
c) Das S u b g en u a lo rg a n ................................................... Pa®‘
d) Das Z w i s c h e n o r g a n ........................... • • • . 90
e) Die Crista acustica................................................... ............................
f) Die stiftförmigen K ö rp e r c h e n ........................................ ............................ J
V. G r y l l o d e a ...................................................
A. A llg em e in e s ............................
B. Trommelfelle und Trommelfellumgebung ...................... n g
C. Vom inneren Bau der T ib ia .
. v . 122
a) Die Tympanaltrachee ............................
b) Die Nervenendapparate # . -s . ; :'V'.:
1. Allgemeine Ü b e r s ic h t ........................................................ J2(.
2. Verlauf der Sinnesnerven............................................. $1 28
3. Das S u b g en u a lo rg a n ........................................
4. Das Trachealorgan • . . . 130
5- Die stiftförmigen K ö r p e r c h e n .................................. j_g
L i t e • r a t u r v e r z e i c h n.i s. .. . ' * . 142
E r k lä r u n g d e r Z e i c h e n .......................... . .14 4
E r k lä r u n g d e r A b b i ld u n g e n . . . . . . . . . . I4g
I. Einleitung-,
In der Einleitung zu seiner ausgezeichneten Monographie über die tympanalen Sinnesapparate
der Orthopteren spricht V. G r ä b e r (1875) seine Verwunderung darüber aus, daß
man sich mit den bis dahin gewonnenen Untersuchungsergebnissen dieser interessanten Organe
. zufrieden zu geben schien. Zwar hatten hervorragende Forscher wie Joh. M ü l le r
(1826), S ie b o ld (1844), L e y d ig (1855) und H e n s e n (1866) versucht, das Wesen der „Gehörorgane“
zu ergründen, die Resultate ihrer Untersuchungen waren aber, entsprechend den
mangelhaften technischen Hilfsmitteln der damaligen Zeit,; imgemein dürftig. Auch die Arbeiten
von R a n k e (1875) und S chm id t (1875), welche fast gleichzeitig mit der G r ä b e r s
und unabhängig von dieser erschienen, trugen herzlich wenig zur Aufklärung bei. Das Neue,
was sie gebracht haben, hat sich größtenteils als Phantasieprodukt erwiesen, und das, was
sie glaubten an den Befunden ihrer Vorarbeiter berichtigen zu müssen, war von diesen viel
besser gesehen worden. Erst G r ä b e r ist es gelungen, durch äußerst sorgfältige und umfangreiche
Untersuchungen, welche er in seiner Monographie niedergelegt hat,: einen erheblichen
Schritt vorwärts zu tun. Seine Studien sind vor allem vergleichend morphologischer
Art, aber auch die Histologie der nervösen Organe wie auch ihrer Plilfsapparate hat er mit
großem Fleiß und vorzüglichem Erfolge bearbeitet. Die Wichtigkeit seiner Befunde hat
wohl allgemein die verdiente Wertschätzung gefunden. Gräber selbst war sich aber vollkommen
klar, daß er eigentlich nur eine breite Grundlage geschaffen hat, auf der spätere
Untersucher weiter bauen konnten, denn er sagt, „daß seine Monographie sich den Zweck
gesetzt habe, die fraglichen Gebilde erst in den Kreis der wissenschaftlichen Probleme einzuführen,
indem darin zunächst ersichtlich gemacht wird, was es in dieser Richtung noch zu
arbeiten gibt, bevor wir sagen dürfen, daß wir mit dem Wesen derselben nur einigermaßen
vertraut sind.“
Inzwischen sind drei Dezennien verflossen. Wohl liegt uns eine sehr schätzenswerte
Arbeit aus dem Jahre 1892 von A d e lu n g über das Gehörorgan der Locustiden vor, auch
die Grillen sind vor kurzem von PI e r b ig (1902) neu bearbeitet worden, die Acridiodeen dagegen,
von denen eigentlich am wenigsten bekannt ist, und die auch von Gräber recht stiefmütterlich
behandelt sind, haben bis jetzt keinen neuen Bearbeiter gefunden. Wenn man
nun ferner bedenkt, welche eminenten Fortschritte in neuerer Zeit in der Erkenntnis der
Nervenanatomie gemacht sind, und wie speziell seit A p a th y s epochemachenden Veröffentlichungen
die bis dahin noch recht unsichere Auffassung von den eigentlichen leitenden
Elementen des Nervensystems in engere und zuverlässigere Bahnen gelenkt ist, so mag es
verwunderlich erscheinen, daß man es sich bisher hat entgehen lassen, ein solch günstiges
Objekt wie das Tympanalorgan der Acridiodeen zur Untersuchung heranzuziehen. Unsere
Zoologioa. H e ft 60. 1