
ut. ext. vh urst 2
Flg. 102— 114. S c l i n i t t s e r i e d u r c h d ie A u s f ü l i r u n g s g ä n g u d e s m a i l i c h e n G e n i t a l a p p a r a t e s
von Tarantula palmata (Hbst.) tf.
Fig. 102. Schnitt durch den vorderen Teil der Geschlechtsausführungsgänge; man sieht die noch nicht vereinigten
Uteri intern! (ut. int.) resp. die Ausführungsgänge der Samenreservoire (cf. Fig. 94, Taf. VI), die dorsale Abteilung des
Uterus externus (dh) mit den Chitinspangen (chsp. ut.), sowie zwischen ihr und dem Uterus internus eine mit der unteren
Höhlung des Uterus externus ih Verbindung stehende Falte (dh
Fig. 103. Ein ähnlicher Schnitt etwas hinter jenem gelegen; die Uteri interni sind einander schon genähert, ebenso
die dorsalen Höhlungen des Uterus externus (dh); seitlich neben den Uferis internis sieht man die vordersten Zipfel des
Uterus externus (ut. ext.), der nicht scharf von der inneren Gesehlechtshöhle getrennt ist, wie es bei den Thelyphoniden cy
der Fall ist.
Fig. 104. Schnitt durch den vorderen Teil des Genitalsegmentes; die Uteri interni sind in der Mitte vereinigt,
jedoch sind Divertikel wieder abgeschnürt, der Uterus externus hat an Umfang zugenommen ; die dorsalen Höhlungen des
Uterus externus (= dhvz der Thelyphoniden) sind einander noch mehr genähert; außerdem sieht man die mittlere Nervenkette
des Hinterleibes (opn), die Blätter des 1. Lungenpaares (lgp 1), das Herz (hz), Chylusdarm (opd) und seitlich von ihm
die Samenreservoire (srs); die Hauptmuskeln sind gleichfalls: eingezeichnet.
Fig. 105. Ein weiter hinten geführter Schnitt (entsprechend denen der Textfig. 102— 103); der Uterus externus ist
geschlossen, vom Uterus internus sind nun-noch Divertikel zu sehen (cf. Schema Textfig. 70) und zwischen den beiden Abteilungen
des Uterus externus (ut. ext. und dh) ist eine neue Falte angeschnitten (dh 2), deren obere Wandung mit einem
Polster von eigenartig faserigem Chitin ausgestattet ist (chfs).
Fig. 106. Schnitt durch eine ein wenig weiter hinten gelegene Partie des Uterus und seiner nächsten Umgebung,
die Höhlungen (dh 2) sind in der Mitte bereits vereinigt.
Fig. 107. Noch weiter hinten geführter Schnitt (entsprechend der Textfig. 105); die dorsale Höhlung des Uterus
externus ist geschlossen (dh) und sendet bereits einen Ausläufer in der Mediane des Körpers nach unten; die untere Höhlung
des Uterus externus (ut. ext.) ist in zahlreiche Falten gelegt und mit der in Textfig. 102 schon Vorgefundenen Falte dh
verbunden; seitlich von den Lungenblättern sieht man die vorderen Zipfel der äußeren Luftkammer (alfk 1); ;
Fig. 108. Die mittlere Partie der Textfig. 107 noch weiter hinten; die Falten von ut. ext. haben sich gemehrt und
erscheinen teilweise als selbständige Räume; dh 1 ist wieder vom ut. ext. abgetrennt.
Fig. 109. Abermals weiter hinten geführter Schnitt (entsprechend der Textfig. 107); die dorsale Abteilung des Uterus
externus (dh) ist durch den mittleren senkrechten Gang (mh) mit der unteren Abteilung, die noch stark gefaltet ist (ut. ext.),
verbunden; eine ventrale Höhlung des Uterus externus (vh) beginnt aufzutreten und ebenso sieht man noch die vordersten
Enden der Divertikel des Uterus internus (ut. int.); die äußeren Luftkammern der Lungen commumzieren mit den
Pneumostomen.
Fig. 110. Mittlere Partie der Textfig. 109 ein wenig weiter hinten; von den Lungen (lgp 1) sind nur ein paar Blatter
gezeichnet, im übrigen ein ziemlich ähnliches Bild, doch sind die Falten des Uterus externus etwas vereinfacht und die
Höhlung (vh) hat an Umfang zugenommen.
Fig 111. Schnitt am Vorderrande der ventralen Jnsertionsfläche des 3. Dorsoventralmuskelpaares geführt; die Falten
— ü sind wieder verwickelter geworden (ut. ext.), die Lungmblätter sind nnr nOch'Eanz schmal'(lgp 1) und zwischen
ihnen und dem üterus externus sind die Muskeln ¿50 und 88 gelegen, verbunden durch ein entosternales »and (rr.sop).
Fig. 112. Der .Schnitt liegt abermals, ein Stück weiter hinten; die. dorsale Alnelicng des Uterus externus (dh) öffnet
sielt ¿¿Mich nach H H und die „Pemsfalten“ samt der unteren Höhlung des jjterüs (ut. ext), die noch mit dem Gejltid-
öperSuäum (urst. 2) verbunden Sin'd„Shegen frei unter d«TRiickenwand des Uterus (ut. e x t d.); die ventrale Höhlung (vh)
nähert sich gleichfalls der äußeren Genitalöffnung.
Flg. 113. Schnitt durch das Genitalsegment in der Breite der 3. Dorsoventralmuskel (dvm 3 [88]); die Höhlung vh
ist nun auch nach außen geöffnet und der „Penis“ liegt ganz frei zwischen dem Hinterende des Gemtaloperculums (urst. 2)
und der Rücken wand des Uterus externus (über dh); die Falten des ut. ext. sind wesentlich vereinfacht (einige Muskelfasern,
die sie in grösser Zahl durchziehen, sind eingezeichnet), und ihre Höhlung communiziert durch den mittleren Gang mit dh
und somit mit der Außenwelt; im übrigen Teil der Figur sieht man die mittlere Nervenkette opn), das Herz (hz), den
Chylusdarm (opd), die zahlreichen Divertikel der Samenreseryoire (srs), die Samenleiter (oben neben dem Herzen, vd), die
beiden genannten Dorsoyentralmuskeln (88), die Blätter des 2. Lungenpaares (lgp 2) und .einige andere Muskelbündel.
Fig 114. Schnitt durch den hintersten freien Teil der Gonopoden (Penisfalten), über denen die Rückenwand des
Uterus externus (ut. ext. d.) liegt; die (seitlichen) Gonopoden (gop. lt.) und die mittlere (goap. md.) Gonapophyse sind unverbunden
und die dorsalen Chitinspangen (chsp. ut.) haben sich verflacht (cf. Fig. 95 a u. b, Taf. VII). •
In allen Textfig. (102— 114) ist das Innere des Körpers grau gehalten, in etwas dunklerem Tone nur in den Text-
fig. 107— 114 die Umgebung des Üterus externus, um dessen Falten deutlicher hervortreten zu lassen; weiß sind alle Hohlräume
der Geschlechtswege und des Chylusdarmes (durch die autotype Reproduktion allerdings von ganz hellem lone
überdeckt), nicht dagegen des Herzens belassen; die Wandung des Uterus internus ist grau, des Uterus externus und der
Samenreservoire schwarz gezeichnet.