
jewskoi bei Miask (II, 27 und 40) und die von Mul-
dakajewa bei Poläkowsk (II, 171). Zweifelhafter
sind die Augitgesteine von örsk (II, 185).
Der Augitporphyr besteht aus einer Grundmasse,
in welcher vorzugsweise Augit- oder Uralitkrystalle,
zuweilen auch neben diesen Labradorkrystalle *) eingewachsen
sind.
Die Grundma s s e hat in den verschiedenen Abänderungen
ein verschiedenes Ansehen. Am häufigsten
ist sie grünlichgrau, baid lichter, bald dunkler,
zuweilen ziemlich lichte graulich- oder grünlichweiss,
wie am S ee lialtym, zuweilen aber auch graulichschwarz,
wie die basaltähnliche Abänderung von liy
silskaja (II, 182); sie ist im Bruch mehr oder weniger
eben und feinsplittrig, von der Härte des Apatits bis
zu der des Feldspaths, gewöhnlich abei: noch mit dem
Messer, wenngleich schwer ritzbar. Von Chlorwasserstoffsäure
wird sie nur sehr schwer angegriffen.
Vor dem Löthrohr schmelzen dünne Splitter an den
Kanten zu einem mehr oder weniger dunkelgrünen
Glase. Den angesteliten Untersuchungen zu Folge
besteht sie (mit den eingeschlossenen Krystallen) un-
gefähr zur Hälfte ans Kieselsäure, im Uebrigen aus
Thonerde, Eisenoxyd, Kalkerde und Talkerde, Wasser
ist, 1 bis 2 pCt. ausgenommen, die nur mechanisch
eingeschlossen sind, in der Grundmasse nicht
enthalten s), und hierdurch unterscheidet sie sich unter
*) Vefgl. die Anmerkung beim Oligoclosporphyr S. 571.
2) Nach einigen Versuchen, die Herr Dr. G i r a r d auf meine
Bille angestellt bat, verliert heim Glühen an Gewicht der Augitporphyr
von Kowelinskoi . . . . . . . 0,316 pßt,
Muldakajewa . . . . , . , 0,505
- See Ballym . < . . . . 0,65
- Wtoro Pawlowsk bei Miask , , H •. 1,96
Pyschminsko - Kljutschewskoi bei Kalharinenburg 2,08
Zarewo - Nicoiajewskoi bei Kalharinenburg . 2,25
anderm von dem Serpentin und dem Basalt, mit denen
sie in ihren Extremen zuweilen im Aeusseren Aehn-
lichkeit hat.
Die A u g i t - und U r a l i t k r y s t a l l e , die in dieser
Grundmasse eingewachsen Vorkommen, sind von
der S . 498 und 347 angegebenen Beschaffenheit. Beide
finden sich nie zusammen, es sei denn in regelmässi-
siger Verwachsung miteinander, so dass die Augit-
masse den Kern eines Uralitkrystalles bildet, wie diess
z. B. bei dem Augitporphyr von Muldakajewa (II,
352) dec Fall ist. Ausserdem erscheinen sie stets
von einander getrennt, und man kann demnach recht
gut eigentliche Augitporphyre, die nur Augit enthalten,
von den Uralit-haltigen Porphyren (Uralitporphy-
ren) unterscheiden. Erstere finden sich z. B. zu
Nischne-Tagilsk, Zarewo-Nicolajewsk bei Miask, sind
aber bei weitem die selteneren, letztere zu Kowelinskoi
bei Miask, am See Baltym u. s. w. — Labrador
findet sich, wenn er vorkommt, neben dem Augit oder
Uralit nur in kleinen undeutlichen Krystallen. Zu den
deutlichsten gehören noch die, welche in dem Augitporphyre
des kleinen Blagodat neben dem Uralite Vorkommen;
die Labradorkrystalle haben hier noch einige
Dicke, und zeigen die charakteristischen einspringenden
Winkel deutlich. In der basaltähnlichea Varietät von
Kysiiskaja erscheinen sie als kleine, äusserst dünne
Tafeln mit einigen kleinen Körnern grünen Augits,
und gewöhnlich sind sie so undeutlich, dass sie nur
erst beim Befeuchten des Gesteins wie kleine weisse
runde oder eckige Flecken hervortreten, wie bei den
Alle diese Abänderungen enthalten Uralit, bis auf die letzte, welche
Augit enthält- die vor - und drittletzte hat aber schon ein schiefri-
ges Gefüge und mochte zu den grünen Schiefern gehören. Die basaltähnliche
Varietät von Kysylskaja verliert beim Glühen 2,44 pCt,
f lk 183).