
Körpersegmenten: bei Limulus, da, wo Muskeln vorn Endos'ternit auch zu den :Cheliceren gehen,
wird er wahrscheinlich auch von Sehnen des Chelicerensegmcnts gebildet;; bei Scorpionen nimmt
dieses Segment schon keinen Anteil an der Bildun g,dé®Endosiernits, dafür, ab e r 'g eh ö r t eine
AbdomlnaLsehno zum F.ndos'ternit. Die Cheliceren dèri,a n d e r e n Arachniden bekommen auch
schon 'kein e Muskeln vom Endosternit, im ¡ G egensatz zu den Maxillen aller anderen Formen,
außer den Milben,“ n i c h t mehr.zu Recht besteht. D e n n g e n a u w i e b e i Limulus z i e h t
.¡b e i a l l e n Pedipalpen e in M u s k e lp a a r v o n d e n V o r d e r h ö r n e r n d e j l p n t o s t e r n u m s
an d e n G r u n d d e r C h e l : c e r e n $ u n d e s d ü n k t mir sehr wahrscheinlich, daß - d ieser s'elhe
Muskel auch bei den übrigen Arachniden noch wirdggêfuriden werden können. ' W ir sind folglich
nicht zu der Annahme berechtigt, daß das Cheliriéiërisegment bei d en AràçhnTdènâîtÎâen A b te il
mehr an der Bildung dés Entösternums genommen hat, obgleich nicht verkannt werden darf,
daß gerade an die Chelifteren nur j f l ï ÿ an die übrigen Extremitäten alfei-’mehreret|l|ij|keln'
g e h e n .^ H p ie Verteilung der Entoriterno-jgoxahnuskeln möchte ich nicht iiäFef; :i^ r te rn , 'äf|#ji
auf die entpsternalen Apophysen,: r e s | S e r é n Endmuskeln noch mit einigen Wo rten eingehenl
P o c o c k (52) nimmt als größte, ursprüngliche Zahl der entosternalen A ; >o p h vsc n paar é
5 an und als Demonsträ^ifSöbjekt' für di<ä| 5 Paare* die dem 2 . - -Ä prqi^Shalen Segment
angehören ,sollen, dient ihm das Enijj&ernum deryg'belyp/iom'den. WiéÎfab er in Âbs'çhnitt
B und G 2 naçhgewiàs|n worden ist, ist P ö ’c o c k s hinterstes (5.) Apophysenpaari lj’ein solches,
Ä nd e rn nur ein einfacher Hocker, ."auf dem der Vorderste DorsöVentralrnuiklldes HinteiieiÈes'
inseriert, Ä d a ß wir folglich denselben nicht als. e in Gebilde des letzten prosomalen Scgmeritfisi
ansehen können. ¡.Ksriblölljeri somit bei; den Thelyphoniden nur 4 Paar dorsaler Apophywfcn
übrig) zu denen wir auch entsprechende ventrale nachweisen können,~ falls P o c o c k s „lateral
crest’s “ des 7jfe/jÿfo«)i-Entosternums wirklichen Apophysen gleichwertig sind, vv-o fföt -(¡in
Vergleich der fraglichen Muskulatur der Thelyphoniden voad^dorantuliden spricht. Wä ren nun
nach P o c o c k seine 5 dorsalen Apophysenpaare (der Thelyphonen) zum 2§|l|§l Segment gehörig,
so müßten wir da® vorletzte Paar dem Segment « 5. Extremität u. ®.: w. znsehrMM B w i r
haben aber oben gesehen, daß die: Tatsachen sich nicht.Ävverhalteri, Vielmehr gehört das
1. Paar dem 2., das 2. dèm 4., das 3'. dem 5 |iin d das 4. dem 6. Segment an, da zttma!.die den
beiden ‘ersten dorsalen genau entsprechenden < ventralen Apophysefipaare an ;dä#|5f>Scä der
2 . und 4. und nicht der 3. Extremität befestigt sind. Das(j|3Segment entbehrt anscheinend
der entosternalen Apophysen. A b e r das Vorhandensein eines 5. dorsalen, von P.-oc o e k
,,additional" benannten Apophysenpaares, dessen Wurzeln v o r denen des’:2 . 1 ’a a re s •* gelegen
sind, drängt uns füglich die Annahme auf) daß dieses eben dem 3. Segment zukommt]' Kin
ventrales Äquivalent desselben finden wir aber nirgends; bei den Arachniden, was schon
P o c o c k dargelegt .hat; und da er bei den Thelyphoniden zu einer arideren Auffassung der
Segmentzugehörigkeit der Apophysenpaäte. gelangt ist, mußte e r sjpçisehon als „supernume-.
rary“ hinstellen.i»«(Immerhin möchte ich ësl noch dahingestèllri sein lassen,: o b nicht vielleicht
depM u sk e l 48 der Thelyphoniden den 2: ventralen Apophysenmuskel repräsentiert.)
A u f diese Weiset.kommen wir -zwar wieder ¡zu der Annahme von 5 ursprünglichen entew
sternalen Apophysenpaaren bei den Arachniden, welche ¡offenbar die Dorsoventralmuskelpaare
der 5 hinteren pnjjjpmaien Segmente därstellen; diéée entsprechen aber mit Ausnahme des
1 .Paares nicht denen P o e o c k ¿(¡sondern sind um je 1 Segment nach hinten verschoben worden.
Vergleichen wir nun die entosternalen Apophysen der Tarantulidenpéo konstatieren wir
bei ihnen das Fehlen aller ventralen ApopKysiäri. mit Ausnahme des zur 2: Extremität gehö-
renden P a a re s , während sowohl die 2., wie die 3 . - 6 . Extremität durch ventràie Muskeln
mit dem Entösternum verbunden sind. ■ '
In welcher W e ise aber weiter die Apophysen der Avancen-Entosterna mit denen der
Pedipalpen zu horn ) l i sind, bedarf noch erneuter Prüfungen; wahrscheinlich finden wir
bei ihnen das gleiche Gesetz ihrer Verteilung. Jedenfalls zeigen die Figuren P o c o c k s bei
keiner Form mehr als 4 dorsolaterale Apophysenpaare außer dem medianen Paar, das meist
vor dem 2 . dorsolateralen, bisweilen aber auch erst hinter diesem abgeht, bei vielen
A m n e iit 'S ^ i fehlt (übrigens auch! (bei Koenenia1 etc.); und « " lü f f d r i wir wohl annehmen,
daß das alte ' Dór|òventralmuskelpaar des • Chelicefensegmentes bereits rückgebiidef w a r , ehe
das Entosternum differenziert wü rde^^S Dieb|®Betrachti.mgen lehren uns deutlich, wie leicht
man zu unrichtigen Schlüssen gelangt, wenn man einen Teil eines Organsystemes ohne Rück
(sfchthahme auf ¡seinen übrigen T e i i fü r suglmstudiert. —
• A u f der anderen SeiMudcheint mir Jtber P o ’c ò c k s T h e jp r ie d e r-: E n t s t e h u n g s -
w e i tS è n d é s ’K i t o s # e r n u m S .d e r A r ä c h n S n durch dtd” Entdeckung'dir iä® Gebildes bei
Trithyreus cambridgei eine neue wertvolle Stütze erhalten zu haben In seiner Abhandlung
besprich1,"a B t k ziemlich cinVehend diè àltferèn ÄnS'dhauj|jig;en von R a y L a n k é s t ’e r (18:81
und l-885j‘, B e r n a r d (1891)' ur.d S r h im k e w i t s c h (18SSJÌ undMie relativ größte Wahr-
scheinlichkeit räumt er noch der älteren der beiden R a y L a n k e s t e r 's c h e n ein. Dieser
nahm bekanntlich an, daßedas •Kniosrcrnum ,,màyt; be règarded'-as an enlargement and interlacing
o f the' respective ' tendon^jSiD the0 mi'is|fj|~J*whic!i a r e 'a tta ch ed to u t .“ P ^ : fo c k sagt
nun ; weiter : „T h e re is reason to believe that the prosoma was originally supplied with five
pairsoof tergqtsternal (do|6||gtsatraI) m t ì s g ^ s é r i a l l y ’rèpéatingfthoH o f the opisthösoma, and
passing'¡vertfcaily from the 'under ' surfaljK b f the ’to be ’iffselted venträlly on the1
steinum close to the points o f articulation o f the postoral appendages. There were: a l s^ a
dorsal .and a ventral pair Of Tongitudinal müsc'les’ traversing the prdsOma from end to end (see
L a n k l g p é r , 40), With the welding rtogM]ier Eif'the-externa] skeletal elementi^ to form a
compact inexpansible whole, the function o f these muscles as dilatators and contractors" o f
the prosorna Wöüjrl 'qé^s%dleaving them¡available for other purposes if required.“
R a y L a n t e s t e r glaubte nun weiter, d a ß 'da’s Entostèrnum (alierding.s'-’spätcr nicht aus
Muskeln, sondern aus undifferenzierten Bindegewebsbändern) zu einer Zeit sich von der Sternal-
fläche des Prosoma ablöste, als die Nervonkette noch doppelt und "zu* ’berden Seiten des
Körpers gelegen war; und P o c o c k meint deshalb ganz richtig, daß „this hypothesis assigns
an immense antiquity to The • entosternite, an antiquity datingEback probably to the Trilobitic
stage o f Arachnid dphyio'geny, poksiblv earlierjstill: But "supposing that the entosternite owes1
its origin to the detachment o f subneural fibrous thickenings (of connective tissue), a later
phylogenetic stage can be ascribed to it b y assuming its derivation from paired thickenings
which floated off on each side o f the united nerve-cords, and subsequently fused with one
another both transversely and longitudinally to form a gate-like framework beneath the
digestive tract. May g the fenestration o f the entosternite-of Thelyphmus $ a survival o f
this early stage.“
Ein schöneres Beispiel als das Entosternum von Trithyreus kann man sich kaum zur
Stütze dieser Annahme erdenken. W ir sehen die geforderten Längsstämme noch fast unver-
Zoologica. Heft 42. o