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558 Quellenschriften und Erläuterungen.
Synanthereen (27 Proc.), Cruciferen (7—8), Umbelliferen (7—8), Caryophylleen
(6—7), Scrophularineen (5—6), Saxifrageen (4—5), Campanulaceen
(4—5), Gramineen (4—5), Primulaceen (4—5), Ranunculaceen (4—5).
Beide Eegionen weichen aber nicht bloss unter sich bedeutend ab, «ondern
zwischen der Alpenflora und der arktischen besteht ebenfalls ein
grosser Unterschied, namentlich in der Zunahme der Synanthereen, Umbelliferen,
Campanulaceen und Primulaceei\, sowie in der Abnahme der
Cyperaceen, Ericeen und Saliceen. Insbesondere zeigt die Verhältnisszahl
der Umbelliferen, dass die Vegetationscentren der Alpen in Bezug
auf diese Familie der europäischen Ebene näher verwandt sind, als der
arktischen Flora, imd hierin ist das allgemeine Verhältniss ausgedrückt,
dass die geographische Lage auf den Bau der Pflanzen nicht minder, als
das Klima einwirkt.
203. 31 art ins, essai sur la végétation des Far-Oeer [Voyages de la
Recherche. Géogr. phijsi([ue, 2. p. 353, vergi. Jahresb. f. 1847. S. 6).
207. Guehhard [Bibliothèque de Genève, 1849, p. 89, vergi. Jahresb.
f. 1849. S. 35).
205. Grisehach u. Schenk, Iter hungaricum, p. 360 (Archiv f. Naturgeschichte,
Jahrg. 18) : es werden als Beispiele französischer Pflanzen,
die im Banat wiederkehren, Carex depauperata, brevicollis und pyrenaica,
angeführt. Die letztere gehört in die Kategorie der S. 226 erwähnten
alpinen Arten, wodurch die Pyrenäen mit den südlichen Karpaten und
den serbisch-rumelischen Gebirgen in Beziehung treten. Auch für diese
Eegion darf man wohl annehmen, dass die Verlängerung der Vegetationszeit
mit abnehmender Polhöhe von Einfluss sei.
206. Heinrich (Jahresb. f. 1847. S. 17) : unter gleichen Umständen,
wie Xanthium spinosiim, siedelte sich auch Inula Helenium in Mähren an,
deren Pappus den gekräuselten Borsten einer Schweinerace des Bakonyer
Waldes sich anhängt.
III. MittelmeergeMet.
1. Dove, die Verbreitung der Wärme. Monats-Isothermen, Karte
1. u. 2. Die Isothermen des Januar von 40bis 80 verlaufen durch das
Mittelmeergebiet, die von 0» diesseits der Alpen; die des Juli steigen
dort kaum über 20 o, nur 40 über diejenige, welche Wien berührt.
2. Dür e r , Regenmessungen am Corner See (Peterm. Mitth. 1864.
S. 306). In den Sommermonaten betrugen in der Villa Carlotta nach
sechsjährigen Mittelwerthen die Niederschläge etwa 16 Zoll (Juni 6",3;
Juli 4 ",9; August 4",8).
III. Mittelmeergebiet.
3 D u c h a r t r e , Vegetation im Dép. Hérault ( Comptes rendus, 1844.
p 254 vergl. Jahresb. f. 1844. S. 23). Den Erfahrungen über die Nachtheile
des Frostes für den Oelbaum im südlichen Frankreich schemt die
Angabe Léveillé's zu widersprechen [Démidoff, Voyage dans la Russie méridionale,
Jahresb. f. 1840. S. 445), nach welcher in der Krim eine Vanetat
gebaut werde, die eine Kälte von - 18 o R. ertragen soll, ohne zu Grande
zu gehen. Ohne die näheren Umstände zu kennen, welche fur die lemperatursphäre
eines Gewächses stets von so grosser Bedeutung smd, ist
über diese auffallende Nachricht schwer zu urtheilen. Vielleicht lost
sich der Widerspruch schon dadurch, dass die strengen Kältegrade
an der Südseite der Krim sehr vorübergehend auftreten (Koch, die Krim
und Odessa S. 186): schon Pallas sagte vom dortigen Klima, dass der
Winter kaum zu spüren sei (Gemälde von Taurien, S. 69). Ein anderer
Erkläruügsgrund von Léveillé's Angabe wird weiter unten im Texte erwähnt
Derselbe beruht darauf, dass das Temperaturminimum erst am
Ende des Winters einzutreten scheint. Koch (a. a. 0.) hat darüber folgende
Beobachtungen: 1843. Winter bis zum 17. März: Thermometer
nie unter dem Gefrierpunkt; Maximum im Jan. 15« R . , im Febr. 130,5;
Minimum am 21. März - lOO R. 1844. Winter gelinde, aber 11. April
4-10; 13. April — 3 0. 1840 am ersten Ostertage — 80.
4 Die Zunahme der Winterkälte mit wachsendem Abstände vom
atlantischen Meer ergiebt sich aus folgenden meteorologischen Beobachtungen
In Gibraltar beträgt die Mitteltemperatur der drei Wintermonate
11 0 R in Palermo 9«, in Athen nur 60,3. Die Differenz des kältesten
und wamsten Monats ist inLissabon 80,7 (Januar 90,l ; Juli 170,8 : Dove,
Temperaturtafeln), in Athen 170,7 (Januar 40,1 ; August 21 o,8 : Schmidt,
Beiträge zur physik. Geograghie von Griechenland).
5. Folgende Messungen beziehen sich auf die obere Grenze der
immergrünen Region auf den beiden östlichen Halbinseln :
L y c i e n — 1500' [Forhes, travels in Lycia, Vol. 2, vergl. Jahresb. 1.
1847. S. 25).
Athos — 1200' (Grisebach, Reise durch Rumelien, 1. S. 302).
Südmacedonien - 12—1300' (das. 2. S. 158).
Nordalbanien — 12—1500' (das. 2. S. 354).
Dalmatien - 1400' [Visiani, Flora dalmatica, Vol. 1, vergl. Jahresb.
f. 1842. S. 392).
6 S c h o u w (Europa, S. 82) schreibt der immergrünen Region in
Italien eine Mittelhöhe von 1200 Fuss zu. Es ist dabei zu beachten, dass
die immergrünen Eichen, die auch am Athos bis 3000' der Region des
Laubwaldes beigemischt sind (a. a. 0. 1. S. 300), am Monte Pisano in
Toskana bis 2700' und auch im nördlichen Apennin bis 2000 ' angetroffen
werden (Schouw in Bansk. Videnskab. Selsk. Skrifter, 1849, Jahresb. f.
1849 S 27). Ihre Höhengrenze ist für das Niveau der Mediterranflora
nicht massgebend. Indessen ist auch jener Mittelwerth von 1200 ' für das
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