
i í
'8
2 5 7 . 2371. ^ (liicreiis |ii'iliin('iil.ftn 2. subiiitcgi'a. G a n z b lä t tr ig e
S tie le ic lie .
Blätter breit, an der Spitze gerundet, nur sehr seicht und
stumpflich eingesclmitten.
2372. ^ (lu. p. puiiciloliii. A V eu ig lap p ig e S tie le ic h e .
Blätter mit tiefer gebenden, aber nur vereinzelten rundliclien
Lappen.
2373. ^ (lu. |). 4. iicutiloliii. S p itz la p j iig e S tie le ic h e .
Lappen der Blätter kurz, fast zahnartig nnd spitz.
2374. ^ (Im, j i . ,7. oldiisiloha. S tum p f la p p ig e S tie le ic h e .
Blätter nicht gross, fast leyerförmig, Lappen stumpf und
gerundet.
237,5. J (111. p. (i. (lisseda. E in g e s c h n i t t e u b l ä t t r ig e S t i e l eiche
.
Blätter mit zahlreichen und tiefgelienden, lappenartigen
Einschnitten.
2376. J ( I I I . p. 7 . macrophylla. G r o s s b l ä tt r ig e S tie le ic h e .
Mit sehr grossen Blättern und üppiger Belaubung.
2377. ^ (tu. p. 8, microphylla. K l e i n b l ä t t r i g e S tie le ic h e .
Mit sebr kleinen Blättern und in der Belaubung auffallend
feiner als die gewöhnliche Form.
2378. ^ (lu. p. 9. crispa. K r a u s b l ä t tr ig e S tie le ic h e .
Belaubung dunkelgrün. Blätter unterseits blassgrün, am
Kande kraus.
2379. M äS 'l"- !'■ 1®- oiiiliiliita. W e ll e n b lä t tr ig e S tie le ic h e .
Eine Form von gedrücktem, mehr strauchartigem Wüchse.
Belaubung ziemlich dunkel; Blattfläcbe wellenförmig faltig.
2380. ^ (lu. p. 11. iiilcrmcilia. B a s ta r d -S tie le ic h e .
Syn.: ?Qu. rosäcea Bedist.
Diese Form hat in der Belaubung viel Aehnlichkeit mit
der Steineiche, bat aber die langgestielten Früchte der Stieleiche
und ist vcrmutlilicli ein Bastard beider genannter Arten.
Die Blätter sitzen an gelblichen Stielen. Sio sind länglich,
nach der Spitze breiter, nach der Basis schwach keilförmig
verschmälert, am Blattstiel in der Kegel ungleich und etwas
herzförmig. Der Kand ist nicht tief, fast zalmartig gelappt.
Sie sind ziemlicli fest und lederartig, auf der Oberfläche glänzendgrün,
auf der Unterseite blassgrün. Ich habe diese Form
bis jetzt erst in einem, ziemlich grossen Exemplare in den
hiesigen Anlagen gefunden; Bechstein beschreibt jedoch (Forstbotanik
p. 333), allerdings etwas abweichend von unserer
Pflanze, eine Eiche unter der Benennung ,,ßoseiieiche (Qu.
rosacea)“, die er gleichfalls für eine Bastardform zwischen der
Stiel- und Steineiche hält.
2381. Gleichfalls h ie rh e rg e lio rig is t yiello iclit eine F o rm , die sich m eh rfach in
jü n g e r e n , n o ch n ich t f ru c h ttra g en d e n E x em p la ren in den hiesigen An lag en
IÍ0Í -
619
findet, vo n denen eines u n te r d e r B e z e ich n u n g „Q u . p. c o r iá c e a “ in d a s A rb
o re t g e p flan z t ist. Sie scheinen zu d iese r S pecies zu g ehören, zeiclinen sich
a b e r d u rch k u rzg e s tie lte , au ffallen d feste, fast led e ra rtig e , o b e rlialb g län z en d -
g rü n e, u u te rh a ib b las sg rü n e B lä tte r a u s . Vielleich t möchte diese auch Becli-
s te in ’s ,,L ed e re ic iie “ (P o rs tb o t. p. .038) d a rs te llen .
Z i e r e n d e S p i e l a r t e n d e r (luércus peiluuciilála Willd.
U n te r diese R u b rik stellen wir diejenigen Formen, die mehr
als die vorgenannten von der gewölinlichen Fo rm abweichen,
daher mehr als je n e in das Auge fallen und mehr dazu geeign
e t sin d , durch ihre Anpflanzung in den Gärten die Mannigfaltigkeit
der Geliölzparthieen zu vermehren. Auch solcher
Spielarten sind sehr viele, und es wird dalier die Uebersicht
über dieselben e rle ic h te rn , wenn sie wiederum in Gruppen getheilt
werden, nach dem Haupt-Charakter, der die Abweichung
von der Stammform bedingt. Solcher Va rietäten - C haraktere
unterscheiden wir im Wesentlichen drei, erstens den abweichenden
H ab itu s, zweitens die abweichende Blattform, und drittens
die abweicliende F ä rb u n g der Belaubung. Sehr häufig kommt
es allerdings vor, dass sich mehrere dieser C ha raktere an einer
Pflanze vereinigt fin d en ; iu diesem F a lle ist die am meisten in
die Augen fallende Eigenschaft als massgebend angenommen.
ct. V a r i e t ä t e n v o n a b w e i c h e n d e m H a b i t u s .
2i)7. 2382. ^ (liierciis pcdiiiii'uláta 12. fastigiáta Loud. P y r a m i d e n e
i c li e.
S y n .: Qu. fastigiáta Lam. — Qu. pyramidális Hort.
E in scliöner Zierbaum, der die Be lanbung der Eiche mit
dem Wüchse der Spitzpappel vereinigt, Aeltere Autoren betrachteten
diese Eiclie als eine eigene A r t, Loudon stellt sie,
und mit Re cht, zu Qu. p eduiiculata, doch ist es eine ziemlich
beständige U n te ra rt, d. b. die Sämlinge derselben geben nur
zum Tlieil zu dor Stammform zurück, wälirend ein an d e re r, in
der Eegel niclit unbedeutender T he il dem Cha rakter der Mutter-
jiflanze treu bleibt. Nach Loudon (Arb. brit. I I I , 1731) stammt
diese Eiclie aus den P y r e n ä e n , aus P o r t u g a l und dem s ü d l
i c b e n F r a n k r e i c h , wo sie mehrfach wild gefunden sein soll.
Empfindlicli gegen die K ä lte zeigt sie sich jedoch bei uns durchaus
nicht. Bechstein beschreibt (F o rstb o t. p. 3.33) eine Pyra -
inideneielie, höchst wahrscheinlich doch dieselbe Form, unte r der
B en en n u n g ,,schöne Eic lie.“ Es soll das betreffende Exemplar,
nach einer Mittheilung des H e rrn B orkhansen, Oberförster zu
Babenhausen, bei dem Städtchen Babenhausen noch je tz t stehen
u n d über 100 Fu ss hoch sein. Der streng pyramidenförmige
M'uclis zeichnet diese A b a rt sehr aus, und es ist dieselbe daher,
namentlich in Gruppen au f Easenfläclien, von Effekt. Belaubung,
Blütlie und F ru c h t sind wie boi der S tieleiche; die Eicheln
sind ziemlich klein, lan g und spitz.