
Von der dorsalen Mittellinie des Pylorusabsclmittes verläuft unmittelbar hinter dem zweiten
Knick, den die obere Profillinie macht, ein unpaarer längsgestellter Muskel schräg nach der Körperwand
hin, der p y l o r i c a l e Do r s a lmu s k e l (p. d. m. Fig. 46).
Von der gegenüberliegenden, ventralen Wand geht ein paariger, nach vorn und etwas nach
unten ziehender Muskel aus, der p y l o r i c a l e V e n t r a 1 m u s k e 1, (p. v. m. Fig. 46) der nach
einer Chitinspange des Innenskeletts zieht.
Nun zu den Innenmuskeln: In der Mitte des Dorsalstückes liegt ein Längsmuskel, d e r
D o r s a l s t ü c k l ä n g smu s k e l , (d. 1. m. Fig. 46). Er verläuft über das ganze' Stück von einem
Ende bis zum ändern und greift auch noch auf die Vorderlippe über. Seine Breite entspricht genau
der manchmal eingedrückten mittleren Partie des Dorsalstückes. Er liegt also zwischen den beiden
Dorsalstückhebern. Einige kleinere längsgestellte Muskelstreifen liegen auch noch außerhalb der
Dorsalstückheber (Fig. 46). An der Vorderwand des Magens verläuft ein kleiner Quermuskel, der
D o r s a l s t ü c k q u e rm u s k e l (d. q. m. Fig 46) über die rinnenförmig eindrückbare Partie
des Dorsalstückes.
Vom Hinterrande der oberen Cardiopyloricalklappe aus geht eine breite kräftige Muskel-,
Schicht nach vorn zu breiter werdend über das ganze hintere Dorsalstück und obere cardiacale Seitenstück
bis an den Band des vorderen Dorsalstückes. Es ist der g r o ß e c a r d i a c a l e L ä n g s m
u s k e l (g. 1. m. Fig. 46).
Der größte Innenmuskel des ganzen Magens ist der g r o ß e c a r d i a c a l e V e n t r a l m
u s k e l (v. m. Fig. 46). Er verläuft von der einen oberen Kante des unteren cardiacalen Seitenstückes
der einen Seite auf der Ventralseite des Magens herum bis zur entsprechenden Kante des
Seitenstückes der anderen Seite. In seiner Ausdehnung reicht er nahezu vom vordersten Ende des
Seitenstückes bis zum hintersten.
Ein kleinerer Innenmuskel legt sich quer über das untere pyloricale Seitenstück, der p y l o r
i c a l e S e i t e nmu s k e l (p. s. m. Fig. 46).
Am Oesophagus ist ebenfalls Innenmuskulatur vorhanden. So verläuft über die Vorderseite
Längsmuskulatur, über die Hinterseite Quermuskulatur, doch ist mir die Anordnung im einzelnen
nicht ganz klar geworden.
3. Der Mitteldarm.
Bei den Malakostraken unterscheidet man neben einem Vorder- und einem Enddarm, die
beide aus dem Ectoderm entstanden sind, einen mesodermalen Mitteldarm. Als Kriterium für die
Zugehörigkeit eines Darmabschnittes zum Meso- oder Ectoderm gilt das Vorhandensein oder Fehlen
einer inneren chitinösen Cuticula, die Vorder- und Enddarm besitzen, während sie dem Mitteldarm
fehlt. Bei Euphausia superba findet sich nun wohl im Magen ein deutlicher, starker Chitinbelag.
Aber in dem ganzen dem Magen folgenden Abschnitt vermag ich nirgends, selbst unter Anwendung
von Apochromaten nicht, eine innere Chitinausscheidung wahrzunehmen.
Hier versagt also jenes Kriterium, das heißt, ich vermag die Grenzen des Mitteldarmes nicht festzustellen.
Bei der großen Übereinstimmung im Bau des Darmtraktus der Euphausiaceen mit dem der
Decapoden hat man wohl ein gewisses Kecht anzunehmen, daß auch bei ihnen der Mitteldarm nur ein
ganz kurzes Stück darstellt. Ich bezeichne nun, rein morphologisch, als den Mitteldarm bei Euphausia
diejenige Partie des Darmtraktus, in die dorsal die beiden Cöcaldrüsen und ventral die beiden Lebern
einmünden, und als Enddarm den unmittelbar auf diese Region folgenden Teil, ohne daß ich damit
^ äbeI'^ -^ ^ e s cM c h tM c h eH e rW td e rb e id e nA b so h n itte
Ventral münden also in den Mitteldarm die beiden Lebern oder, wie man sie vielleicht richtiger
■ ■ ■ B i I VOm 1116 E S V6rj™8te Partie des Magens hineinragt und aus WffiSmmSm ^ “ ist 68 annäherad eiförmig I HB I Mü bis zur Hohe des vierten Cormopoden, wechselt aber in seiner Größe etwas. Auf seiner Oberfläche
sieht man zahlreiche kleine Kreischen, den Ausdruck der inneren Struktur. Das ganze Gebilde besteht
■ ■ EBB91 Hl L“ ä-hen, die Strahlig nach einem W 1
ganz biT zHI H SB H ]'ederSeftS’ HH g zum Sinus hin, sondern viele vereinigen sich mit ihren NachbHarn zu a lglee mScehinläsuamcheem v eVrelarluafuefn
H H H B H “ deren I betraebtet> ™le Schläuche teilen sich distalwärts in mehrere
Aste. Jeder Schlauch besitzt eine feine Tunika; doch gelang es mir nicht, in ihr Muskulatur wie man
sie beispielsweise bei den Decapoden findet, nachzuweisen. Die Sinus münden in der Drüsenvorh
Z (k“ W° 81011 ^ gerade von der Wand Z Z t
M H H H m H h I H MnteI1 mÜnden ™n obei1 her l den Da™ zwei Drüsen die
ra sen (c. . Kg. 14, 38). Jede von ihnen stellt sich als ein kurzer Schlauch dar der’sich
etwas nach vorn zu in der Richtung des Magens überlegt. In Kg. 37 sind sie getroffen (c d ) Auch
S Z Z 35 dargeSteUten SoJmitte teffengtoeh sind sie hier m i t mehr
H H H H H i 80W0U ■ H f l H als aufeh der Cöcaldrüsen zeigt mir
manches Bemerkenswerte, doch ziehe ich es vor, diese Verhältnisse erst noch einmal an Material
Zwecke konserviert ist und werde darüber woS n Z Z
4. Der Enddarm.
Sein r Der I H S U f°lgende Absclmitt verläuft als ein gradliniges Rohr bis zum After
B H f H b“ zum ™rle«™ Abdominalsegment gleichmäßig eng, dann erweitert , es sich und
se!nem engeren Teile zeigt e f im Quersclmitt eiiien gleieh-
— ■ B B H <K g- « ) • Dort wo die Erweiterung beginnt tritt eine unregel-
R B M l H E T B l I Im letZt6n Abdomblalsegment bildet sich dann der Enddarm
als Rectum aus. Das Lumen wird hier durch vier Längswülste, einen dorsalen, einen ventralen
und T v e Z t e R 6 ^ VeIenSt‘ ^ ÜbeIgang deS Ellddai™* zum Rectum geschieht plötzlich
eine B R R ^ Muskelschlauch, der eine sehr dünne innere Längsmuskelschicht und ■RH R m g m U .s k e l s o b l 0 b t enthalt (Kg. 48). Letztere zeigt in der-Aufsicht eine sehr zierliche
Anordnung von einzelnen untereinander parallelen Muskelringen, wobei die Zellkerne fast in gerader
Lime hintereinander hegen (Kg. 49). Der Muskelschlauch ist in den Präparaten weit vom eigentlichen
Darm abgehoben was darauf zurückgeht, daß der letztere durch L Konservierung sf“ ge
81881— 1 H der Muskelschlauch aber einmal dicht dem Darm aufgelegen hat, zeigt sich
durch die Eindrücke, die seine Längsmuskelschicht auf dem Darmepithel hinterlassen (Kg.1 48)
Das Rectum mundet am Beginn des Telson auf der Unterseite als After aus. Neben Ring