
sbl chsp. ut. ul. ext.
Fig. 65—68. S c h em a t a d e r w e ib l i c h e n G e s c h l e c h t s o r g a n e d e r P e d ip a lp e n .
65 von Thelyphonus, 66 von Tarantula, 67 von Trithyreus cathbridgei (Thor.), 68 von Koenenia mirabilis (Gr.).
Die chitinisierten Teile sind mit punktierten Linien, der Uterus internus in dicken, die übrigen Teile in dünnen ausgezogenen
Linien dargestellt; der dicke Strich am Ovarium gibt die Bildungszone der Eier an. Nur die linke Hälfte der
Genitalapparate ist gezeichnet, Uterus internus und extemus sind sagittal durchschnitten, von der Innenseite gesehen.
Fig. 69—71. S c h em a t a d e r m ä n n li c h e n G e s c h l e c h t s o r g a n e d e r P e d ip a lp e n .
69 von Thelyphonus caudatus (L.), 70 von Tarantula marginemaculata (C. L. K.), 71 von Koenenia wheeleri Rucker
(konstruiert nach A. Rucker). Ausführung der Figuren wie bei 65— 68.
srsi = nach hinten verlängerter Schlauch des Samenreservoires bei Tarantulitien (Textfig. 70).
wie wir es schon beim Uterus externus femininus gesehen haben. Wenn man einen männlichen
Thelyphonus caudatus vom Rücken her aufpräpariert, so stoßt man im vorderen Teil
des Hinterleibes nach Entfernung des Herzens, des Darmtraktus, der Dorsalschläuche, des
Nervensystems und einiger Muskeln auf die Rückendecke des Uterus externus masculinus,
und erhält ein Bild, wie es in der Fig. 7 6 , Taf. VI wiedergegeben ist. W ir erkennen
zwischen dem ersten Lungenpaar die Einstülpung, resp. Verlängerung der 3. Bauchplatte
(ut. ext. d), die in die oben beschriebenen blinden Anhänge (dvhz) ausläuft. Hinter diesem
ersten Zipfelpaar liegt ein zw eites , etwas anders; gestaltetes (ap. 93), das verschiedenen
Muskeln zur Anheftung dient, an dem vor allen aber der 3. Dorsoventralmuskel seinen ventralen
Insertionspunkt findet. Die zwischen diesen beiden Punkten gelegene Partie der Dorsaldecke
des Uterus externus ist stark chitinisiert; das Chitin ist in Falten gelegt und hat
ein Aussehen, wie es Fig. 76, Taf. VI veranschaulicht (ut. ext. d). W ie es nicht anders zu
erwarten ist, steigt die Rückenwand des Uterus von vorn nach hinten allmählich herab, bis
sie am hinteren Ende in das Sternit des PoStgenitalsegmentes übergeht. Bei jungen Tieren
erkennen wir die gleichen Teile der äußeren Geschlechtshöhle wieder, wenn auch ihre Ausgestaltung
nicht ganz derjenigen der erwachsenen Tiere gleicht.
Das L u m e n d e r S am e n b l a s e n stellt einen langen, der Mediane des Körpers ungefähr
gleichgerichteten, gebogenen Spalt dar (Taf. VI, Fig. 77, 78). Wenn man die Lappen,
die ihn von oben bedecken, entfernt und die obere Wand der Vesiculae seminäles abhebt,
bemerkt man, daß sich die Höhlung der letzteren auch ein wenig unter die Bauchwand des
Uterus externus erstreckt (Taf. VI, Fig. 78, 79). Die Wandung der Samenblasen ist bei erwachsenen
Tieren meist stark gefaltet.
Das weiter oben behandelte Chitingerüst, welches die Öffnungen der Samenblasen umschließt,
wirkt in Gemeinschaft mit den an demselben befestigten und dehnbaren Lappen bei
der Begattung (die bisher leider noch nicht beobachtet zu sein scheint)^ wahrscheinlich als eine
A r t P e n i s , der jedoch im Verhältnis zu dem der männlichen Tarantuliden noch recht wenig
entwickelt ist. S e in e G e s t a l t wechselt nur wenig, d ü r f t e aber mit Hilfe des Mikroskops
s y s t e m a t i s c h v e r w e r t b a r s e in . Fig. 75, Taf. VI, welche sich auf Mastigoprochis proscorpio
bezieht, zeigt z. B., daß hier der mittlere Lappen mit seiner Chitinversteifung (chsp. m. ut.)
im Vergleich zu den seitlichen bedeutend kleiner ist als bei Thelyphonus caudatus. Übrigens
hat auch die stark chitinisierte mittlere Partie der Rückendecke des Uterus externus bei
Thelyphonus caudatus eine breitere Gestalt im Vergleich zu Mastigoprodus proscorpio, bei
dem dieselbe einen ziemlich hohen Kiel bildet, der im Ruhezustände der Geschlechtsorgane
in der Vertiefung gelagert ist, die sich zwischen den großen Öffnungsläppen der Samenblasen
befindet (Taf. VI, Fig. 74, 75, ut. ext. d).
W ie schon weiter oben angedeutet wurde^ist bei den m ä n n l i c h e n Thelyphoniden die
Ö f f n u n g d e s 1. L u n g e n p a a r e s nicht von der geräumigen Höhle des Uterus externus
abgetrennt, wie es bei den w e i b l i c h e n Tieren der F all ist. Vielmehr erkennen wir, wenn
die breite Spalte der Genitalöffnung genügend weit geöffnet ist, wie es die Fig. 74 und 75
Taf. VI zeigen, seitlich je eine ziemlich kleine, ovale Vertiefung, die in den äußeren Lu ftraum
der Lunge führt, und wenn man genau zusieht, bemerkt man auch eine Anzahl jener
Spaltöffnungen, durch welche die L u ft in die bekannten Lungenblätter ein- und ausströmt.
Mit Ausnahme verschiedener schon beschriebener Partieen ist das Chitin des äußeren