a t i o n e n . Vertheilung der Wälder S. 509. — Mischung
der Vegetationsformen. Anordnung der Kulturpflanzen 531.
Regionen. Bergsysteme Chinas S. 512, — Japanische Vulkane 513.
V e g e t a t i o n s c e n t r e n . Absonderung der Centren S. 513. — Endemische
Gattungen 517. — Vorherrschende Familien 518. — Nicht
endemische Pflanzen 519.
Quellenschriften und Erläuterungen.
Die natür l ichen Floren S. 523.
I. Arkt ische Flora S. 524.
II. Waldgebiet des ö s t l iche n Kont inent s S. 532.
III. Mittelme-ergebiet S. 558.
iV- Steppengebiet S. 582.
Y. Chine s i s ch- j apani s che s Gebiets. 597.
Berichtigungen, ^
Bd. 1. S. 103. Z. 7 u. 8. Die Noten 56 und 57 fallen hier ans.
S. 169. Z. 10 u . l i l ies : und wo ihnen ein weiterer Spielraum gewährt wird.
S. 275. Z. 6 statt: auch, lies: nur.
S. 359. Z. 14 lies: Mit — Nadelhölzern sind die Gebirge innerhalb der
Wolkenregiou bewaldet, es wachsen —.
S. 471. Z. 5 V. u. statt: Neigungsgürtel, lies: Neigungswinkel.
S. 545. Z. 8 V. u. lies: Halleri.
Die natüiiiclien Floren.
Forschungen über die Anordniing der Pflanzen auf der Erde
haben nicht bloss eine geographische, sondern auch eine naturwissenschaftliche
Bedeutung. Mit dem Zwecke, die Erzeugnisse der einzelnen
Länder zusammenzustellen, verbindet sich die Aufgabe, zu
untersuchen, worin die physischen Einflüsse bestehen, welche, entweder
noch jetzt oder in der Vorzeit wirksam, jeder Pflanze einen
bestimmten Wohnort angewiesen haben und nur einzelnen, den ubiquitären
Organismen, die Ausbreitung über die ganze Erde oder einen
grossen Theil derselben frei geben. Diese Untersuchungen berühren
sich daher ebenso-sehr mit der physischen Erdkunde, wie mit der
Geologie oder Entwickelungsgeschichte unseres Planeten, und diese
beiden Richtungen nach einer bestimmten Methode gesondert zu verfolgen,
scheint der geeignetste Weg zu sicheren Ergebnissen über
die Gesetze, die der Anordnung der Vegetation zu Grunde liegen.
Dem schöpferischen Gedanken LyelFs, dass man da, wo die in der
Gegenwart wirkenden Naturkräfte den Bau der Erdrinde, sowie die
Absonderung des Festlands vom Meer und die Unterschiede des
Reliefs zu erklären genügend sind, nicht auf vergangene Katastrophen
der Vorwelt schliessen dürfe, von denen man sich keine deutliche
Vorstellung zu machen im Stande ist, verdankt die Geologie ihre
festere Begründung. Dieser Grundsatz findet auch in der Geobotanik,
der Geographie der Pflanzen, seine vollberechtigte Anwendung und
hat den nachfolgenden Forschungen auf diesem Gebiete zum leitenden
Gesichtspunkte gedient. Durch die Ansichten Darwin's trat die Annahme
einer fortschreitend umbildenden Entwicklung der organischen
Natur in den Vordergrund. Je allgemeiner man hiednrch angeregt und
geneigt ist, die Erscheinungen der Gegenwart von den Vorstellungen
über ihren genetischen Zusammenhang abzuleiten, desto entschiedener
Gr i s e b ach , Vegetation der Erde. I. 1