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5 3 2 Quelloiiscliriftcu initl Erliiutonnii>'en.
TI. Wal<li?el)let des östlichen Kontinents»
1. Ki t t l i tz, vioiniiulzwanziji: Vegotiitions-Ansichtcu von Küstenlitndorn
nnd Inseln des stillen Oceans. Text, S. 5;i (Jaliresb. f. 18i-.l.
2. In K e g e l ' s Flora desUssnn-Gebicts (p. 211), einer Landschaft,
die im Süden des Annir an der iiussersten Grenze Ostsibiriens gegen
China liegt, sind öGl) Gefässpfianzen ani'gezählt, von denen etwa 38 Procent
aneh in Europti vorkoinnimi.
3. Asa (rray, Siatistics of the Flora oftJie Korthern United States,
]). 0 [AmeHiHin Journ, qf science, J85(>): nnter 20i)l vergliclicnen Thaneroganieu
iindet der Verf. 321 europäische Arten.
L Grisebach, die Vegetationslinien des nordwestlichen Deutschlands
(Giittinger Studien, 1847).
5. Sendtnev, die A^egetations-Verhältnisse Südbayerns, 8 197.
ü. Bode, Verbreitungsgrenzen derllolzgewächse des enropiiischeu
Kusslands (Beiträge zur Kenntniss des russischen Reichs, von Baev u.
llehnersen, Bd. 18. Taf. 1). Die Südostgrenze von Calluna verläuft
von Chotini am Dniester über Kaluga, und Kasan zum Ural, und schneidet
der Keihe nach die Nordostgrenzen von Fagus (unweit Brody), Acejpseudoplatanus
(Kiew), Cai'pinns JBetidi/s (Ukraine), Fm^vinus (Wolga),
Querem pedunculata ((istlich von Kasan).
7. In Alten (701^), in der Nähe der lappländischen Baumgrenze steigt
die mittlere Wärme nur in den drei Sommermonaten auf und über 8^^ I i .
Juni 80, Juli 10^ August lOO; Dove, Temperaturtafeln S. 34). Mart
i n s bestimmte daselbst
im J . 1839 die fünftägigen Mittel während dos
Frühjahrs und Sounneranftings. Damals trat schon Mitte Mai eine höhere
Temperatur ein (10—20. Mai: 80^0), die a,ber nacli einer kälteren Periode
erst im Juni (0—10. Juni: 8 0^0) dauernd über Sö sich hob {Vo7jaf/e hoianique
lelong les cdtes de laXorvege, p. 87). In der Nähe der durch die
Lärche gebildeten Baumgrenze des Tainiyrlandes (71 ^ N. B.) ist die Periode,
während welcher das Thermometer über 8^ stellt, kürzer (Juni
10,5, Juli 70^5, August 80,5), in Jakutsk (020) dauert dieselbe, wie in
Alten dreijMonate, ist aber von einer höheren Wärme begleitet (Juni lOo^
Juli 130^ 5, August 110; Middendorf f , Keise in den änsserstenNorden
und Osten Sibiriens. IV. 1. S. 367). Ob die Verkürzung der Vegetationszeit
der Lärche im Taimyrlande nur auf der eigenartigen Natur dieses
Baums beruht, oder ob die Insolation und die Tageslänge dabei von Einfluss
sind, kann erst ermittelt werden, wenn klimatische Messungen an
den Baumgrenzen südlicher Gebirge zur Vergleichung vorliegen.
8. Middendorff a. a. 0. S. 532.
0. Das. S. 057.
10. Radde, Reisen im Süden von Ostsibirien (Beiträge zur Kenntniss
des russischen Reichs, Bd, 23. S. il8). Am Sajan (der üstlicheu
II. Waldgebiet des östlichen Kontinents. 7)3 3
Fortsetzung des Altai) wurden Lärchen von 7 Fuss llölie beobachtet,
<leren Belaubung (also jenseits der eigentlichen Höhengrenze des Baums)
nur etwa 7 Wochen (2. Juli bis 17. August) dauerte.
11. Middendorff a. a. 0. S. 057. Wenn der Verf. meint, dass auf
die Verkürzung der Vegetationszeit wenig ankonnne, und dass die Abnahme
der Sommerwärme im liohen Norden des T'aimyrlaudes auf die
Lage der Baumgrenze von grösserem Einflüsse sei, so ist dagegen zu erinnern,
dass, wenn mehrere klimatische Bedingungen zu erfüllen sind, die
eine gerade so wichtig und nothwendig ist, wie (He andere. Die Verkür-
^¿ung der Vegetationszeit ist allerdings auch nur eine Wirkung der gesunkenen
Sommerwärnie, aber physiologisch betrachtet, ist die längere
Dauer derselben eine ebenso selbständige Bedingung des Baumlebens,
iils die Höhe der Temperatur, bei welcher es erwacht.
12. In Jakutsk (s. o. 7) beträgt nur in den drei Sommermonaten die
mittlere Wärme jedes einzelnen über So R. ; in Bordeaux hat schon der
März 80^6 und der Oktober noch 11 0,6 Mittelwärme, die dazwischen biegenden
.sechs Monate entsprechen der Reihe 100,7, 12o,8, 150,5, ISO.3,
18 0,3, I50,G (Dove. Temperaturtafeln, S. 18) ; in Königsberg hält sich die
Wärme 5 Monate lang (Mai-September) über 8o (das. S. 28).
13. Gr isebach, Einduss desKlimas auf die Begrenzung der natürlichen
Floren {IJnnaea, 12. S. 193 u. f.).
14. Becqicerely memoire sur les forlHs et de leur iìiflìtence elimatérique
{Méni. de rinstit. T. 35. 1866. p. 491).
15. Dove, über die Veränderlichkeit der Temperatur der Atmosphäre
(Abh. der Berliner Akad. f. 1866. 8. 98); über das Klima von
Nord-Amerika (Klimatologische Beiträge, 1. S. 16).
16. Dove, die Verbreitung der Wärme, erläutert durch Karten der
Monats-Isothermen (Berlin, 1852).
17. Grisebach, Vegetationscharakter von Hardanger (Archiv f.
Naturgesch. 10. S. 1—3); Schübeler, die Kulturpflanzen Norwegens,
.S. 75: sporadisch findet sich die Buche in wildem Zustande noch an einem
Standorte nnter 60o 37 die normale Polargrenze liegt unter 59o — 590
30'. — Auf abweichende Ansichten über die klimatischen Ursachen der
Buchengrenze bin ich im Texte nicht eingegangen, da weder dieTrockenlieit
der Luft (De Candolle) noch die Steigerung der Sommerwärme
(Basiner) mit dem wirklichen Verlauf dieser Vegetationslinie namentlich
in den nördlichsten und südlichsten Breiten in Einklang zu bringen sind.
18. An der SS an , •véffétatio7i de la Suède, p. 17.
19. Trautvet ter, die pflanzengeographischen Verhältnisse des
-europäischen Russlands, 1. S. 40.
20. Vaupel l , Nizzas Winterflora, S. 29: die mittlere Belaubimgszeit
der Buche fällt in Kopenhagen auf den 9. Mai. Ich nehme hiernach
an, dass ihre Vegetationszeit in der Nähe ihrer Polargrenze nicht weniger
als 5 Monate dauert, so wie sich dieselbe in Madeira nur bis auf 7 Monate
verlängert. Dieses letztere Verhältniss wird in dem Abschnitt über die