
Thelyphonus klugi Krpln. cf.
Schematisierte Querschnitte durch den männlichen
Genitalapparat, teils in situ, teils isoliert.
a Schnitt durch das Genitalsegment in
der Breite der inneren Geschlechtsöffnung, die
an der mit ut. ext. bezeichneten Stelle etwa
gelegen ist; getroffen sind in derselben Figur
die seitlichen Samenblasen (sbl), die vordersten,
über der inneren Geschlechtsöffnung gelegenen,
Räume des Uterus internus (ut. int.), die Samenreservoire
(srs), Vasa deferentia (vd), die vorderen
Zipfel der dorsalen Abteilung des Uterus
externus (dhvz), einige Schlingen der Dorsalschläuche
(dschl) neben dem Herzen (hz), die
mittlere Hinterleibsnervenkette (opn) und zahlreiche
Divertikel des Chylusdarmes (chy); osp
bezeichnet die auf dem Schnitt noch getroffenen
Teile des die innere Geschlechtsöffnung
umschließenden Ringes, der aus starkem Chitin
besteht; die über dem Uterus gelegenen Segmentmuskeln
sind auch hier nicht gezeichnet,
b Ein Schnitt durch eine etwas weiter hinten
gelegene Partie; außer dem Mittelnerven (opn)
sind nur die Teile des Genitalapparates gezeichnet,
zu denen als neu die mediane Samenblase
(sbl. md.) hinzukommt, die sich auf diesem
Schnitt in den Uterus externus öffnet, c Nur
die mittlere Partie des Uterus externus, der
noch die Höhlung der medianen Samenblase
(sbl. md.) und ferner den vorderen Teil des
ventralen Kieles des Uterus externus zeigt, der
von einer Falte der Rückenwand dicht hinter
der Öffnung der medianen Samenblase umspannt
wird (cf. Fig. 79, Taf. VI). d Der Schnitt
entspricht dem der Textfig. 64 a. Man erkennt
die beiden hier noch voneinander getrennten
Abteilungen des Uterus externus (ut. ext. und
dh), das von der oberen abgehende hohle Apo-
dem des 3. Dorsoventralmuskels (dvm 3), die
Schließlappen der seitlichen Samenblasen (sbl.
shl.), den ventralen Kiel (vtkl), die Chitinspangen
(chsp. ut.) [cf. Fig. 77, 79, Taf.VI], die
Pneumostome und einige noch angeschnittene
Blätter des 1. Lungenpaares (lgp 1, pnst) und
sieht gleichzeitig, wie der äußere respiratorische
Raum sich den seitlichen Apodemen des
Uterus externus nähert, um auf einigen weiter
hinten gelegenen Schnitten sich mit ihm zu
vereinen (cf. Fig. 74, 75, 76, Taf. VI). Außerdem
sehen wir noch die Hoden (t), einige angeschnittene
Dorsalschläuche (dschl), das Herz
(hz), Chylusdarm (chy) etc.; die über dem
Uterus gelegenen Segmentalmuskeln sind nicht
gezeichnet.
sbl. shl. chsp. ut.
Taf. VI (sbl. md. o), Wo: die dorsale Wan d des unteren Abschnittes des Uterus externus (dw)
in geeigneter W eise umgeschlagen ist.
Seitlich münden in den unteren Raum des Uterus externus 2 g r o ß e , s e h r d i c k w
a n d ig e S a m e n b l a s e n (sbl), deren Öffnungen von faltigen Lappen (sbl. shl.) verschlossen
werden (Taf. VI, Fig. 77). Die Gestalt der Samenblasen ist einfach sackförmig; von Nebenblindsäcken
finden sich bei Tlidypliomis caudalus nur Andeutungen in Form zweier Wülste
(Taf. VI Fig. 7 6M Bei Thdypliohus (cp-udatus. klügij\ Tttrabalim .(srticauda), Hypoctonus (rangw-
nuhsis) und TypopcUis (amnrcnsis) reichen die Vesiculae Seminales nur bis an die Seitenwand
des Körpers (Taf. VI, Fig. ri:B^-78). Bei MastigopWlius (proscorpio) stellen sie dagegen einen
schief S-förmig gewundenen Blindsack dar, dessen blindes Ende sich nach vorne richtet und
dorsal ü b e r die Samenreservoire le g t'(T a f . VI, Fig. 82). Öffnet man einen Masligoprodus
« B B fijfai*Kg8ken aus, so fallen didSS blinden Enden der Samenblasen,; Sofort auf, da sie nicht
v ö if Chylusläppdhen des M itte ld a rm e f||4 fle ck t sindj. u n d B la n c h a rd , dessen Untersuchungen
offenbar ein Mastigopröitus zu Grunde gelegen hat, beschreibt siefgchon als eine „poche de
PaSpeet d ’un disque“ , dessen Bedeutung ihm a b e i entgangen ist.
V ' EWMcheh 'ä i e n H 'e r t l i c h e n ) :;:<0ffM:ungLs .'la p p e 'n der Samenblasen ist ein m i t t l e r e r
u n p a a r e r entwickelt (f. md.), welcher die obere und untere Abteilung des Uterus ex te rnem!
trennen hilft (Taf. VI, Fig. 77). D ® Ä itlic h e n Lappen weÖfen dorsal durch starke
C h i t i n s p a n g e n (chsp. ut) gehalten, und auch der mittlere ist dorsal in ziemlicher Ausdehnung
Stärker chitinisiert ( f ä l ’VI, Fig, 77, hl). Die sieb liehen Chitinspangen divergieren
nach vorn zu, wo sie, im Zusammenhang mit d e r dorsalen (hinteren) Decke des Uterus ex-
ternTis-IfWprseits einen hohlen Zipfel bilden, der den Muskeln Nö, 162 und 165 zur Anheftung
dient jBfffeSn jungen Tieren Sind diese: Zipfel rfbeh k a u thB a fco Ich e vorhanden, wenn auch
die beiden genannten Muskeln nicht fehlen (Taf. VI, Fig. 80, 81), und die erwähnten Chitinspangen
haben ihre definitive Gestalt noch nicht angenommen. Diese dienen im Verein mit
den gleich noch zu erwähnenden Apodemen der Insertion des Muskels 164, der eine nach
hinten, resp. außen gerichtete Bewegung derselben ermöglichen und somit während d e r Begattung
als protrusor penis wirken dürfte. Ihm wirkt als re tra c to r penis d e r Muskel 162
entgegen. Die eben beschriebenen dorsalen Chitinspangen tre ten in ziemlich enge Verbin-
bindung mit 2 etwas mehr ventral und hinten, resp. außen gelegenen Spangen (chsp. vl. ut.),
welche. ¿ie.seitliiähen Ausläufer eiSer hinten breiten und nach vorn sieh verjüngenden Chitin-
platte (chsp. v. ut.) sind, die den hinteren, äußeren Teil d e r ventralen Wan d des Uterus exte
rnus bildet (Taf. VI, Fig. 77—79, 81). Bei den jungen Tieren ist diese Verbindung noch
nicht h e rg e ste llt, doch erk en n t man bei ihnen sehr gut den Zusammenhang d e r ventralen
breiten Chitlnspangen (vl. ut.) mit jen e r Platte. Diese letztere geht nicht unmittelbar in die
große, feste P la tte des Genitaloperculums ü be r, sondern ist von dieser durch eine etwas
schwächer chitinisierte Verbindungshaut g e tren n t (Taf. VI, Fig. 74, 75).
Von dem oben erwähnten Chitinringe, welcher sich am inneren (vorderen) Ende des
Uterus exte rnus befindet, zieht sich bis an den vorderen Rand jen e r ventralen (hinteren)
P latte ein K i e l hin, der vorn bre it und flach ist, nach hinten zu aber schmäler wird und
!|feine g rö ß te Höhe am hinteren Ende erreicht (ütkl, Taf. VI, Fig. 78, 79).
Bisher haben wir noch ganz die d o r s a l e W a n d des Uterus externus außer Acht
gelassen, die naturgemäß nichts anderes als eine vordere Verlängerung des 3. Urosternits ist,