
massig vertheilt, bei grösserer Mächtigkeit sind bald
die unteren, bald die mittleren, bald die oberen, zuweilen
auch nur die unteren und oberen Teufen reicher
als die übrigen, ohne dass sich eine bestimmte
Regel für die reichsten Teufen aufstellen Hesse. Stets
muss es durch Versuche ausgemacht* und bei jeder Stelle
von Neuem ausgemacht werden, wo das Seifengebirge
so reichhaltig ist, dass es den Abbau lohnt, und wo
bei einer grösseren Mächtigkeit die bauwürdigen Lagen
liegen, und bei fortgesetztem Abbau muss man sich
immer von Neuem w'ieder davon überzeugen, da schon
oft für den oberen Theil einer Wäsche die Erfahrungen,
die man für den unteren gemacht hat, nicht mehr gelten;
Es giebt auf diese Weise Stellen, wo das Seifengebirge
abgesehen von den etwa darin vorkommenden grossen
Stücken, 6 bis 12 und noch mehr Solotniks Gold in
1UO Pud enthält; dergleichen Stellen sind aber selten,
und halten nie sehr lange an; gewöhnlich ist
das Gold viel sparsamer verbreitet, wenngleich Spuren
von Gold sich wohl überall in dem Seifengebirge,
finden mögen. Der mittlere Gehalt des Seifengebirges,
welches am Ural verwaschen wird, möchte etwa
l Sol. in 100 Pud Sand oder 0,00026 pCt. x) betragen.
Bei der grossen Verbreitung desselben, und der
Leichtigkeit das Gold daraus zu gewinnen, erklärt es
sich, wie das Seifengebirge in dem kurzen Zeitraum
von 1823 bis 1841 die grosse Menge von 5300 Pud
oder 370470 Mark Gold hat liefern können (I I, 430
und 437),
J ) So war wenigstens der mittlere Gehalt des Seifengebirges,
das verwaschen wurde, zur Zeit unserer Reise anzunehmen. Es ist
wahrscheinlich, dass auch jetzt schon dieser Gehait sich etwas vermindert
hat, da die reiohen Seifenwerke stets zuerst bearbeitet werden,
wiewohl auf der anderen Seite der geringer gewordene Gehalt
auch durch ein vollständigeres Ausbringen des Goldes bei den verbesserten
Methoden und durch die grössere Uebung im Waschen des
Goldsandes ausgeglichen wird.
Platin ist im Allgemeinen in viel geringerer
Menge in dem Seifengebirge enthalten. In grösserer
Menge ist es bis jetzt nur in Zarewo-Alexandrowsk
bei Kuschwinsk, ganz besonders Aber auf dem West-
abhange der sumpfigen Hochebene Martian und der
Bjelaja Gora bei Niscbne-Tagilsk vorgekommen. In
Zarewo-Alexandrowsk enthält das Seifengebirge 2 bis
3 Sol. Platin in 100 Pud, in den Seifen bei Nischne-
Tagilsk dagegen 10—75 Sol. oder 0,0026— 0,02 pCt.
(11,400), also bedeutend mehr als sonst das Seifengebirge
Gold zu enthalten pflegt. In Zarewo-Alexandrowsk findet
sich das Platin noch in Begleitung mit Gold; diess
ist auch noch auf dem Ostabhange vom Sumpfe Martian
bei Nischne - Tagilsk der Fall, auf dem Westab-
hange kommt es aber ganz ohne Gold vor. Osmium-
Iridium findet sich mit dem ged. Golde und Platin, auch
wo das letztere, wie bei Nischne-Tagilsk, ohne Gold
vorkomrat. Wo die Platinerze im Allgemeinen in grösser
Menge in dem Seifengebirge enthalten sind, ist das
gediegene Platin vor dem Osmium-Iridium bei weitem
überwiegend, wo aber die Platinerze im Allgemeinen
in geringer Menge Vorkommen, ist auch sehr häufig
das Entgegengesetzte der Fall; denn während das
Platinerz von Nischne-Tagilsk 71— 73 pCt. und das
von Zarewo-Alexandrowsk sogar 80 pCt. reines Platin
bei der Platinreinigung liefert, giebt das von Bi-
limbajewsk, Kyschtimsk, Werch-Issetsk und Newjansk
nur 2 bis 12 pCt (II, 400). — Gediegenes Iridium findet
sich in dem Seifengebirge von der Bjelaja Gora bei
Nischne-Tagilsk und in den von Newjansk, aber überall
nur sehr sparsam. Die Menge Platinerz, die der Ural
und also vorzugsweise die Platinseifen von Nischne-Ta
gilsk innerhalb der Jahre 182£ bis 1839 geliefert haben,
beträgt 1259 Pud oder 8S0Ü4 Mark (II, 434).
Unter den Gemengtheilen des Seifengebirges sind
ferner noch die organischen Reste zu erwähnen, die
man hin und wieder in ihm gefunden hat. Sie beste