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Alle Rechte Vorbehalten.
Chr. Be lse r’sch e Bu ch d ru ck e re i, S tu ttg a rt .
Einleitung.
In der großen Verwirrung, die schon seit langem in der Systematik der nordafrikanischen
Uaniden herrscht, haben leider auch die beiden Arbeiten von M i v a r t (“ ) einerseits und von
A n d e r sfdn und D e Winton (!) andererseits noch immer n S t die genügende Klarheit gebracht.
Wenn wir, trotzdem sich die namhaftesten Forscher mit di|i » ugetiergruppe beschäftigt haben,
m deren Kenntms noch nicht weiter smd^p hegt das wohl zum größten Teil im Materiale selbst.
Bei der aüßsiordentlichen Plastizität' nämlich, die gerade der Camdenkorpei gegenüber den leisesten
^Einwirkungen des Milieus zeigt, is^ s durchaus ungenügend, nur ein oder zwei Exemplare kennen
zu l e r n e n , da die individuellen Abweichungen viel zu groß sind. Esust vielmehr nötig, möglichst
die ganze Variationsbreite jeder einzelnen Ar; zu erforschen. D^Se Bekanntschaft mit der Variation»
m ö g licÄ it der wilden Cshiden ist aber auch dringend erforderlich, wenn wir an die wichtige Frage
nach der Abstammung unserer Haushunde gehen wollen; denn daran, daß die Haushunde aus
lebenden öderÄiatemaren Wildhunden durch Umformung hervorgegangen sind, wird heutigen
Tages wohl kaum noch ein Forscher zweifeln.
Wenn ii*nun heute imstande zu sein hoffen kann, etwas zur Kenntnis der nordafrikanischen
Wildhifnde beizutragen, k&danke ich das vor allen Dingen dem Umstande, daß ich das Material aus
einer größeren Anzahl von Sammlungen untersuchen konnte und somit Gelegenheit hatte, eine große
Zahl Schädel miteinander vergleichen zu können. In liebenswürdigster Weise haben mich folgende
Herren mit ihrem S a t und dem Material aus den von ihnen verwalteten Sammlungen unterstützt;
Herr Prof. Dr. Brauer,
Herr Prof. Dr. Döderlein,
Herr Geheimer Hofrat Prof. Dr. R. Hertwig,
Herr Oberstudienrat Prof. Dr. Lambert,
Herr Dr. Leisewitz,
Herr Prof. Matschie,
Herr Prof. Dr. Römer,
Herr Prof. Dr. Studer.
Allen diesen Herren möchte ich auch an dieser Stelle meinen besten Dank aussprechen.
In einer Notiz über die Verbreitung der nordafrikanischen Schakal« im Zoologischen Beobachter
Bd XLVIII Jahrg. 6, No. 12 p. 363—373 habe dch schon kurz die wichtigsten Resultate des ersten
Teiles der folgenden Arbeit mitgeteilt. Hier gedenke ich in ausführlicher Weise meine damaligen
Behauptungen begründen zu können.