
zwischen beiden Körperseiten ausgeprägt. In dem!:s|chematischen Bilde ¡fcf Textfig. 29 Ifélién
wir r e c h t s die Nerven des s M g Segmentes ziemlich an einer Stelle , abgehen ¡ die des 3. und
4. Segmentes bleiben vor ihrer Trennung, sogar noch ein kurze® Stück vereinigt (n 9- 1 1 );
die Wurzel dieser Nerven liegt g iw a in der Mitte des, 2,IS¡égmentes. L i n k s zeigen nur die
Nerven des 3. und 4-. Segmentes: 'eine engere Zusammengehörigkeit, ihre gemeinsame Wurzel
liegt an der Basis des HinterleibéC Der Nerv des 5. Segmentes (n 1 1 ) geht von einem Strange
ab, dessen Wurzel mit der eben genannten beginnt, und welcher weiter hinten noch die
Nerven des 6 . und 7. Segmentes?abgibt, die auf der rechten Kö rp efseüe für sich allein Zusammenhängen.
Folgendes Schema mag das Gesagte noch mehr verdeutlichen:
M
1 2—h ^ rr 3— 7 ' r
Bei einem anderen Jlielypkomis caudatus ^ .erhielt ich ein abweichendes Schema, indem
sich vom Hauptstrange M zunächst links ein kräftiger Nerv abzweigte, dessen Zweige die
3 ersten Hinterleibsringe versorgten, während erst etwas weiter hinten rechts ein feiner Nerv
zum 1 . mesosomaleti Segment abging. Sodann zweigte sich rechts der starke Nerv des Genital-
segmentes ab , und weiter gabelte, sich der Hauptstrang in einen linken und rechten Äst,
von denen der linke die d e s - 4 .Ä 7 . , der rechte die Nerven des 3.— 7. Hinterleibssegmentes
enthielt. Schematisch ließe :sich dieser Fund folgendermaßen darstellen:
M ■/ 1— 3 \
r 1
I 14— 7 2 S 7 ' ■
\ r 2
1X^1 7 3 ^ 7
Gewisse Variationen zeigten sich noch in der L a g e der Wurzeln verschiedener Nerven,
auf die hier aber nicht näher eingegangen werden kann. Die Asymmetrie der beiderseitigen
Nervenfasern des vorderen Teiles des Opisthosoma und die berührte Variation derselben
spricht deutlich dafür, daß wir hier Verhältnisse vor uns haben, welche n o c h h e u t e n i c h t
f i x i e r t worden sind. Von den 3 hinteren Nerven (des 5. — 7. Segmentes) sei noch angeführt,
daß sie v o r dem entsprechenden Dorsoventralmuskel nach außen umbiegen und zu den Muskelfasern
des betreffenden Segmentes gehen, nachdem sie an die Dorsoventralmuskeln ebenfalls
einen kräftigen Zweig abgegeben haben. Auch in dieser Hinsicht ist B l a n c h a r d s Darstellung
richtig, diejenige P o c o c k s (53) jedoch nicht.
Die Nerven des 8.— 12. H i n t e r l e i b s r i n g e s und des Schwanzfadens gehen von dem
bekannten großen Ganglion ab, welches in dem hinteren Teile dés; 8. und dem vorderen des
9. Segmentes gelegen und mit dem Unterschlundganglion durch die oben erwähnte Kommissur
verbunden ist. Die Verdoppelung der, wie bereits gesagt, im größten Teile ihrer Ausdehnung
e i n f a c h e n Kommissur beginnt erst im 7. Segmente (Taf. II, Fig. 6). Das metasomale
Ganglion hat von oben gesehen eine elliptische F o rm , wie sie schon B l a n c h a r d gesehen
hat. L a u r i e (41) und P o c o c k (53) bilden es mit Unrecht sternförmig in Zipfel ausgezogen
ab (cf. Taf. II, Fig. 6, opg).
Die Nerven, welche von diesem G an g ion entspringen, hat früher nur B la n c h a r d
sämtlich richtig gesehen; die beiden e n g l i s c h e n Autoren bilden auch diese fehlerhaft ab,
ohne ein W o r t über sie zu verlieren. E s sind ihrer 6 P a a r e . Das e r s t e (ri 14) geht ziemlich
am vorderen Ende seitlich ab und verläuft zunächst nach vorn, um dann an der Vorderseite
des letzten (8.) Dorsoventralmuskels umzubiegen, und eine ähnliche Richtung einzuschlagen,
wie die Nerven der vorhergehenden Segmente. Das z w e i t e Paar (n 15) ist weit zarter und
kürzer, es liegt an der Grenze der Sternite des 8. und 9. Segmentes, wendet sich seitlich
und innerviert die ventralen Retraktoren des sogenannten Postabdomens, vielleicht auch die
anliegenden Segmentalmuskeln. Die beiden folgenden Paare (n 16, n 17) wenden sich nach
hinten; das 3. versorgt die zwischen dem Postabdomen und dem 9. Segment ausgespannten
Segmentalmuskeln, das 4. die Retraktormuskeln des 1 1 . und 12. Segmentes. Die beiden
hintersten Paare (n 18, n 19) sind genau nach hinten gerichtet und verlaufen eine Strecke
weit einander genau parallel. Das 5. Paar, welches außenseitlich liegt, innerviert die Rotatormuskeln
des Flagellums (um nur die hauptsächlichsten zu nennen), das 6 ., welches zunächst
wie auch das 5., noch ventral vom Rektum gelegen ist, wendet sich dann nach dem Rücken
zu, um dorsal vom Rektum in das Flagellum einzuziehen; nicht weit hinter seiner Wurzel
gibt es je einen Seitennerven an die Retraktoren des ausstülpbaren Anus (n 19 a) ab.1
Diese Darstellung des Verlaufes der hinteren Nervenpaare des Opisthosoma weicht etwas
von derjenigen ab , die uns B l a n c h a r d hinterlassen hat; ich fand einen gleichen Verlauf,
den ich hier für Thelyphonus caudatus schilderte, auch bei Tetrabalius seticauda, Mastigoproctus
proscorpio und Typopeltis amurensis (Tarn.).2
Hervorzuheben ist noch, daß das metasomale Ganglion d o r s a l von einer der beiden
(jedesmal der gerade median gelegenen) großen Stinkdrüsen gelagert ist, und daß die Nerven
1 Die Stinkdrüsen werden wahrscheinlich auch von einem der metasomalen Nerven innerviert, doch kann ich darüber
ebensowenig etwas Genaueres aussagen, wie über die Innervierung der übrigen visceralen Organe des Hinterleibes.
* jn welcher Weise die einzelnen Nerven des 1.—9. Segmentes deren Rücken- und • Seitenmuskulatur innervieren,
habe ich nicht näher feststellen. können, jedoch ist soviel sicher, daß sie unterhalb der Hypodermis. sich zunächst lateral
und dann dorsal wenden; fraglich ist aber, ob sie dorsal noch ihre Segmentzugehörigkeit erkennen lassen.