
Febr. März April Mai ; Juni Juli Aug.
Cunnersdorf, Torflöcher ..........
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Schwarz bei c l i ........................
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Grasteich.................................. © ©
Torgau, Großteich........................ •
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Loßwig, Gehägeteich ................. • •
B e n k e n te ic h ........................... • ©
Seeburg, Süßer S e e ...................... © •
Fortpflanzung, die bis in die ersten Tage des Juni andauert. Darnach gehen die Tiere in der Quantität
zurück. Im Juli schlüpfen die Dauereier aus, es beginnt ein neues Anwachsen der Individuenzahl,
dem im August eine zweite Geschlechtsperiode folgt, die länger andauert. Der Einfluß der Temperatur
ist deutlich zu bemerken, insofern in milden Jahren eine weitere Periode sich anschließen kann. In
kleinen Gewässern finden wir 3 und mehrere Zyklen. In großen Teichen wird die Frühj ahrs-Geschlechtsperiode
geringer, nur der kleinere Teil der Individuen trägt Ephippien, dafür werden im Spätherbst
um so größere Mengen Dauereier gebildet. Die Tendenz ist zweifellos da, mit dem Aufgeben der lito-
ralen Lebensweise die geschlechtliche Fortpflanzung möglichst auszuschalten.
So einfach, wie sich die Periodizität der Fortpflanzungsweise auf dem Papier darstellt, ist sie
in Wirklichkeit nicht, vor allem ist sie schwer zu verfolgen, wenn viele Maxima der Sexualität in
einem Jahre auf treten. Da nämlich das Erwachen der Tiere aus den Ephippien im Frühjahre eine
längere Zeit in Anspruch nimmt, so wird die Dauereibildung bei den einzelnen Tieren verschieden früh
eintreten und sich über einen größeren Zeitraum erstrecken. Mithin werden sich die zuletzt geschlüpften
$ und deren Nachkommen noch im Optimum der parthenogenetischen Fortpflanzung
befinden, während der andere Teil der Weibchen ein Ephippium nach dem ändern ab wirft. Die
Periode wird dadurch in die Länge gezogen und noch weiter verwischt, weil die $ nach Ablage der
Wintereier wieder imstande sind, Subitaneier zu produzieren. Die Dauereier des ersten Satzes
brauchen längere Zeit der Ruhe. Ihre Entwicklung wird sich über eine noch größere Zeit erstrecken
als im Frühling, die zweite Geschlechtsperiode wird dadurch noch mehr verzögert, ebenso alle folgenden.
So erkläre ich mir die Erscheinung, daß wir den Eintritt der Sexualität vielfach das erste Mal
beobachten können, weitere Zyklen aber nur undeutlich sind, da Ephippialweibchen fast immer vorhanden
sind und nur zuzeiten an Zahl zunehmen. Die Abundanz-Kurve weist verschiedene Gipfel
auf, geht aber nie auf den Nullpunkt herunter.
D a p h n i a c u c u l l a t a erscheint bedeutend später im Jahre als longispina und hält sich
meist sehr lang bis in den Winter hinein. Das Maximum der Abundanz fällt in den Herbst. Ganz
außergewöhnlich spät tritt immer eine kleine cucvllata ohne Zyklomorphose auf im Kospudner Mühlteich,
die später noch zu beschreiben ist. Daphnia cucvllata ist auch in Mitteldeutschland meist
dizyklisch. Der erste Zyklus ist jedoch sehr undeutlich zu erkennen, da verschwindend wenig $
Ephippien bilden.
Mai Ju n i Ju li Aug. Sept.. Okt.
Kospuden, M ü h lte ic h ...................
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D r e s c h e rh a u s te ic h ............... o ©
Leipzig, H in te re r R o s e n ta lte ic h . • Ò o V o rd e re r R o s e n ta l te ic h ------ o
K ö n ig -A lb e rt-P a rk te ich . . . .
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B o rsd o rfe r B a h n lö c h e r____ •
A lten b a ch , Gemeindeloch , 8
R o h rb a c h , M ü h lte ic h ................. ©
G rößte feh . . . . . . . . . . . . . . . .
We rmsdorf, R o d a e r See . . . ©
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Ho rstse e . . . . t .......... ................ o ©
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Z e is ig te ich ................................ o o o
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F re ib e rg , U n te re r K r e u z te ic h . . . ©?
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B ä rn sd o rf, Nied e re r W a ld te ich . o
M o ritzburg, G ro ß te ic h ....................
B ä rn sd o rf, O b e re r W a ld te ic h . . . °
T o rg au , G ro ß te ic h .............................. ©
D e ssau, K ü h n a u e r S e e ................. ©
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. S c a p h o l e b e r i s m u c r o n a t a gekört zu den Formen des Litorals, vermag aber sich
weit vom Ufer zu entfernen, indem sie unter dem Wasserspiegel hinläuft. Man erbeutet deshalb
häufig die dadocere im freien Wasser zugleich mit Organismen, die wir als ausgesprochen limnetische
kennen. In unsem kleinen Teichen fehlt Scapholeberis fast nie und tritt zeitweise in Unmengen auf.
So bestand zum Beispiel am 7. VI. 07 ein Fang aus dem Wallteich in Lauer fast ausschließlich aus
Scapholbberis neben D. longispina. Das Plankton hatte dadurch eine fast schwarze Farbe angenommen,
die von der dunklen Zeichnung der ventralen Schalenränder der Daphnide herrührt.
Scapholeberis hat ebenfalls mehrere, meist zwei Zyklen, was leider aus' der beigegebenen
Tabelle (7) wenig scharf hervorgeht.
S i m o c e p h a l u s v e t u l u s u n d e x p i n o s u s . Das Genus Simocephalus ist in den
zwei. Spezies schon durch Lutz für die Umgegend von Leipzig nachgewiesen worden. Simocephalus
vetulus ist die alltäghchste und widerstandsfähigste Daphnide. Sie dauert in kleineren Teichen und
Sumpfen und selbst in Lachen, "solange sie nicht ausfrieren oder austrocknen, das ganze Jahr hindurch
aus. Ich habe Simocephalus vetdus im Winter unter dem Bise gefunden, große alte Weibchen, die