
Diese in der Ruhelage in eine Scheide zurückgezogenen Penes , deren Bau die Textfigur 1
wiedergibt, werden von einer Anzahl chitiniger, fester Stäbe mit rundem Querschnitt versteift. Es
sind gegen 20 solcher Stäbe vorhanden, welche auf dem Querschnitt durch das Kopulationsorgan,
wie sich ein solcher auf Eig. 7 in
einem der mittleren Segmente
findet, im Kreise um den Ausführungsgang
angeordnet erscheinen.
In den jungen, eben erst
im Entstehen begriffenen Segmenten
am Hinterende des Wurmrumpfes
münden die Spermadukte
in Gestalt gerader Kanäle nach
außen. Weder eine Yesicula semi-
nalis, noch ein Kopulationsapparat
mit seiner Scheide ist ausgebildet.
Solche einfachen Kanäle pflegen
sich aber nur in einem oder zwei
Segmenten zu finden ; in den davorliegenden
sind die Differenzierungen
an denselben bereits völlig dürch-
geführt.
Die Receptacula seminis.
Die früheren Autoren fassen
die Receptacula seminis von Sacco-
cirrus als Blindsäcke auf, die durch
einen Kanal mit der Mündung der
Eileiter in Verbindung stehen. So
sagt Goodrich (1900), nachdem
er die Ovidukte beschrieben hat:
„Besides these a pair of
spermathecae were found in every
Fig. 1. S p e r m a d u k t v o n | i m a j o , Senital segment opening ventrally
Nach einer Schnittserie rekonstruiert. D ie Schlingen des Kanals liegen in ^y a narrow duct, with cilia pro-
Wirklichkeit n ich t in einer Ebene .- ducing a current inwards. To explain
how fertilization takes place,
Ma r i o n and B o b r e t z k y added that ,il faut supposer que ces vésicules (spermathecae) s’ouvrent
dans la grande chambre où les ovules s’accumulent*.
Now when this investigation was begun I hoped to find this internal opening, and to interpret
the excretory organs of the female as true nephridia, and the spermathecae as coelomostomes. But
such an opening does not appear to exist.“
Wenn nun auch die Vermutung von Ma r i o n et B o b r e t z k y , daß die Eier in der
Fig. 2.
D i e G e s c h l e c h t s o r g a n e e i n e r S e g m e n t h ä l f t e e i n e s $ v o n S a c c . t n a j o r -
D ie Schlinge des Kanals im Receptaculum is t absichtlich übertrieben .dargestellt. In
Wirklichkeit verläuft der Kanal dort in flachen spiraligen Bogen. Der auf der Figur
scheinbar m itten durch das Ovarium ziehende Teil des Nephridiums streift dieses in
Wirklichkeit nur, wird aber von den Oocyten fa st ganz umwachsen, so daß die Abbildung
den tatsächlich resultierenden Schnitten entspricht.