
ganz vollständigen Exemplaren nicht einmal bemerk-
lich w e rd en , die aber dennoch eingetreten seyn
können. Dafs die veränderte Form blofs vom Unterschiede
des Geschlechts herrühren so ll, w ie man
behauptet h a t, möchte sehr zweife lhaft bleiben.
Hauptsächlich unterscheidet er sich von dem
vorhergehenden durch den gänzlichen Mangel der
w e it hervorstehenden, häufig krumm gebogenen
Stacheln des Tho ra x, der hier nur nach der hintern
Seite zu , an denen zu beiden Seiten vorragenden
scheerenartigen Blättern, schwach gezähneltjerscheint.
Aufserdem aber hat der Thorax auch eine breitete,
und zugleich weit, abgerundetere Gestalt. Die
scheerenartigen Seitenblätter kommen übrigens, nebst
den Scheeren und dem ganzen übrigen Habitus, mit
der vorhergehenden Art völlig üb erein, und nur bey
der Vergleichung recht zahlreicher gut erhaltener
Exemplare w ird sich nach und nach ' entscheiden
lassen, ob w ir hier wirklich zw e y verschiedene
Arten vo r uns haben.
15) M a c r o u r i t e s p s e u d o s c y l l a r u s .
Diese sehr seltene Krebsart von Sohlenhofen ist
zu sehr verschoben und verdrückt, um eine ausreichende
Bestimmung und Beschreibung liefern zu
können.
Sie ist meiner Sammlung erst vor kurzem einverleibt
w o rd en , daher sie auch erst auf einer der
nachfolgenden Kupferlafeln T . XII. F. -5« abgebildet
werden konnte. Aus der Form des blätterförmigen
gezähnelten Thoräx, und der Beschafienheit des Rüssels
und der Fühlspitzen, ergibt sich indessen, dafs
dieser Krebs der Familie Scyllarus de* Fabric. nahe
verwandt i s t , und dafs er , ohngeachtet der abw e ichenden
Form seiner Scheeren, doch w o h l dazu gerechnet
werden mufs, da zumal die le tz tem , w e nigstens
auf eine ähnliche Weise, auf der einen Seite
blätterförmig gezähnelt sind. Die Oberfläche seiner
Schale und Scheeren ist durchgängig gekörnt.
Aufser den hier angeführten Gammarrholithen,
sind mir nur noch einzelne Krebsscheeren vorgekommen,
welche allerdings zu besondern Arten gehören.
So möchte z. B. ein Theil der im P e t e r s b e r g e
aufgefundenen Krebsscheeren H u m m e r a r t e n ,
dem C a n c e r g am m a r u s , andere dagegen w ied er
K r a b b e n a r t e n angehören, und so lange als nicht
vollsändige Exemplare ganzer Krebse aufgefunden
w e rd en , was bisher, so viel ich weifs, im P e t e r s b
e r g e noch nicht der Fall gewesen ist, so läfst sich
auch keine nähere Bestimmung hinzufügen.