
g. Venulites sinuatus.
Auf dev Gebirgsart mit erhaltener und versteinerter
Schmale von Ster ob erg, nebst’ einem hierher gehörigen
Stein kern aus dem Halber s tädt i s chen. (2 Ex.)
Ähnlichkeit mit Venus s inuata^ Gen Pa-
phi a Lain. Sehr fein in die Queere gestreift, und
auf der andern Seite des Amis sogar mit feinen gitttjr-.
förmigen Streifen versehen. »
g. Venulites trigonellaris.
Ein freyes ganz vollständig mit versteinerter Schmale er-,
haltenes ExemplaT von Gundershofen. O Ex.)
Fast ganz die Gestalt der T r i g o Hella. y u I g a •>.
r is und Ähnlichkeit mit Venu s c ont e nt a und
s t r i a t a Linn. Nähert sich auch in dqr Form ganz,
jungen Exemplaren von Ma ctra l a c t e a und S t u 1 -
tor. Linn. mit etwas hervorspringenderm Anus, nach
Art der Trigonellen.
10. Venulites rugosaeförmis.
Aus Sandsteinschichten vom Pu c h b e r g e in Nieder -
Ös ter rei ch, gröfstentheils vollständig erhalten. Die
sehr dicke Schaale ist allerdings versteinert, \yeil sie
durchaus in eine verhärtete kreideartige Kalkuiasse verwandelt,
und nicht blos oberflächlich kalzinirt ist, ( i Ex.)
Viel Ähnlichkeit mit V e n u s yugosa> und
pue rp e r a Linn. Die äufsere etwas abgeriehene
Oberfläche der Schaale zeigt beym, ersten Anblick
zwar nur eine etwas, unregelmäfsige Queerstreifung,
bey- näherer Betrachtung aber , verrathen einzelne
Stellen eine gitterförmige Streifung, und alsdenn
möchte sie mit der zuerst augeführten Art des Linn.
Sehr viel ybereinstimfeüilg gehabt haben.
11. Venulites islandicus.
Sehr schöne zum Tlieil vollständig erhaltene Exemplare
miE versteinerter und kalzinirter Schaale, aus Island. (8 Ex.)
Einige grofse Exemplare darunter sind m dem
Innern mit den schönsten Drusen von rhomboidalen
Kalkspathkristallen, welche wieder auf Quarzdrusen
aufgewachsen, und mit unter mit: Mehlzeolith ausgefüllt
sind, überzogen. Merkwürdig ist es, a s
sich der nämliche Venulit mit sehr schön erhaltener
Schaale in der sogenannten grauen Muschelbank un
Coburgischen zu finden scheint, wovon der Suite ein
Exemplar zur nähern Vergleichung beygelegt ist.
Stimmt mit V e n u s i s l a n d i c a L i n n . , die sich tä0
noch an den Kästen von Island im natürlichen Zustande
findet, völlig überein, C o n f .C h e m n i t z C . T. *7 VaS ' 3 f 3 -
Die nämliche Muschelart findet sich auch m
den aufgeschwemmten vulkanischen Schichten, m
der Gegend von Rom, auf gleiche Weise mit scho-
neu Kalkspathdrusen im Innern verziert. Es scneint
mir dies ganz besondere Aufmerksamkeit zu verdienen,
und überhaupt ist es merkwürdig, dafs es das
Ansehen gewinnt , als wenn die V erstein er unö m
einigen vulkanischen Gegenden durch vulkanische
Einwirkungen ganz besonders begünstigt wurde.
12. Venulites borealiformis.
Aus der grauen Muschelbank im Cobu r g i s c h e n , » it
gröfstentheils erhaltener Schaale, der Gebirgsart aufliegend.
C3 ^ G r o f s e Sehnlichkeit mit V e n u s h o r e a l i s Linn.
Da sie sehr flach gewölbt ist, so wird sie häufig
mit T e l l i n i t e s l a c te u s aus der nämlichen Muschelbank
verwechselt. Sie scheint übrigens gleichfalls
ziemlich häufig vorzukommen.