
stehenden Namen aufführen zu müssen. Fortgesetzte
Untersuchungen werden hierüber
entscheiden, und wenn sich wirklich bestätigen
sollte, dafs Stiel und Seitenarme gänzlich
fehlen und die Muskelhaut den rundlichen Kör-
per ganz umschliefst, so würde man allerdings,
wie Miller S. 135 anführt, dieses merkwürdige
Geschöpf als einen Uebergang oder
ein Verbindungsglied zwischen dem Gesehlechte
Eu r i a 1 e und E n c r i n u s betrachten können.
Er möchte der Kreide-Formation angehören,
da er sich in Sussex, bey Brighton, Kent und
Warminster in dem hierher gehörigen Lager
findet, welches die Engländer Chalk-Pitts benennen.
Aufser England scheint er noch nicht
vorgekommen zu seyn.
Fig. 2 a. Ein vorzüglich schönes Exemplar des P en-
t a c r inu s Capu t Medusae Lam., wie
sich solches noch zuweilen lebend an der Küste
von Barbados , Nevi s und Ma rt i nique
findet und in mehrern englischen
Sammlungen aufbewahrt wird. Die schöne
und gründliche Untersuchung und Zergliederung
dieses seltenen Thiers von Miller mufs
man in seinem Werke seihst nachlesen. Durch
die Muskelhaut, welche hier noch den Stiel
überzieht, erhält derselbe eine etwas veränderte
Gestalt von den versteinerten Ueberresten
des Pentacrin. vulgaris, und wenn gleich die
letztem eine sehr grofse Aehnlichkeit verrathen,
so können wir doch noch nicht als ganz ausgemacht
ansehen, dafs sie vollkommen mit
den lebenden Originalen übereinstimmen.
Pe n t a c r i n i t e s v u lg a ri s , Petrefacten-
kunde S. 327 findet sich hauptsächlich in den
nächsten Zwischenschichten unter dem eigentlichen
Muschelflötzkalk und daher auch in England
in der Schicht, welche dortLyas benannt
wird, in der Gegend von Bristol, Keynsham
und Hengrove. Bey G ö t t i n g e n und im
th ü r ing i s e h e n M u s c h e l f l ö t z k a l k
selbst kömmt er nur als grofse Seltenheit und
gleichsam als Fremdling vor, desto häufiger
aber finden sich seine Sternsäulenglieder in den
angegebenen Zwischenschichten, wie sie Fig. 2
b. c. abgebildet sind. Zuweilen kommen die
letztem wieder von etwas abweichenden Formen
vor, wie solches auch Miller S. 55 beobachtet
hat und daher vermuthet, dafs sie entweder
eine Abart, oder gar eine eigentümliche
Art begründen.
T a b. XXX.
Fig. 1 a.b.c. Pentacr in. B r i t a n n i c u s , Petre-
factenkunde S. 328, nach M i l l e r Pen ta crin.
Br i a r e u s , S. 5 6 . Findet sich höchst
wahrscheinlich ebenfalls hauptsächlich in den
Zwischenschichten unter den eigentlichen Muschelflötzkalklagern
, welche die Engländer
gleichfalls mit unter dem Namen Lyas at Lyme
zu begreifen scheinen , in Dors e t s h i r e ,
Wa t ch e t und Keynsham. Ob er sich
auch in Deutschland findet, bleibt noch zweifelhaft.
Seine Sternsäulenglieder, welche Fig. r
b.c. abgebildet sind und sich von den ähnlichen
Arten sogleich auszeichnen, erleichtern
seine Bestimmung bey einzeln aufgefundenen