
Ü b e r d ie k r i t i s c h e S t u f e , in d e r d i e .E n tw i c k e l u n g s a r t d e s p r im ä r e n E k to ?
d e rm s ; o f f e n b a r e n m u ß , o b d a s .P la sm a e in e s E in z e lk e im e ä -^ - ä u ß e r *n d e r
A c h s e n r i c h t u n g a u c h r u n d um d i e A c h s e t y p i s c h o r g a n i s i e r t s e i o d e r n i c h t ,
g e l a n g t e n m e h r e r e d e r i s o l i e r t e n K e im e , o h n e v o n d e r B a h n d e r r e g e l r
e c h t e n E n tw i c k e lu n g a b z u w e i c h e n , e r h e b l i c h h in au fe j-F ig . X X XX). Wenn aber
i m r i r i F . 2 x xxx.
1 und 2 doppelbefruchtete Zweifachkeime. Konserviert.
1 im Begriff, sich in zwei getrennte Individuen aufzuteilen;
2 nach vollzogener Trennung.
unter sgjchen Umständen die prinzipielle Entwickelungsfähigkeit" getrennter Riesenzwillinge
zum Typisch-Ganzen nicht zu bezweifeln ist, so hat„,9s keinen S in n , den übrigen Rtifan-
zwillingsbildungen die gleiche Fähigkeit abzusprechen.
R i e s e n z w i l l i n g e , g e t r e n n t e w ie v e r l ö t e t H b-gsitjf'fen a l s o pr$& K o p f 'd ie
g a n z e , d r e i d im e n s i o n a l e , O r g a n i s a t i o n d e s P l a sm a l e i b e s . Und; wenn nichts
weiter gegen sie vorläge, so könnte die Schlußfolgerung, zu der die Einfachzwillinge uns
nicht gelangen ließen , nunmehr in aller Ruhe und Sicherheit gezogen werden. Die;,Doppel-
orgamsation dispermer Riesenkeime müßte, da ihre Bildung durch einfaches Zerschneiden
des normalen,^Eibäues unmöglich ist, vor der Zwillingsteilung durch eine wirkliche V e r doppelung;
d e r Eiorganisation entstanden sein.
Getrennter Dreifachzwilling, nach dem Leben. Das eine
Individuum ist auf dem Stadium IV abgestorben, das andere
hat sich bis zum St. XLVIII typisch entwickelt, blieb dann
aber stehen, verfiel in „Framboisie“ und ging zu Grunde.
2.
Jetzt, aber kommt der Punkt zur Spräche, der unbestreitbar die Riesenzwillinge den
einfachen gegen üb e r in schweren Nachteil setzt, und der I io v e r i jjp o äb p. 411) sogar bestimmte,
die Zwillingsbildung der Riesen als unmaßgeblich von der Beweisführung auszu-
schheßen. Die Einfachzwillinge waren zur Lösung des. uns beschäftigenden Problems, ob
eine selbständige Organisationsverdoppelung möglich sei, wenigstens insofern durchaus
qualifiziert, als über d ie p r im ä r e in h e i t l i c h e Beschaffenheit des zur Verwendung kommenden
Plasmaleibes des normalen Eies — kein Zweifel war: was etwa später von
echter DoppelorgänisätiotiMMh darin finden sollte, das müßte Im Anschluß an die disperme
Befruchtung oder durch dieselbe de novo "ga||häffe^^i>i». Anders bei den Riesen. Ein
Riesenzwilling stämmt|jjbn mindestens zwei ursprünglich ^isolierten, dann miteinander „v erschmolzenen
Eiern! "hb. Aber wer weiß B o b dies©;; Verschmelzung eine wirkliche Vermischung
und g é g e t y f i f i ip Durchdringung war; o b n i c h t v i e l l e i c h t j e d e s E i n z e l e i d e n
B e s i t z a n P T a sm a o r g a n i s .a t io n , d e n B j l $ m i t b r $ § h t e , t r o t z d e r ä u ß e r l i c h e n
V e r i f c h m e l z u n g in afijen w e s e n t l i c h e n P u n k t e n a u f r e c h t e r h i e l t ? Dann stünde
natürlich der Zwillingspitogenesfe; die doppelte Plasmaorganisation, deren sie; bedarf, ohne
weiteres zur” Verfügung, und das Vorhandensein der Riesenzwillinge wäre; in der Tat für
unsere ganze F ra g eS lp gut wie bedeutungslos! —
B o v e r i freilich hält die;§gfchwäÖi|||^ines; Materials dieser drohenden Gefahr gegenüber
für größer aläggsii wirklich ist. Nach seiner Ansicht kommt Riesenzwillingsbildung
nur dann zu stände, wenn die E i e r l lc h S Ö # nach Ausbildung der reifen und endgültig orientierten
Furchtingsspindel vereinigt haben, so daß eine Änderung der beiderseitigen Plasmapolarität
lÜpF;nicht mehr möglich war. Und noch wahrscheinlicher ist ihm, daß beide Eier
„erst bei Beginn derjSFurchung und ohne überhaupt ihre Protöpläsmaleiber zusammenfließen
zu lassen, in Kontakt g e t r e te n sindjSjl-icioä' p. 4.13).— Das trifft aber bestimmt nicht
|g i. Der Dfeifachzi^lingj.nde^s^Btt®8hiehf» vom Dreifachriesenei an ich 1903 veröffentlicht
habe; beweist ja allein ’sfl&tt- das Gegenteil. Und wenn ich auch dt|j Möglichkeit derartig
später Verlötungen nicht leugnen will B habe ich doch ssslber Taf, X V I I , Fig. 23)
einen monströsen Fall beschrieben, w oB liem Anscheine nach ein Stadium IV mit seiner
Zelle P , dhfr; Anschluß völlzOgen hatte — So sind doch d ie lfch ten Riesenzwillinge, deren
Herkunft ich im Leben kontrollieren konnte, samt und sonders aüs regelrecht-verschmolzenen
R íé s é n e ie rn hciforgeg angen. A u Ä war die Verschmelzung immer l a n g e v o r Ausbildung
der beiderseitigen Spindeln erfolgt. B n d bei nicht wenigen der Riesenzwillinge, die erst
auf höheren Stadien gefunden wurden, bewies das Vorhandensein eines einzigen zweiten
Richtungskörpers von doppelter Größe und Chromosomenzahl unweigerlich, daß die plasmatische
Gemeinschaft auch hier schon lange bestanden h a t te^ B D a g fe g en erkenne ich den
Grundgedanken B O ^ j r i s , daß a priori bei den Riesfjjeiern die Einzelorganisation der zur
Verschmelzung kommenden Eier innerlich persistieren und gljfläuf triviale A r t die Zwillingsontogenese
gewährleisten könnte, als richtig an. Und darum muß, ehe wir die Riesenzwillinge
in unserem Sinne verwenden dürfen, der Zweifel an ihrer Kompetenz beseitigt sein.
V o r Jahren hätte ich vielleicht eine Ö h la g en d e Widerlegung des; von B o v e r i erhobenen
Einwandes in folgendem erblickt. Die g e g e n s e i t i g e S t e l l u n g der Riesenzwillingsbrüder
ist, wie wir wissen, nicht regellos^ sondern man findet die Individuen, wenn
auch in wechselndem Grade divergent, doch allemal s ym m e t r i s c h zu d e r s ie t r e n n e n d
e n Z w i l l i n g s f l ä c h e orientiert, als Wäre eines' das Spiegelbild des anderen; genau so,
wie hemitrope Zwillingskristalle verwachsen sind. Natürlich muß die gleiche Symmetrie
schon vor der Aufteilung des RieseneieS zwischen den beiderseitigen Plasmaorganisationen
bestanden haben. Und ich hätte mir gesagt, daß diese Richtungsverwandtschaft der Organisationen
zwar leicht durch ihren gemeinsamen Ursprung erklärt werden könnte, dagegen
aber unbegreiflich Sei, wenn die komplete Organisation der beiden Einzelkeime unmittelbar
auf die der „verschmolzenen“ Eier zurückgeführt wird. Glaubte ich doch damals von einem