
len in den Drusen des Albits, ist aber viel seltener
als dieser; ich kenne ihn nur aus einigen Albitdrusen,
die ich in den Sammlungen von Dorpat und Petersburg
gesehen habe. Die Krystalle sind ziemlich dicke
sechsseitige Prismen, etwa einen halben Zoll gross,
weiss, durchsichtig und sehr reich an Flächen. Nach
L i s s e n k o findet er sich auch zuweilen von violetter
Farbe.
5. Ka lkspa th in rhomboödrischen Krystallen
zwischen den Krystallen des Albits, mehr aber noch,
nach L i s s e n k o , in den Höhlungen des derben Kalk-
spaths, der in ungefähr 2 Fuss mächtigen Gängen im
G^oritscbiefer vorkommt. Die Form der Krystalle ist
das Hauptrhomboeder 5 sie sind 1 bis 2 Zoll gross
«nd oft vollkommen farblos und durchsichtig1).
Quarzkrystalle, die so häufig neben dem Albit
in Bourg d’Oisans Vorkommen, wie auch Adular, der
zuweilen mit dem Albit in Tyrol vorkommt, haben sich
auf der Lagerstätte in Kiräbinsk gar nicht gefunden.
In Poläkowskoi finden sich nach den Stücken in
der Eversmannschen Sammlung und anderen, die wir
in Miask erhielten, Thonschiefer, Chloritschiefer, Talkschiefer,
Augitporphyr, Diorit, Dioritporphyr und Jaspis
*). In einem Stücke Chloritschiefer ist schwarzer
Turmalin in excentrisch zusammengehäuften prismatischen
Krystallen eingewachsen und in einem Stück
körnigen Talkes findet sich grünlichweisser Strahlstein
in eng nebeneinander liegenden Kugeln und Bündeln»
die aus excentrisch zusammengehänften fasrigen Individuen
bestehen. Der Augitporphyr ist vor dem aus
*) Ich erhielt von H e rrn v. L i s s e n k o bei seiner späteren
Durchreise durch Berlin einen solchen Krystall, der an Klarheit mit
dem Isländischen Doppelspath ühereinkommt.
*) Dreizehn W e rste östlich findet sich auch Uebeigangskalkstein
nach einem Stücke zu u rth e ile n , das mir Herr Major L i s s e n k o
milgetheilt h a t, und das einen Spirifer en th ä lt, den H err v. Bu c h
als S p . striatnlus bestimmte.
den Umgebungen von Anninskoi durch den Gehalt an
Labrador ausgezeichnet, der in jenem ganz fehlt; er
hat in einigen Stücken eine röthlichbraune Grundmasse,
die eingewachsenen Krystalle von Labrador sind schmal.
und gelblichweiss, und neben ihnen finden sich wiewohl
sparsam ziemlich grosse Körner von grünem
Augiti In -ändern Stücken herrscht ,der Augit mehr
vor, der Labrador tritt zurück, die Grundmasse wird gräulichschwarz
und mandelsteinartig, und die Höhlungen,
die klein,, rund und länglich sind und in unbestimmter
Richtung liegen, sind mit Chalcedon. angefüllt. Der
Diorit von Poläkowskoi besteht aus grünlichschwarzer
Hornblende und schneeweissem bis grünlichweissein
undurchsichtigen Albit; letzterer bildet gleichsam eine
körnige Grundmasse, in welcher die Hornblende in
einzelnen Krystallen, aber gegen den Albit stets in
überwiegender Menge liegt, so dass das ganze Gestern
ein, sehr dunkles Ansehen erhält. Die Krystalle
der Hornblende^siud in manchen Stücken dünn, nadelförmig
und 2 bis 3 Linien lang, in anderen kürzer
und dicker,, aber in diesem-Fall oft recht deutlich kry-
stallisirt. — Sehr ausgezeichnet ist ein Dioritporphyr,
welcher,sich 6 Werste von Poläkowskoi findet, und in
einer lichte grünlichgrauen Grundmasse zwar nur unr
deutliche Krystalle von Albit, aber desto ausgezeichnetere
Krystalle von Hornblende enthält. Die Albite
sind klein, schmutzigweiss und . nicht sehr von der
Grundmasse verschieden, die Ilornblendekrystalle
sind aber zuweilen einen Zoll lang, schwarz und
deutlich krystallisirt. Der Jaspis ist lauchgrün und
bräunlichroth, zwei Abänderungen, die sich im südlichen
Ural sehr häufig finden.
Bei dem Dorfe Raschkina, 5 Werste östlich von
Poläkowsk, kommt in einem Gange in Talkschiefer
derber blättriger. Talk von grünerFarbe und B i t t e r spa
t h Vor. Wahrscheinlich stammen aus diesem
Fundort die Krystalle von Bitterspath, die sich in der
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