
J ;
i I
M .
i i, i •
Si t
!•. I
• . •
' 4 Die natürlichen Floren.
B. Stengel nackt (oder zweizeilig belaubt) : Laubrosette
am Boden.
42. Zwiebelgewächse. Peremiirend durch unterirdische Zwiebeln
oder Knollen.
43. Scitiiraineenform. Laub in einer Rosette oder zweizeilig: Blatt
ungetheilt, breit mit parallelen Adern.
44. Aroideen form. Laiibrosette aus pfeil- oder herzförmigen, oder
getheilten, gestic^lten Blättern.
45. Bromelienform. Laubrosette aus Öchilfblättern.
C. Laubrosette ohne Stengel.
4ü. Far n k r äu te r. Blätter mit frei im Gewebe endenden Adern.
Vr. (Fräser.
47. W i e 8 en g rä s e !•. Rasen aus biegsamen Blättern.
48. S t e p p e ng rä s e i-. Rasen aus starren Blättern.
49. Savanengräser, Rasen von hohem Wxudis.
5(». A n n u e 11 e G rä s e i-, Gräser ohne rasenbildende Verzweigung.
51. Cyperaceenform. Halm ohne Knoten.
52. Rohrgräser . Halm hochwüchsig, mit entfernt stehenden Blättern
Vir. Zelleupflanzen.
53. L a ub m o o s fo r in. Grüne Blätter.
54. Erdl ichenenform. Nicht grüne Zellenptianzen, ohne Belaubung.
I.
Arktische Flora.
Klima. Die arktische Flora begreift iui hohen Norden alle
Landschaften, welche jenseits der Polargrenze der Wälder liegen.
So einförmig und düi-ftig hi seinen Ei-zeugnissen dieses Gebiet fast
unbewohnter l^^intklen auch erscheinen mag, so bietet es doch dadurch
ein hohes Interesse dar, dass es zeigt, was die Natur unter
den ungünstigsten äusseren Bedingungen zu leisten vermag, um das
organische Leben zu stützen und zu erhalten, und wie sie bestrebt
ist, überall ihre Keime auszustreuen, über der starren Erdrinde
Thätigkeit, Bewegung und bildende Kraft zu verbreiten. Man ist
gewohnt, die arktische Vegetation mit der des Hochgebirgs zusammenzustellen,
wo in alpiner Höhe der Baum wuchs ebenfalls aufhört, und
beide Schauplätze desPHanzenlebens wie auf einer Einheit physischer
Einflüsse beruhend aufzufassen. Allein schon Ramond, der Nachfolger
Saussure s und der Vorgänger Humboldts, machte, als er die
Pyrenaeen zuerst den Naturforschern eröffnete, darauf aufmerksam '),
dass, da die Wärme in dem einen Falle durch die schräge Richtung
der Sonnenstrahlen, in dem andern durch die verdünnte Luft gemindert
sei, auch die Wirkungen wenigstens in Bezug auf die Organismen
nicht durchaus dieselben sein möchten. Er meinte, dass die Liebereinstimmung
im Charakter der PHanzen nur in einer gewissen Aehnlichkeit
bestehe, nicht aber auf einer Gleichheit der Lebensbedingungen
beruhe. Ohne dass durch diese Bemerkung das Verhältniss
der arktischen Flora zu den alpinen Regionen der Gebirge erschöpft
wäre, kann sie uns doch dazu dienen, den ersten Schritt zum Verständnis
« der den hohen Norden beherrschenden Gesetze zu erleichtern.
Die alpine Flora ist zwischen der Baumgrenze und der Schnee