
488 IV. Steppengebiet.
laja, au dessen Fuss eine solche in beschränkter Weise stattgefunden
hat 130).
Wie endlich die Steppenflora sich an ihrer östlichen Abdachung
zu China verhält, ist noch ganz unbekannt. Die Forschungen
zu Peking sind die einzigen, die man darüber besitzt,
und diese geben wenig Aufschluss, weil daselbst die Charakterzüge
der chinesischen Flora noch wenig entwickelt sind. V.
Chiiiesiscli-japanisches Gebiet.
Klima. Das chinesische Tiefland hat mit Einschluss des japanischen
Archipels vor Europa einen grossen Vorzug, eine regelmässigere
Vertheilung der atmosphärischen Niederschläge. Dies ist
die Folge der hier zu der höchsten Breite (in China bis 4 0 i n Japan
bis 45 ON B.) reichenden Monsune, von denen die Bewölkung des
Himmels bedingt ist. So weit die hohen Bodenanschwellungen und
Tafelländer sich ausdehnen, finden wir sie nicht, weil ungeachtet
des auf ihren Höhen verminderten Luftdrucks die Erwärmung der
Atmosphäre zu gering ist, um aufsteigend aspirirende Ströinungen
zu erzeugen. Der Südwestwind der Sommermonate ist an das tiete
Niveau geknüpft, welches China mit der malayischen Halbinsel verbindet.
Der Aspirationsgürtel liegt da, wo bei gleichem Niveau der
atmosphärische Druck am geringsten ist. Die Ursache dieser Auflockerung
der Luft ist indessen nicht leicht einzusehen, da in der
Kichtung, aus welcher der Monsun weht, die Sommerwärme grösser
wird als in China 1). Als eine Folge der Solstitialbewegung kann
doch nur die höhere Wärme der Atmosphäre wirken, welche aufsteigende
Luftströmungen veranlasst. Im Tieflande Chinas sollte
man während des Sommers eine stärkere Erhitzung der Atmosphäre
annehmen, als auf der vom indischen Meere umspülten malayischen
Halbinsel Aber die meteorologischen Messungen an der Erdoberfläche
widersprechen dieser Folgerung. Es scheint, dass die grössere
Masse der durch die Sonne bewegten Luft über dem Kontinent von
bedeutenderem Einflüsse auf die Richtungen der Aspiration ist, als die
Höhe ihrer Temperatur. Die Insolation ist noch in Peking (40 o N. B.