
zwfeigles Netz integmbcntaior ..Nerven. Am hintereii Tyinpamumfelde,-ist digi Membran so-
dünn, daß sie überhaupt nicht mehr nachweisbar ist.
e) Tromme lfellkörperchen.
Die von G r ä b e r s® bezeidhneten Trommelfellkörperchen sifid zu definieren als typisijji
gebaute, bei den. einzelnen S p q^ |m d h r oder weniger variable TrommeMell^ebildSdie sich:
teils als- starre Haltungen und Ausbuchtungen, t e i l s ^ i einfache, cterakte*fttbch'’ | ib r a t t i
Verdickungen der Cuticula zeigen, und jJS|einige .aberrante Formeg.ausgenommen, immer
in. gleicher Zahl und in annähernd konstantem Lageverhähmsigefundcn werden.
Bemühen wir Uns nun, diese komplizierten ( tcliilde einer verständlich«;!: Beschreibung
zu“ unterziehen, indem wir zugleich die Befehde; der .fSuheren Forsither e iS h e n d S r te rn ,
so. werden wir finden, .daß die Ergebnisse ihrer Untersuchungen. auch- die Gräber
weit entfernt sind, die tatsächlichen,'Verhältnisse so wiederzäggieh, wie ich sie gefunden
habe. Die gedrängte Lage dieser kleinen Chitinstücke, die sich teilweise festrzteapimen und
übereinander.schieben, und; äffe dickfegmentierte H,y||kermis, w ^ h e hier sehr schwer zü
entfernen ist, macht in Totopräparaten das Erkennen ihrer Form fast unmöglich.. Mir ist
dies erst durch Rekonstruktion sorgfältig angefertigter Schnittseriell gelungen, und mit Hilfe]
der hierdurch erzielten Resultate h ä fe ieh auch unter dgrSMk.- .Lupe die Körperchen gr-i
kennen und frei präparieren können.
Die erste Angabe bezüglich unserer Gebilde finden wir bei S ie b o ld (1844, p. 60),
welcher sieh folgendermaßen ausspricht: „Auf der äußeren Fläche des;Trommelfelles fällt
ein in einem stumpfen Winkel gebogener, dunkelbraun gefärbter Streifen auf. Hinter diesem
Streifen, gegen die Mitte des Trommelfells hin, bemerkt man ferner noch einen sehr kleinen,
dreieckigen und ganz isolierten dunkelbraunen Fleck.“ Diese Färbungen sollen dann von
„hornigen“ Teilen herrühren, die auf der Innenseite des Trommelfells liegen und durch dasselbe
hindurchschimmern. Über ihren Bau sagt er folgendes: „Das größere, nahe am Vörder-
rande des. Trommelfells gelegene Hornstück besteht aus zwei ungleichen, in einem stumpfen
Winkel zusammentretenden Schenkeln, von denen der kürzere nach oben, der längere nach
unten und hinten gerichtet ist. Aus dem stumpfen Winkel dieser beiden in ihrer ganzen
Fläche mit dem Trommelfell verwachsenen Hörnschenkel ragt ein kurzer, zungenförmiger
Fortsatz frei in die Höhe, ist stark nach vorne umgebogen und auf der hinteren Seite ausgehöhlt.
Das zweite kleine dreieckige Hornstückchen bespricht er nicht weiter.
Die Beschreibung, welche L e y d i g (1855, p. 400) von dem Bau der Trommelfell,
körperchen gibt, ist meines Erachtens viel zutreffender, als Gräber anerkennen will. Vom
bimförmigen Körperchen sagt er, daß es ein dreieckiger, breiter Knopf mit nach unten gekehrter
Spitze sei und von zahlreichen feinen Poren durchzogen, die ihm ein gestricheltes
Aussehen verleihen. Wenn er sich nun auch die vorderen Körperchen als eine einheitliche,
solide, „winklig gebogene Querspange“ vorstellt, so ist die Beschreibung, welche, er von
dieser gibt, doch gar nicht so übel: „Der eine Arm (der obere) beginnt dünn, und indem
er sich nach innen immer stärker hervorwölbt, formt er einen dicken Wulst, zu dessen
Bildung übrigens auch, der andere Arm der Spange, welcher* breit und rinnenförmig ausgehöhlt
ist, das seinige beiträgt.“ Den mittleren Wulst bezeichnet er dann, als Vereinigungshöcker,
dessen Chitinsübstanz bienenwabenartige Räume zur Aufnahme der Hörnervenenden
besitzen soll. Wichtig ist es jedenfalls, daß L e y d ig schon die rinnenförmige Aushöhlung
„des unteren Armes der Spange“ bekannt war.
Das wenige, was H e n s en (1866, p. 203) über die vorliegenden Gebilde berichtet, ist
wert, wörtlich wiedergegeben zu werden, da die Schilderung eine vollkommen zutreffende
ist. Er sagt: „Der Höcker, von Leydig als Vereinigungshöcker bezeichnet, ist dickwandig,
von außen her hohl und bildet einen fingerförmigen, nach innen gerichteten, etwas nach
abwärts und zum Nerven gebogenen Dorn.“
O. S chm id t s Angaben über die Hornvorsprünge des Trommelfells (1875, P- 200) sind
mir größtenteils unverständlich geblieben. Das einzige Mitteilenswerte wäre, daß er unterhalb
des Kegels eine nach außen gewölbte Grube beobachtet hat. Dieser Befund ist, wie
wir gesehen haben, zwar nicht ganz neu, aber ich führe ihn deswegen besonders an, weil
er in der ganzen Arbeit die einzige Beobachtung zu sein scheint, die nicht falsch wäre.
Die Untersuchungen G r ä b e r s haben auch die Erkenntnis dieser Gebilde ganz beträchtlich
gefördert. Wie Siebold ein zweischenkliges und dreieckiges Hornstück unterschied,
so spricht er von einem zweischenkligen und bimförmigen Körperchen. Das zwei-
schenklige Körperchen beschreibt er in folgender Weise (1875, P- 81 und 82):
„Nahe dem Tympanalstigma bemerkt man einen zapfenförmigen Höcker, von dem
.zwei längliche, mit dem Trommelfell innig verwachsene Fortsätze entspringen, die miteinander
einen Winkel von 150° einschließen. Der eine der Fortsätze ist nach oben, der
andere nach unten gerichtet.
Der untere Schenkel stellt eine inwendig rinnenartig vertiefte, gegen die Außenseite
konvexe, derbe Platte vor, die zu beiden Seiten leistenartig nach innen vorspringt.
Der obere Fortsatz bildet eine längliche, stielförmig erscheinende Wucherung der
Innenseite des Trommelfells^ die sich in der Nähe des zapfenförmigen Höckers in zwei
Arme teilt, welche das genannte Gebilde zangenartig umschließen und mit in die Bildung
des hohlen Höckers eingehen. Das zapfenartige Gebilde stellt, von der Innenseite des
Trommelfelles betrachtet, ein frei in die Höhe und etwas nach unten gerichteten Höcker
dar. Sieht man das Trommelfell von außen, so erkennt man an der entsprechenden Stelle
eine Vertiefung, in welche sich die Spitze einer Nadel einführen läßt.“
Das bimförmige Körperchen hält G r ä b e r für eine innere Wucherung der Trommelfellmembran,
die gewöhnlich durch das Trommelfell nach außen durchschimmert. „Sie hat
die Gestalt einer flach gedrückten Birne und läßt eine zarte Punktierung und Strichelung
erkennen, die von feinen Porenkanälen herrührt.“ Von der Spitze der Birne soll sich bis
zum Zapfen ein durch gröbere Rauhigkeiten bezeichnetes Band erstrecken.
Wie aus dem hier gegebenen Überblick ersichtlich ist, stimmen alle bisherigen
Forscher darin überein, daß es sich bei diesen Gebilden um zwei Trommelfellverdickungen
handelt: eine vordere größere winklig gebogene, und hinter und oberhalb derselben eine
zweite kleine von dreieckiger oder bimförmiger Gestalt.
Auch G r ä b e r konnte sich von der Auffassung, daß sein zweischenkliges Körperchen
ein solides Ganzes darstellt, nicht frei machen, obgleich ihm bekannt war, daß „die be?
zeichneten drei Abschnitte des zweischenkligen Gebildes getrennt voneinander und in verschiedenen
Larvenstadien zur Entfaltung kommen“ (p. 89). Nun sagt uns schon die einfache
Zoologica. Heft 60. 3