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(135 a und 136 a), die von der Körperseitenwand an die Hinterwand der äußeren Luftkammern
ziehen (Taf. V , VI, Fig. 63, 8§)! .flin dritte|f*artes5Paserbündelpaar verläuft vom Vorderrande
des 5i^prósternits an die Hinterwand der äußeren Luftkammer des 2 . Lungenpaares (14$®
dessen Innenseite g en äh e r t; dies. ,dürfteVaus dem normalen Segmentalmdskel 1 1 7 differenziert
worden sein.
b. D i e M u s k e ln d e r V e n t r a l s ä e k c h e n .
Koenenia. Koenenia s n d B ^ . . besitzt im 4 . - 7 . Hinterleibss'egn>ent je 1 Paar zarter
Muskeln, die quer zur: L ä n g s p l s sM | s Körpers gestellt sich in der Bauchmittellinie beinahe
berühren ( c f T e x t f i g .p l , 98, No. 38). Diese M u sk e ln | |n d die Refraktoren ¡ J r ; ausstülp-
baren Ventralsäckchen, die im 4.-L6. Segment bei K . wheeleri Rücker und K . siamensis H. I. H.
gefunden werden, bei K . cnim-biHs:: und anderen fvocnciim-Arten rückgebildet worden sind.
Jedoch gibt A . Rlüic k e r ’ daß die 'D.orsoventraliTiuskeln die Retraktion der .'S'ackchen
b e so rg ten ,.e in e Ansicht, die bereits 1902 H a n s e n zurückgewiesen h a t . , Die von mir bei
K . wirabilis, gefundenen Muskeln dürften ; vielmehr au ch 'b e i K i wkßslcri vorhanden sein und
dort ihren Namen mit mehr R e ch t tragen.
Tarantuliden. Die von mir bereits 1902 < auf der ' Zoologen-Veirsammlung in G i e ß e n
demonstrierten Ventralhäckchen der Phrynichinen und Charontinen 0 A i. IV, F ig. 3 1 Ä Ä g f fc
besitzen sehr ähnliche Retraktormuskeln, die quer zur Körperlängsachse nach der Körperseite
ziehen (Taf. VI, Fig. 91, Nr. 154). Des Näheren vergl. Kapitell XII.
U C O p i s t h o s o m a l e , t e r g o s t e r n a l e B l u t k r e i s l a u fm u s k e l n .
Wie nach B e n h arn und B e e. k (40) bei Limuius und .¿ S ig f tS u n d nach mehreren
neueren Autoren bei deh Araneen.y sind auch, bei den Pedipalpen ^mjkkelyphonidcn und >
tüliden) die von R a y L a nk.(|. s t e r und seinen Schülern als ,, P e r i .c.a r d i ’¿fj; V e n t r a l -
m u s k e ln “ bezeichneten Muskelbänder ausgebildet, und zwar liegen M bei ihnen, wie b § fi
den Scorpionen etc. vor den .entsprechenden. Dorsoventralmuskeln. Sie verbinden das Pericard
mit einem ventralen, längs zu beiden Seiten der letztgenannten Muskeln verlaufenden Gefäß
und gewähren zunächst den Anschein, als seien sie selbst B l u t g g j i f e D i e l i s t jedoch nicht
der F all, da s ie einmal massiv , sind, sodann aber der äußerst zarten Wandung, der entsprechenden
G e fäße nur anliegen.. . Ich zählte ihrer bei den Thslypiio/niden und ^ia-r-antuliden
6 , Paar im « E p S . Hinterl.eibssegnient (bezüglich vor idem 3.-— 8. Dorsoventralmuskelpaar),
Diese Zahl steht in Übereinstimmung mit der von M iß B e c k bei Scoppio nachgewiesenen. —
Bei Koeiienia und Trühyreus habe.ich vergeblich nach den pericardio-ventralen Muskeln gesucht.
7. Die Muskeln der Geschlechtsausführungsgänge und deren Anhangsorgane.
Die Mehrzahl. der am Uterus e x te rn u s , bezüglich seinen Seitenapodemen befestigten
Muskeln sind Segmentalmuskeln und wurden b e re its , in Abschnitt l b behandelt. Hier erü
b r ig t e s noch,; einige andere Muskeln anzuführen, die nicht zu jener Serie gehören, wenn1
Vielleicht könnte man auf Grund der Lage der beiden vorderen Paare dieser Muskeln, die doch wohl, wie die
entsprechenden medianen Dorsoventralmuskeln, dem 3. und 4. Segment angehören dürften, infolge ihrer Verbindung mit
den beiden -Lungenpaaren Schlüsse auf deren Segmentzugehörigkeit ziehen.
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gleich auch sie ohne- erhebliche Schwierigkeit sich aus normalen Segmentalmuskeln ableiten
lassen (cf. auch Kapitel XIII).
Thelyphoniden. Von den Vorderecken des Genitaloperculums aus ziehen beim ^ an die
Vorderzipfel der dorsalen Höhlung des Uterus externus (dhvz), beim $ an die Vorderseite
der Basis der Receptacula seminis (re. sem) 2 zarte schlanke Muskeln (162), die schräg zur
Längsachse des Körpers verlaufen (Taf. V, VI, $ Fig. 76 , 7 7 , 81; $ Fig. 58—60). Bei den
Männchen beobachten wir außerdem noch 3 Muskeln, die von der Unterseite des Apodemes
des 3. Dorsoventralmuskels (ap. 93), resp. der seitlichen Chitinspangen des Uterus externus
(chsp. ut.) auf der Vorderseite (163) und auf der Hinterseite (164) der großen seitlichen Samenblasen
(sbl.) nach den gegenüberliegenden Teilen des Genitaloperculums ziehen. Nr. 163 hatten
wir bereits früher als Rest eines Segmentalmuskels kennen gelernt. Dicht neben ihm verläuft,
jedoch von der Unterseite der erst genannten Vorderzipfel des Uterus externus aus, jeder-
seits 1 Muskel (165 ), der dicht neben der Öffnung der medianen Samenblase (sbl. md.) an
der chitinisierten Wandung des' Uterus externus befestigt ist (Taf. VI, Fig. 78).
Tarantuliden. Bei weiblichen Tieren finden wir den Muskel 162 der Thelyphoniden in
etwas anderer Gestaltung und Lagerungsrichtung (152) wieder (Taf. V, Fig. 63, 64). Sodann
sind hier die Muskeln zu erwähnen, welche der Bewegung der Gonopoden dienen (156,
157, Taf. V , Fig. 66).
Bei männlichen Tieren konnte ich den Muskel 152 der Weibchen nicht auffinden. Die
übrige hierher gehörige Muskulatur des sogenannten Penis, die den Muskeln 163— 165 der
männlichen Thelyphoniden gleichgesetzt werden dürfte, vermag ich leider nicht näher darzustellen,
da ich nicht imstande war, mit dem mir zur Verfügung stehenden Material dieselbe
hinreichend zu untersuchen und klarzulegen.
8. Kurze Zusammenfassung der Hauptresultate.
Es würde zu weit führen, wollte ich hier die im speziellen Teil dieses Kapitels gegebene
Beschreibung des Muskelsystefnes nochmals kurz zusammenfassen und in mehr oder weniger
schematischer Weise vergleichend mit dem Muskelsystem anderer Arachniden besprechen. In
erster Linie mag sie weiteren Forschungen dieser A r t als Grundlage dienen. Immerhin seien
als wesentlichste Ergebnisse nochmals hervorgehoben: Die Auffindung nicht unwahrscheinlicher
R e s t e e in e s 13. o p i s t h o s o m a l e n M u s k e l - S e g m e n t e s b e i d e n Thelyphoniden (Taf. III,
F ig. 13, No. 128, 137) und somit den gleichwertigen Nachweis der Reduktionszone dieses
den Scorpionen und Merostomen noch in regelrechter Form zukommenden Segmentes für die
lipoctenen Arachniden, ferner den Nachweis einer V e r l a g e r u n g d e r v e n t r a l e n H a f t f
lä c h e n d e s e r s t e n o d e r d e r e r s t e n b e id e n D o r s o v e n t r a lm u s k e ln d e s H in t e r l
e i b e s ., die übrigens auch bei den Araneen und Scorpionen (bei diesen weniger deutlich)
und vielleicht noch anderen Arachniden statthat; endlich erlaubt uns die Auffindung des Ento-
sternums von Trithyreus cambridgei (Thor.), sowie die genaue Kenntnis der bei den Pedipalpen
mit dem Entosternum verbundenen Muskeln einige theoretische Betrachtungen und Berichtigungen
früherer Anschauungen über dies Cheliceratenorgan.
Als rein tatsächlicher Fund ist zu bemerken, daß der Satz von S c h im k e w i t s c h (59):
„Ebenso fällt ins A uge das von R. L a n k e s t e r bemerkte Verhältnis des Endosternits zu den