
13 Grölsere und kleinere Stücke des sogenannten S ün d-
f l u t h h o l z e s , aus den Bergwerken zu Joachims»
t h a 1 in ß öhmen, wo sich bekanntlich in beträchtlicher
Teufe ein ganzer Holzstamm befand, (4 Ex.)
14 Ein sehr characteriatische's Stück des Holzstammes ,
der sich im al t e r n Ka l k s t e i n im En g e t h a l bey
A l t d o r f fand Eine der seltensten Lagerstätten des ver-
steinerten Holzes (4 Ex )
15. Grofse, zum Theil angeschlifFene Stücke des sogenannten
Staaren hol z es , aus der Gegend von Chemni t z
und aus Böhmen. (3Ex.)
Dieses merkwürdige Holz soll nach einiger Ver-
muthung von Palmenarten herrühren, und ist gegen*
Wärtig sehr selten.
16 Sehr charakteristische Stücke versteinertes Holz, theils
dünne und lange Aststücke, welche dem Bi r k e n h o l z e
sehr ähnlich sehen , theils von Würmern durchfressene
Stücke, welche ganz das Ansehen von verfaulten und vermoderten
Holze haben, theils grofse, gelblich weifseHolz-
stücke, mit sehr deutlicher Holzstructur, aus der Gegend
von Aachen.
17. Sehr ausgezeichnete Wurz e l s t ü c k e aus der Gegend
von Bonn und von F r a n k f u r t a M., welche zum
Theil angeschliffen sind, und ebenfalls deutlich verrathen,
dafs sie bey der Versteinerung schon in Fäulnifs übergegangen
waren, ( 4 Ex. )
13 Gröfsere und kleinere versteinerte Holzstücke, aus
der Gegend von Schmalkalden. (3Ex.)
Die hauptsächlichste Lagerstätte des versteinerten
Holzes sind die ältern und neuern Sandsteinformationen,
und wahrscheinlich rührt der gröfste Theil
geiner in sehr verschiedenen Gegenden vorkommenden
Geschiebe aus den zerstörten Plötzen dieser Art
her.
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her. In den übrigen Gebirgsarten findet es sich nur
einzeln, und gleichsam als Ausnahme. Selbst in den
Steinkohlenflötzen. der ältern Sandsteinformation
kömmt e s , so w ie in den jüngern Steinkohlenformationen
, im Allgemeinen nur als Seltenheit vor. Hier
finden sich zuweilenäufserst interessante S tü cke , die
halb versteinert, halb verkohlt, und mit unter sogar
noch mit Überresten des fast ganz unveränderten
Holzes in ein und dem nämlichen Stücke zum
Vorschein kommen. Von dieser merkwürdigen Beschaffenheit
w ird es besonders auf einigen Hessischen
Braunkohlenwerken angetroft’en. Eine nähere Bestimmung
der Holzarten, zu welchen es vor der Versteinerung
gehört h a t , ist nicht möglich , w e il w ir immer
nur einzelne Bruchstücke vor uns haben, ohne
die Beschaffenheit und den übrigen Habitus der Bäume
beurtheilen zu können, von welchen sie die Überreste
sind. Mehrere Stücke haben grofse Ähnlichkeit
mit Ahorn, B u chen, Nufsbaum, Eichen, Birken,
Weiden, und auch mit Schwarzholzarten ; bey einer
nähern Vergleichung, und vorzüglich bey solchen
Stücken, welche noch mit Rinde versehen sind, ersehen
sich aber sehr bald wesentliche ,D - Verschiedenheite
n , und es w ird höchst wahrscheinlich, dafs der
0sröfste Theil des versteinerten Holzes ebenfalls von
Baumarten der Vorwelt herrührt, die sich durch die
Merkmale einer südlichen Vegetation auszeichneten. Es
verdient jedoch noch eine besondere Aufmerksamkeit,
dafs allerdings viel Holzstucke darunter Vorkommen,
welche offenbar grofse Ähnlichkeit mit solchen Baumarten
haben, die zum Geschlecht P i n u s L i n n . , unsern
bekannten Nadelholzarten gehören , welche hauptsächlich
in den nördlichen Erdstrichen einheimisch
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