
r) 3 Exemplare (Textfig. XII, X I 11) : hintere Basalspitze gut ausgebildet, vordere '
ebenfalls oder nur angedeutet, Krone lang im Verhältnis zur Höhe1; Wurzel stark gefurcht.
2) 1 Exemplar (Textfig. XIV): ohne vordere Basalspitze und mit kürzerer (also:
schlankerer) Krone.
3) 13 Exemplare (Textfig. XV): vordere Basalspitze fehlt, hintere nur angedeutet;
Kronenlänge verschieden; Wurzel schwach gefurcht oder ungefurcht.
Entgegen dem Verhalten bei den anderen Microgale-Arten ist bei M. dobsoni C stets
niedriger als 1 1, welcher, wie wir gesehen, bei dieser Art seine größte Länge innerhalb der
Gattung erreicht.
Bei L im n o g ä le entspricht C etwa dem Stadium 1 bei M. d ob son i.
Bei O r y z o r ic t e s erreicht C, wenn am höchsten ausgebildet, beinahe typische Eckzahnform
und stimmt, auch in seinem Größenverhältnis zu den Schneidezähnen, besser mit
Hemicentetes und Centetes als mit Microgale überein. Doch ist die Entwicklung des C zu
der typischen Eckzahnform bei dieser Art noch in lebhaftem Gange: bald — und dies ist
der häufigste Fall -Sjerinnert er noch durch geringere Höhe und stärkere Ausbildung der
hinteren Basalspitze (Textfig. XVI) an die indifferenten Formen mancher Microgale-Iridivi-
duen, bald ist er bedeutend höher nur mit einer Andeutung der hinteren Basalspitze (Textfig.
XVII).
Die Kronenform des C ist bei H em ic e n te te s (Textfig. XVIII)-wie bei I i und I2
nur bedeutend größer; doch kann die hintere Basalspitze nur angedeutet sein. Die Wurzel
ist an der Basis gefurcht.
Bei C e n t e t e s hat C eine typische Eckzahnform ohne Andeutungen von Basalspitzen
(Textfig. XIX).
Bei E r ic u lu s variiert die Ausbildung des C in sehr bemerkenswerter Weise:
1) 15 Exemplare von E.setosus (Textfig. XX, XXI) und von E.telfairi (Textfig. XX III):
Kronenhöhe wechselnd, nicht größer als 1 1, mit hinterer (bei einem Ex. auch mit vorderer)
Basalspitze; zwei Wurzeln;
2) 1 Exemplar E. setosus, 4 E. telfairi: ebenso aber e in e gefurchte Wurzel;
3) 8 Exemplare E. setosus (Textfig. XXII): Krone schlanker, höher als 1 1, mit keiner
oder nur angedeuteter hinterer Basalspitze; Wurzel gefurcht oder ungefurcht (siehe unten).
Bei P o tam o g a le (Fig. 20) hat C dieselbe Gestalt wie I3, doch länger als dieser
und niedriger als I i ; eine vordere Rinne ist angedeutet (vergleiche oben über 1 2); zwei
Wurzeln.
-fc bei S o le n o ip n ist-^ebenfalls niedriger-als I i , länger als die ¡jghneidezähne, hat
bei .3, paradoxus (Fig. deutliche vordere und .hintere Basalspitzen pbwie fe ^ bsiden
Arten zwei Wurzeln.
Cd schließt sich in seiner Form nahe an C an (M ic r o g a le d o b so n i, M. cow an i,
O r y z o r ic t e s , H em ic e n te te s , P o tam o g a le ) , jedoch kleiner (bei M. cowani ist der
Größenunterschied sehr geringfügig). Bemerkenswert ist, daß, wo von C mehrere Formen
(M. dobsoni, Oryzorictes) auftreten, Cd mit der am wenigsten eckzahnartig differenzierten
1 Mit Z a h n h ö h e is t überall die Ausdehnung des Zahnes in vertikaler Richtung, mit Z a h n lä n g e die Ausdehnung
in der Richtung des Kiefers gemeint.
m 13 m
übereinstimmt (Fig. 13). In Übereinstimmung hiermit steht, daß bei C e n te te s Cd sich außer
durch geringere Größe durch das Vorkommen einer kleinen hinteren Basalspitze (fehlt nur
bei einigen Ex.) und durch das Vorhandensein einer schwachen Wurzelfurche bei einzelnen
Individuen von C: • unterscheidet.
Bei S o le n o d o n (Fig. 55) ist Cd viel kleiner als C, aber ebenso hoch wie I d i ; nur
e in e Wurzel.
Bei einzelnen Exemplaren von E r i c u lu s s e to su s hat Cd, welcher kleiner als C ist,
die Andeutung einer vorderen Basalspitze und zwei divergierende Wurzeln. Das Divergieren
der Wurzeln kann hier nicht durch Einwirkung des Ersatzzahnes (C) hervorgerufen oder notwendig
gemacht worden sein, wie in anderen Fällen wohl angenommen werden kann, da hier
der Ersatzzahn v o r Cd zu stehen kommt (Fig. 27, 31). Bei der überwiegenden Mehrzahl fehlt
die vordere Basalspitze gänzlich und die Wurzeln sind verwachsen. Bei zwei auch sonst im
Gebiß etwas abweichenden Exemplaren trägt Cd der einen Seite zwischen der Hauptspitze
und der hinteren Basalspitze einen kleinen Höcker (Fig. 31}. Nach Major1 sind die Basalspitzen
bei E. telf airi stärker als bei setosus.
Bei M ic r o g a le lo n g ic a u d a ta und p u s i l la (Fig. 1) ist P 2 2 viel niedriger als C,
mit vorderer und. hinterer Basalspitze ausgerüstet und mit zwei freien oder (bei einer pusilla)
verwachsenen Wurzeln. P2 bei M .cow an i (Fig.3) ist stärker entwickelt und mit schwächerer
vorderer Basalspitze versehen als bei den vorigen; wenig niedriger als C. Bei M. d o b s o n i
ist bei einigen Exemplaren die vordere Basalspitze etwa so entwickelt wie bei M. lo n g i c
a u d a ta , ebenso bei L im n o g ä le ; von diesem Stadium läßt sich innerhalb der Art M. dobsoni
die Reduktion der vorderen Basalspitze bis zum völligen Schwunde verfolgen. Bei
O r y z o r ic t e s stimmt P2 mit demselben bei M. c ow an i überein; doch kann die vordere
Basalspitze fehlen und sogar die hintere stark rückgebildet sein.
Pd2 unterscheidet sich bei M. c ow a n i (Fig. 5) und O ry z o r ic te s ; (Fig. 13) vornehmlich
nur durch bedeutendere Länge, welcher Zuwachs auf die hintere Partie des Zahnes, also
hauptsächlich auf die hintere Basalspitze kommt (besonders lang bei M .g r a c ilis ) ; die Wurzeln
divergieren mehr bei Pd2 als bei P2. Die Ausbildung der vorderen Basalspitze bei Pd2
variiert etwa in demselben Grade wie bei P2.
P2 ist bei P o tam o g a le (Fig. 20) wesentlich wie C gestaltet; Pd2 (Fig. 24) unterscheidet
sieh von P2 durch schärfere Markierung der Basalspitzen;
Bei S o le n o d o n (Fig. 57) ist P2 dem C ähnlich, nur viel kleiner: ein verkalkter
Pd2 fehlt.3
Bei C e n t e t e s hat P2 (Fig. 35) keine vordere und nur eine angedeutete hintere
Basalspitze, während bei dem relativ längeren Pd2 die hintere Basalspitze immer gut ausgebildet
ist und auch eine Andeutung der vorderen vorhanden sein kann.
Während P2 bei H em ic e n te te s n ig r ic e p s am meisten mit demjenigen bei Micr.
cowani übereinstimmt und wie dieser eine schwache vordere Basalspitze und zwei Wurzeln
4 Die Prämolaren der Centetidae sind ausführlich von F. Major (97) beschrieben worden.
3 F. Major (97 pag. 528) hält es au f Grund der T atsach e, daß Pd2 bei Centidae zuerst von allen Milchzähnen
ausfällt, für wahrscheinlich, daß derselbe bei jüngeren Individuen als bei den zwei bisher untersuchten Solenodon-Individuen
zu finden sein wird.